Eckart Sackmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eckart Sackmann im Jahr 2009

Eckart Sackmann (* 2. Januar 1951 in Hannover) ist ein deutscher Comic-Verleger, Literaturhistoriker, Autor, Übersetzer und Ausstellungsmacher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sackmann studierte Kunsterziehung, Anglistik und Germanistik in Hamburg, Aberdeen und Paris und schloss seine Studien mit Staatsexamen, Magister und Promotion ab.

Anfang der 1970er Jahre begann er sich verstärkt für Comics zu interessieren. Von 1980 bis 1981 war Sackmann Mitarbeiter der Comixene, von 1981 bis 1985 Mitherausgeber des Mecki-Fanmagazins Stachelkopf und von 1982 bis 1985 in verantwortlicher Position für Comics im Carlsen Verlag. 1985 gründete er gemeinsam mit Peter Hörndl den Verlag Sackmann und Hörndl (comicplus+). Er ist Herausgeber der Fachzeitschriften RRAAH! (1987 bis 2001), comics & mehr (2001–2005) und comics info (seit 2005) sowie Begründer der Comic-Infosites www.comic.de und www.comicforschung.de.

Sackmann ist Autor von diversen Artikeln in nationalen und internationalen Comic-Fachzeitschriften und in satire, Börsenblatt, BuchMarkt, Buchkultur und Die Zeit. Er hielt Vorträge über Comics im In- und Ausland und ist als Übersetzer aus dem Französischen, Italienischen und Englischen tätig.

Sackmann war 1981 Mitbegründer des Interessenverbands Comic (ICOM) sowie 2005 der Gesellschaft für Comicforschung. Er ist Herausgeber der Reihe Deutsche Comicforschung (seit 2004). Des Weiteren war er Initiator des Kritikerpreises Comic des Jahres (vergeben 1990 bis 2005) und der Talkrunde Comic Quartett. Sackmann ist bekennender Donaldist.

Sackmann saß von 2006 bis 2011 im Rat der Stadt Hildesheim. Von 2006 bis zu seinem Austritt im April 2010 war er Mitglied der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Die restliche Zeit nahm er als fraktionsloser Abgeordneter wahr. Eine Kandidatur für die Kommunalwahl 2011 für die Wählergruppierung DIE UNABHÄNGIGEN, der er im März 2011 beigetreten war, zog er im Sommer 2011 zurück.

Seit 2014 lebt Sackmann in Leipzig.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für seine Arbeiten zur Comicforschung wurde er mehrfach ausgezeichnet. 1994 und 2000 gewann er den Max-und-Moritz-Preis beim Comic-Salon Erlangen. 2005 erhielt er den ICOM Independent Comic Preis, 2017 den PENG!-Preis des Comicfestivals München.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mecki – Maskottchen und Mythos; Hamburg 1984
  • Meisterwerke der Fantasy-Kunst; Berlin 1986
  • Ursus latex. Das Gummibärchen-Buch; Hamburg 1990; gemeinsam mit Uwe Scheutzel
  • Undercover. Comiczeichner gestalten Schallplattenhüllen; Hamburg 1992
  • Mecki – Einer für alle; Hamburg 1994
  • Kombiniere… Manfred Schmidt und Nick Knatterton; Hamburg 1998
  • Die deutschsprachige Comic-Fachpresse: eine Bestandsaufnahme, Comicplus, Hamburg 2000, ISBN 3-89474-085-X (Dissertation Universität Hamburg 2000, 320 Seiten).
  • Deutsche Comicforschung 2005; Hildesheim 2004
  • Die Tote von St. Michaelis; Hildesheim 2004; gemeinsam mit Ivo Kircheis
  • Deutsche Comicforschung 2006; Hildesheim 2005
  • Deutsche Comicforschung 2007; Hildesheim 2006
  • Deutsche Comicforschung 2008; Hildesheim 2007
  • Deutsche Comicforschung 2009; Hildesheim 2008
  • Deutsche Comicforschung 2010; Hildesheim 2009
  • Die Comics mit dem großen Plus+; Hildesheim 2010
  • Deutsche Comicforschung 2011; Hildesheim 2010
  • Deutsche Comicforschung 2012; Hildesheim 2011
  • Deutsche Comicforschung 2013; Hildesheim 2012
  • Oh, Nick Knatterton; Hildesheim 2013
  • Deutsche Comicforschung 2014; Hildesheim 2013
  • Deutsche Comicforschung 2015; Leipzig 2014
  • Deutsche Comicforschung 2016; Leipzig 2015
  • Deutsche Comicforschung 2017; Leipzig 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]