Ecopetrol

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ecopetrol S.A.

Logo
Rechtsform Sociedad Anónima
ISIN US2791581091 (ADR)
Gründung 1948
Sitz Bogotá, Kolumbien
Leitung Felipe Pardo (CEO)[1]
Mitarbeiterzahl 8800
Umsatz 19,4 Mrd. US$[2]
Branche Öl und Gas
Website www.ecopetrol.com.co
Stand: 2018

Ecopetrol-Gebäude in Bogotá

Ecopetrol S.A. (Abk. für Empresa Colombiana de Petróleos S.A.) ist ein teilprivatisierter kolumbianischer Öl- und Gaskonzern mit Firmensitz in Bogotá. Nach Umsatz ist Ecopetrol das größte Unternehmen Kolumbiens und eines der Großen Fünf Lateinamerikas. Das Unternehmen gehört mehrheitlich dem kolumbianischen Staat.

Unternehmensentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1921 wurde die Tropical Oil Company gegründet. Deren Aktivitäten übernahm im Jahre 1951 das in Ecopetrol S.A. umbenannte Unternehmen. 2006 wurde im kolumbianischen Parlament ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, wonach Aktien an dem Unternehmen privat erworben werden konnten.[3]

Im September 1983 kam die beste Nachricht in der Geschichte der Ecopetrol und einer der besten für Kolumbien: die Entdeckung des Caño Limón-Feldes, in Verbindung mit der Occidental Petroleum, eine Lagerstätte mit geschätzten 1.100 Mrd. Barrel. So begann das Unternehmen eine neue Ära und im Jahr 1986 wurde Kolumbien wieder ein Ölexportland.[4] Im Laufe der Jahre wurde Ecopetrol eines der Top 50 Ölunternehmen der Welt und das viertgrößte Ölunternehmen in Lateinamerika. Das Unternehmen ist auch in Explorations- und Produktionsaktivitäten in Brasilien, Peru, den Golfstaaten, Vereinigten Staaten bis hin zu Angola involviert und besitzt die Hauptraffinerie in Kolumbien, den größten Teil des Netzwerks von Öl- und Mehrzweckpipelines im Land, petrochemische Anlagen und eine zunehmende Beteiligung an Biokraftstoffen.[5]

Ecopetrol hat Kohlenwasserstoff-Extraktionsfelder in der Mitte, im Süden, Osten und Norden Kolumbiens, zwei Raffinerien, Häfen für den Export und Import von Brennstoffen und Rohöl an beiden Küsten (Pazifik und Atlantik) sowie ein Transportnetz von 8.500 Kilometern Pipelines im Land, die Produktionssysteme mit großen Verbrauchszentren und Terminals verbinden.

Ecopetrols Wachstumsrate bei der Ölförderung seit 2006 zählte zu den besten in der Welt – mit einer Erfolgsquote von 24 Prozent bei der Exploration im Jahr 2014. Die Entdeckung der Lagerstätten Kronos-1 und Orca-1 vor der Küste des Landes in der Karibik hatten neue Explorationsmöglichkeiten eröffnet. Ecopetrol war im Jahr 2012 auf dem Höhepunkt und unter den wertvollsten Ölkonzernen der Welt die Nummer 5. Inzwischen ist das Unternehmen nur noch auf dem 38. Rang zu finden. Das Angola-Engagement wurde inzwischen verlustreich aufgegeben.[6] Die Marktkapitalisierung des Unternehmens ist 2015 auf weniger als 15 Mrd. US$ zusammengeschrumpft.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Composición del Comité Directivo ecopetrol.com.co, abgerufen am 28. Januar 2018 (spanisch)
  2. Ecopetrol on Forbes Lists. forbes.com. Abruf am 13. Mai 2019 (englisch)
  3. Nuestra Historia ecopetrol.com.co. Abruf am 4. Dezember 2018 (spanisch)
  4. Neuestra Historia. ecopetrol.com.co. Abruf am 9. März 2017 (spanisch)
  5. Pressemitteilung Ecopetrol S.A. vom 3. Juli 2014 (englisch)
  6. Ecopetrol to leave Angola as venture comes up dry seekingalpha.com, vom 4. Dezember 2015 (englisch)
  7. Die schlechteste Öl-Aktie: Wie 100 Milliarden verpufft sind. In: Neue Zürcher Zeitung. 18. Dezember 2015, abgerufen am 9. März 2017.

Koordinaten: 4° 37′ 26,82″ N, 74° 4′ 4,21″ W