Eckhardt Rehberg

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Eckhardt Rehberg (2017)

Eckhardt Harald „Ecki“[1][2][3] Rehberg (* 3. April 1954 in Ribnitz-Damgarten) ist ein deutscher Politiker (CDU) und Diplom-Ingenieur.[4]

Er war von 1990 bis 2005 Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion sowie von 2001 bis 2005 Landesvorsitzender der CDU in Mecklenburg-Vorpommern und ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. Eckhardt Rehberg ist haushaltspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Seit 2018 ist er zudem Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn AG.[5][6][7] Von März 2020 übernahm er, nach Rücktritt von Vincent Kokert, bis zur Wahl von Michael Sack am 7. August 2020 kommissarisch den Landesvorsitz der CDU Mecklenburg-Vorpommern.[8]

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abschluss der Berufsausbildung mit Abitur als Facharbeiter für Datenverarbeitung 1973 leistete Rehberg seinen Wehrdienst bei der Nationalen Volksarmee ab und war danach von 1975 bis 1989 in der Datenverarbeitung tätig. Neben der Berufstätigkeit absolvierte er von 1977 bis 1983 ein Hochschul-Fernstudium in Berlin und Dresden[9], welches er als „Diplomingenieur für Informationsverarbeitung“ beendete, was dem bundesdeutschen „Dipl.-Ing. (FH)“ entspricht. 1984 wurde er auf Vorschlag der örtlichen CDU (DDR-Blockpartei) zum Bezirksschöffen am Arbeitsgericht Ribnitz-Damgarten berufen.

Nach der Wende übernahm er 1990 die Geschäftsführung der Firma Ostsee-Schmuck.

Rehberg ist katholisch, verheiratet und hat zwei Söhne.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rehberg trat 1984 in die damalige CDU der DDR ein und gehörte in der Zeit der Wende von 1989 bis 1990 dem Parteivorstand der DDR-CDU an. Rehberg war von 1990 bis 1993 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Ribnitz-Damgarten und gehörte ab 1991 auch dem CDU-Landesvorstand der CDU Mecklenburg-Vorpommern, zunächst als stellvertretender Vorsitzender, an. Von 2001 bis 2005 war er schließlich ihr Landesvorsitzender (Vorgängerin: Steffie Schnoor, Nachfolger: Jürgen Seidel).

Für die Landtagswahl 2002 wurde Rehberg am 3. November 2001 als Spitzenkandidat der CDU für das Amt des Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern aufgestellt. Die CDU erhielt deutlich weniger Stimmen als die SPD (31,4 zu 40,6 Prozent) – Amtsinhaber Harald Ringstorff (SPD) kandidierte erneut – und blieb in der Opposition.

Am 8. April 2017 wurde er auf dem Landesparteitag der CDU Mecklenburg-Vorpommern zu einem von drei Stellvertretern des neuen Vorsitzenden Vincent Kokert gewählt.[10]

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rehberg war von 1990 bis 2005 Mitglied des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern und in dieser Zeit auch Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Von 1999 bis 2009 gehörte er der Gemeindevertretung seines Wohnortes Marlow an.[11]

Nach der Bundestagswahl 2005 zog Rehberg über die Landesliste der CDU Mecklenburg-Vorpommern in den Bundestag ein. Bei der Bundestagswahl 2009 wurde er im Bundestagswahlkreis Bad Doberan – Güstrow – Müritz direkt gewählt. Seit 2009 ist er Sprecher der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern innerhalb der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Bei der Bundestagswahl 2013 errang er wieder ein Direktmandat, diesmal im neu gebildeten Bundestagswahlkreis Mecklenburgische Seenplatte II – Landkreis Rostock III. Er blieb Sprecher der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern und wurde außerdem Sprecher aller Landesgruppen der CDU und damit Mitglied des geschäftsführenden Fraktionsvorstands.

Rehberg ist ordentliches Mitglied im Ältestenrat, im Haushaltsausschuss, sowie im Gemeinsamen Ausschuss. Er gehört als stellvertretendes Mitglied dem Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur, sowie dem Vermittlungsausschuss an.[12]

Zudem ist er Mitglied des Vertrauensgremiums für die geheimen Haushaltspläne der Nachrichtendienste des Bundes.

Gesellschaftliche Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rehberg war von 1997 bis 2001 Vorstandsvorsitzender von Hansa Rostock. Nach fast 20 Jahren kündigte er die Vereinsmitgliedschaft beim Ostseeklub im Herbst 2015. Enge Verquickungen der Vereinsführung mit der Ultraszene waren ausschlaggebend hierfür.[13]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Eckhardt Rehberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Letzter großer Auftritt: Eckhardt Rehberg war Merkels Mann für den Haushalt, Neue Osnabrücker Zeitung, abgerufen am 23. März 2021
  2. Wahlrecht: Ein Abgeordneter für zweimal das Saarland, Die Zeit, abgerufen am 23. März 2021
  3. Dr. Katja Leikert: Für uns in der CDU/CSU-Fraktion gehört europäische Solidarität zu unserer Grundüberzeugung, CDU/CSU-Bundestagsfraktion, abgerufen am 23. März 2021
  4. Deutscher Bundestag - Abgeordnete. Abgerufen am 17. November 2020.
  5. Stühlerücken im Bahn-Aufsichtsrat: Christian Schmidt und Eckhardt Rehberg werden neue Bahn-Aufseher. Abgerufen am 14. November 2019.
  6. Aufsichtsrat der DB AG | Deutsche Bahn AG. Abgerufen am 14. November 2019.
  7. Michael Odenwald bis zum Jahr 2025 als Vorsitzender des Aufsichtsrates bestätigt • DB-Kontrollgremium wird weiblicher. Deutsche Bahn, 25. März 2020, abgerufen am 26. März 2020.
  8. Süddeutsche Zeitung dpa-News Kanal: MV-CDU: Neuwahl von Landesparteichef schon Ende März. Süddeutsche Zeitung, 23. Februar 2020, abgerufen am 9. Juni 2020.
  9. Lebenslauf auf der Homepage
  10. „Kokert zum Chef der Landes-CDU gewählt“, ndr.de, 8. April 2017
  11. Zur Person. Abgerufen am 15. Juni 2020.
  12. Deutscher Bundestag - Abgeordnete. Abgerufen am 17. November 2020.
  13. ostsee-Zeitung.de: Ex-Boss Rehberg wegen Dahlmann bei Hansa ausgetreten, 6. April 2016, abgerufen am 29. November 2016