Eckersdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eckersdorf
Eckersdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eckersdorf hervorgehoben
Koordinaten: 49° 56′ N, 11° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bayreuth
Höhe: 416 m ü. NHN
Fläche: 36,17 km2
Einwohner: 5104 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 141 Einwohner je km2
Postleitzahl: 95488
Vorwahl: 0921
Kfz-Kennzeichen: BT, EBS, ESB, KEM, MÜB, PEG Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Kleinbuchstaben
Gemeindeschlüssel: 09 4 72 131
Gemeindegliederung: 24 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bamberger Str. 30
95488 Eckersdorf
Webpräsenz: www.eckersdorf.de
Bürgermeisterin: Sybille Pichl (Freie Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Eckersdorf im Landkreis Bayreuth
Landkreis Nürnberger LandBayreuthBayreuthLandkreis HofLandkreis Wunsiedel im FichtelgebirgeLandkreis KulmbachLandkreis LichtenfelsLandkreis BambergLandkreis ForchheimLandkreis TirschenreuthLandkreis Neustadt an der WaldnaabLandkreis Amberg-SulzbachPrüllWarmensteinacher Forst-NordWaidacher ForstWaidacher ForstVeldensteiner ForstNeubauer Forst-NordWaischenfeldLindenhardter Forst-SüdostLindenhardter Forst-NordwestLangweiler WaldBayreuthHeinersreuther ForstGoldkronacher ForstGlashüttener ForstForst Neustädtlein am ForstGemeindefreies Gebiet FichtelbergEmtmannsbergHaag (Oberfranken)SeybothenreuthCreußenWarmensteinachWeidenbergSchnabelwaidPrebitzPlechMistelgauMistelbach (Oberfranken)HummeltalHummeltalHeinersreuthGoldkronachGlashütten (Oberfranken)GeseesGefreesEckersdorfBischofsgrünBischofsgrünBindlachBetzensteinBad Berneck im FichtelgebirgeSpeichersdorfKirchenpingartenWaischenfeldPlankenfelsPegnitz (Stadt)MehlmeiselHollfeldFichtelberg (Oberfranken)AufseßAhorntalBischofsgrüner ForstPottenstein (Oberfranken)Karte
Über dieses Bild
Eckehartstraße im Ortskern von Eckersdorf
Blick von Eckersdorf über das Talmühlbachtal nach Donndorf

Eckersdorf ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bayreuth. Sie liegt unmittelbar westlich von Bayreuth.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Großgemeinde Eckersdorf befindet sich am Nordrand der Fränkischen Schweiz unweit der Festspielstadt Bayreuth. Der Sophienberg bildet mit 593 m ü. NN die höchste Erhebung in der Umgebung.

Der Ortskern des Hauptorts Eckersdorf liegt auf einer Anhöhe zwischen den Tälern des Mühlbachs und des Talmühlbachs. In den letzten Jahrzehnten dehnte sich der Ort vor allem nach Norden und Westen hin aus. Jenseits des Talmühlbachs entstand ein Neubauviertel mit Einfamilienhäusern, dessen Fläche die der ursprünglichen Ortschaft bei Weitem übersteigt. Entlang der Bamberger Straße und nördlich davon sind die bevölkerungsreichsten Orte Eckersdorf und Donndorf mittlerweile zusammengewachsen.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteil Oberwaiz: Forsthaus, ehemaliges Jagdschloss der Plassenberger, erbaut 1776

Eckersdorf hat 24 amtlich benannte Ortsteile,[2] auf der Website von Eckersdorf sind es 22 Ortsteile, da Matzenberg und Schloss Fantaisie zum Ortsteil Donndorf gerechnet werden (Einwohnerzahlen Stand: 5. Juli 2017, nur Hauptwohnsitze).[3]

Ortsteil Einwohnerzahl
Busbach 203
Donndorf 1961
Eckersdorf 1911
Eschen 120
Forst 137
Hardt 23
Heisenstein 5
Lahm 26
Lochau 17
Lohe 22
Melkendorf 13
Neustädtlein am Forst 166
Oberwaiz 343
Pleofen 35
Schanz 25
Simmelbuch 66
Stein 0
Tröbersdorf 65
Vorlahm 17
Waldhütte 0
Windhof 9
Wolfsgraben 2

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Thurnau, Bayreuth, Mistelbach und Mistelgau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Familie von Lüchau am Taufbecken der Eckersdorfer Kirche

Der Ort wird im Giechburgvertrag (1143/49) als „Eckehartestorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname des Gründers mit dem Namen Eckehard.[4] Die Grafen von Andechs-Meranien waren bis zu ihrem Aussterben 1248 im Besitz des heutigen Gemeindegebiets. Die Herren von Plassenberg erwarben 1420 erste Güter in Eckersdorf und waren hundert Jahre später in dessen vollständigem Besitz. Nach ihrem Aussterben 1552 kam Eckersdorf an die Herren von Lüchau, bis es 1757 an das Markgraftum Bayreuth fiel. Als Teil des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth kam Eckersdorf im Frieden von Tilsit zu Frankreich und wurde 1810 an das Königreich Bayern verkauft. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Am 1. Juli 1972 wurde die ehemals selbständige Gemeinde Neustädtlein am Forst eingegliedert.[5] Am 1. Mai 1978 kamen Busbach, Donndorf, Eschen und Oberwaiz hinzu.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die frühere Verwaltungsleiterin Sybille Pichl (Freie Wählergemeinschaft) wurde am 9. Mai 2010 mit einem Ergebnis von 54,7 % der Wählerstimmen zur Bürgermeisterin gewählt. Der Kontrahent Manfred Präcklein (SPD) erreichte in der Stichwahl 45,3 %.[7] Stellvertreter sind Winfried Parchent (CSU) und Wolfgang Haida (SPD). Pichls Vorgänger war Klaus Hümmer (Freie Wählergemeinschaft).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder:[8]

Partei Sitze
Freie Wähler 9
SPD 6
CSU 6

(Stand: Kommunalwahl 2014)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evang.-Luth. St.Ägidius-Kirche

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Fantaisie (nördliche Seite)

Das Schloss beherbergt ein Museum für Gartenkunst, das von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen betrieben wird und zahlreiche Skulpturen und Gemälde der Deutschen Gartenkunst zeigt. Im Schlosspark von 200 Hektar Größe sind die drei wichtigsten Stile der deutschen Gartenkunst zu finden. Der älteste Teil der Anlage geht auf das Jahr 1763 zurück.

Naturschutzgebiete und Naturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Felsengruppe Philippstein, Naturdenkmal (Geotop-Nummer: 472R029)
  • Örtelfelsen, Naturdenkmal (Geotop-Nummer: 472R027)
  • Schlucht Salamandertal, Naturdenkmal (Geotop-Nummer: 472R026)
  • Sandsteinblock im Schlossgarten Fantasie (Ortsteil Donndorf)
  • Teufelsloch im Ortsteil Oberwaiz

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Eckersdorf gibt es mit über 60 Vereinen ein reges Vereinsleben.[10]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eckersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Eckersdorf – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Eckersdorf in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. Daten/Zahlen/Fakten. Internet-Angebot der Gemeinde Eckersdorf; abgerufen am 6. April 2018
  4. W.-A. v. Reitzenstein, S. 60.
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 431 f.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 676.
  7. Wahl der ersten Bürgermeister, Wahlergebnisse 2010. Internet-Angebot des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung. Abgerufen am 19. März 2010
  8. Wahlen Internet-Angebot der Gemeinde Eckersdorf.. Abgerufen am 16. Januar 2016
  9. Siegesturm Eckersdorf auf der Webseite der Gemeinde Eckersdorf
  10. Vereinsverzeichnis Internet-Angebot der Gemeinde Eckersdorf.. Abgerufen am 5. Januar 2011
  11. Altlasten in Eckersdorf. In: Nordbayerischer Kurier, 24. Februar 2016, S. 21