Echternacherbrück

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Echternacherbrück
Echternacherbrück
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Echternacherbrück hervorgehoben
Koordinaten: 49° 49′ N, 6° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Südeifel
Höhe: 175 m ü. NHN
Fläche: 4,74 km2
Einwohner: 850 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 179 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54668
Vorwahl: 06525
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 028
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Webpräsenz: www.echternacherbrueck.eu
Ortsbürgermeister: Ralf Schrauf
Lage der Ortsgemeinde Echternacherbrück im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild

Echternacherbrück ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an. Echternacherbrück ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Echternacherbrück liegt in der Südeifel an der Sauer, die hier die Grenze zu Luxemburg bildet, und grenzt im Westen an die Ortsgemeinde Bollendorf, im Norden an die Ortsgemeinden Ernzen und Irrel, im Osten an die Ortsgemeinde Minden, sowie im Süden durch die am rechten (südlichen) Sauerufer liegenden luxemburgischen Gemeinden Echternach und Rosport. Von Trier ist Echternacherbrück etwa 24 km entfernt, bis zur Stadt Luxemburg sind es rund 35 km.

Zu Echternacherbrück gehört auch der Ortsteil Fölkenbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort entstand erst nach 1800 durch in der Mehrzahl aus Echternach stammende Bürger. Die 1844 herausgegebene „Eiflia illustrata“, eine Beschreibung sämtlicher Eifeldörfer, erwähnt zu Echternacherbrück: „Der Weiler Echternacher Brücke hängt durch eine über die Sauer führende Brücke mit dem Städtchen Echternach im Großherzogtum Luxemburg zusammen, wohin sich die Einwohner auch zur Kirche und Schule halten. Der Weiler ist erst seit einigen Jahren entstanden und hat, durch die nahe Grenze begünstigt, an Volkszahl sehr zugenommen. Vor dem Anschlusse Luxemburgs an den Zollverein war ein Grenz-Zollamt zu Echternacher Brücke. Noch jetzt ist eine Post-Expedition hier. Es wurden auch hier Schiffe gebaut.“

Im 20. Jahrhundert, insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg, nahm die Bevölkerung stark zu. Der Fremdenverkehr und die Lage als Grenzübergang bestimmen die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Echternacherbrück, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 0
1835 57
1871 59
1905 75
1939 221
1950 201
Jahr Einwohner
1961 449
1970 471
1987 553
1997 582
2005 652
2015 850

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Echternacherbrück besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem vorsitzenden Ortsbürgermeister. Die zwölf Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf drei Wählergruppen.[3]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenamtlicher Ortsbürgermeister ist Ralf Schrauf, er wurde bei der Kommunalwahl 2014 mit 69,7 Prozent der Stimmen direkt gewählt.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Echternacherbrück
Wappenbeschreibung:

„Im roten Schildhaupt eine vierbogige silberne Brücke mit gleichfarbigem Standbild. Darunter im silbernen Hauptschild eine schwarze Kapelle mit Vorbau und Glockentürmchen in Vorderansicht. Zwei Fenster, Tür und Turmluken in Silber, dazu zwei flankierende heraldische rote Lilien, die mit je einem silbernen Kreuz belegt sind. Unten eine blaue Fläche, welche in Wellenform bekrönt ist.“[6]

Wappenbegründung:

Als beredtes Zeichen für den Ortsnamen Echternacherbrück ist im Schildhaupt eine stilisierte Brücke dargestellt, die seit ihrem Ursprung in der Römerzeit die Ufer des jetzigen Grenzflusses Sauer verbindet. Das silberne Hauptschild zeigt die Liboriuskapelle, die, 1680 erstmals erbaut, dann Ende des 18. Jahrhunderts während der großen Revolution zerstört wurde. Im Wappen werden beiderseits der Kapelle je eine rote heraldische Lilie dargestellt, die mit einem silbernen Kreuz belegt ist und auf den langjährigen, beiderseits der Sauer liegenden Grundbesitz der Abtei St. Willibrord im Mittelalter hinweisen soll. Unten im Wappen eine blaue Fläche mit Wellenabschluss, ein Hinweis auf die Sauer, die 1815 Grenzgewässer wurde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert in Echternacherbrück ist die Liboriuskapelle am Hang des Ferschweiler Plateaus. Erwähnenswert ist, dass die jedes Jahr am Pfingstdienstag in Echternach stattfindende Springprozession, deren Ursprünge bis ins Mittelalter zurückzuverfolgen sind, früher auf der Echternacherbrücker Seite startete. Diese Tradition wurde bis 1937 aufrechterhalten.[7]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Echternacherbrück

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jean-Claude Havé, Marlene Mossal, Peter Göbel: Echternacherbrück. Eine junge Gemeinde in historischer Lage. Hrsg.: Gemeinde Echternacherbrück. Echternacherbrück 2001, ISBN 3-00-008853-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Wahl der ehrenamtlichen Orts- und Stadtbürgermeister
  5. Erläuterung der Blasonierung (Memento vom 20. Februar 2012 im Internet Archive)
  6. Wappenerklärung. Abgerufen am 5. Juli 2016.[5]
  7. Havé et al. 2001, S. 111.