Ed Sheeran

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ed Sheeran (2013)

Edward Christopher „Ed“ Sheeran, MBE[1] (* 17. Februar 1991 in Hebden Bridge, West Yorkshire, England), ist ein britischer Singer-Songwriter.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ed Sheeran wurde 1991 in Hebden Bridge in der englischen Grafschaft West Yorkshire geboren. Später zog die Familie nach Framlingham in Suffolk, wo er die Thomas Mills High School besuchte. Bereits in jungen Jahren lernte er Gitarre zu spielen, und in seiner Schulzeit entstanden erste eigene Songs, die von Van Morrison beeinflusst waren. 2005 erschien unter dem Titel The Orange Room EP sein erstes Mini-Album. 2006 und 2007 folgten zwei Alben, 2008 siedelte er nach London über und spielte dort in kleinen Clubs. Im selben Jahr nahm Sheeran ohne Erfolg am Casting für die ITV-Sendung Britannia High teil.

Nach Veröffentlichung einer weiteren EP, You Need Me, ging Sheeran mit Just Jack auf Tournee. Im Februar 2010 erschien seine EP Loose Change, der Rapper Example lud ihn ein, ihn auf seiner Tour zu begleiten. Im Januar 2011 veröffentlichte Sheeran die EP No. 5 Collaborations Project, auf der Gastmusiker wie Wiley, JME, Devlin und Ghetts zu hören sind. Über iTunes verkaufte sie sich in der ersten Woche über 7000 Mal. Daraufhin erhielt er einen Plattenvertrag bei Atlantic Records. Seine Debütsingle The A Team erschien im Juni 2011 in seiner Heimat Großbritannien und im November in Deutschland,[2] das Debütalbum + (Aussprache: plus) erschien im September 2011 in Großbritannien und im Februar 2012 in Deutschland.[3] Nach einem Auftritt in der Castingshow The Voice of Germany erreichte The A Team Platz 9 der deutschen Single-Charts, das Album stieg gleichzeitig auf Platz 12 der Charts ein.

Bei der Schlussfeier der Olympischen Sommerspiele 2012 in London interpretierte Sheeran im August 2012 zusammen mit Nick Mason von Pink Floyd, Richard Jones (The Feeling) und Mike Rutherford (Genesis) vor einem Millionenpublikum den Pink-Floyd-Song Wish You Were Here.[4] Ebenfalls 2012 erschien Everything Has Changed, das Ed Sheeran zusammen mit Taylor Swift geschrieben und als Duett aufgenommen hat. Der Song wurde auf Swifts Album Red veröffentlicht. 2013 steuerte Sheeran zum Film Der Hobbit: Smaugs Einöde den Titelsong I See Fire bei. Das Stück erreichte in vielen Ländern obere Platzierungen in den Charts.

Im Juni 2014 veröffentlichte er mit X (Aussprache: multiply) sein zweites Album. Als erste Single wurde Sing vorab veröffentlicht und als Deutschland-Premiere im Finale der Show Germany’s Next Topmodel gespielt. Im Januar 2017 veröffentlichte Sheeran Shape of You und Castle on the Hill. Während ersteres auf Platz 1 der deutschen Singlecharts einstieg, schaffte Castle on the Hill den Einstieg auf Platz 2. Er ist somit der erste Künstler, der mit zwei Liedern gleichzeitig auf Platz 1 und 2 in den Singlecharts einstieg.[5] Auch in den britischen Singlecharts gelang ihm dies.[6] In Österreich und der Schweiz stiegen die beiden Titel ebenfalls auf Platz 1 bzw. 2 der Singlecharts ein.

Sein drittes Studioalbum ÷ (Aussprache: divide) erschien im März 2017. In Großbritannien wurde es bereits in der ersten Woche über 670.000 Mal verkauft und stellte den Rekord als meistverkauftes Album eines männlichen Künstlers in der ersten Verkaufswoche auf. Während dieses von 0 auf 1 in die offiziellen Charts einstieg, belegten seine Studioalben X und + die Plätze 4 bzw. 5.[7] Zudem wurde er der erste Interpret, der gleichzeitig die ersten fünf Positionen der britischen Singlecharts besetzen konnte. Insgesamt platzierten sich am 10. März neun Titel aus dem Album in den Top 10, sieben weitere erreichten die Top 20.[8] In den deutschen Charts stellte Sheeran mit sechs Top-20-Platzierungen ebenfalls einen neuen Rekord auf, zudem konnten sich auch dort alle 16 Titel gleichzeitig in den Charts platzieren[9], ebenso in Österreich.[10]

Seit Beginn seiner Karriere als Musiker hatte Sheeran regelmäßig Gastauftritte in Fernsehserien. So sah man ihn 2015 in einer Folge der Sitcom Undateable, im gleichen Jahr in fünf Folgen von The Bastard Executioner in der Rolle von Sir Cormac und im Sommer 2017 in einer Folge von Game of Thrones. Auch im Film Bridget Jones’ Baby aus dem Jahr 2016 hatte Sheeran einen Gastauftritt.

Spotify veröffentlichte Dezember 2017 die Music in Year-Liste, wo er unter anderem vier Platzierungen anführte.[11]

Am 7. Dezember 2017 wurde Sheeran von Prince Charles die Auszeichnung zum Member des Order of the British Empire verliehen.[12]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Ed Sheeran/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Chartplatzierungen Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2011 +
Atlantic Records
12 Platin
(34 Wo.)
21 Gold
(13 Wo.)
2 Gold
(71 Wo.)
1 7-fach-Platin
(… Wo.)
5 Doppelplatin
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. September 2011
Verkäufe: + 4.302.500
2014 ×
• Atlantic Records
1 3-fach-Platin
(… Wo.)
2 Platin
(… Wo.)
1 Doppelplatin
(… Wo.)
1 10-fach-Platin
(… Wo.)
1 4-fach-Platin
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. Juni 2014
Verkäufe: + 10.000.000
[13]
2017 ÷
• Atlantic Records
1 3-fach-Platin
(… Wo.)
1 Platin
(… Wo.)
1 Platin
(… Wo.)
1 9-fach-Platin
(… Wo.)
1 Doppelplatin
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. März 2017
Verkäufe: + 7.331.000

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BT Digital Music Awards

  • 2011: Breakthrough Artist of the Year

Q Award

  • 2011: Breakthrough Artist
  • 2014: Best Solo Artist

BRIT Awards

  • 2012: British Male Solo Artist
  • 2012: British Breakthrough Act
  • 2015: British Male Solo Artist
  • 2015: British Album of the Year (Album: X)[14]

Ivor Novello Award

  • 2012: Best Song Musically & Lyrically (The A Team)

MTV Video Music Awards

  • 2014: Best Male Video (Sing)

ECHO Pop

  • 2015: Bester Künstler international Rock/Pop
  • 2016: Künstler international Rock/Pop

Grammy Awards

  • 2016: Song des Jahres (Thinking Out Loud)
  • 2016: Beste Pop-Solodarbietung (Thinking Out Loud)

Goldene Kamera

  • 2017: Beste Musik International

Melon Music Awards

  • 2017: Pop Award (Shape of You)

Spotify - Music in Year

  • 2017: Most Streamed Male
  • 2017: Top 5 Artist (1. Platz)
  • 2017: Top 5 Songs (1. Platz mit Shape of You)
  • 2017: Top 5 Albums (1. Platz mit ÷)

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ed Sheeran – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.telegraph.co.uk/news/2017/06/17/ed-sheeran-awarded-mbe-queens-birthday-honours/
  2. Produktdetails „The A Team“ auf amazon
  3. Produktdetails „+“ auf amazon
  4. Britain’s Biggest Artists Rock The London 2012 Closing Ceremony Including Liam Gallagher’s Beady Eye, The Who, Queen, Muse, Pink Floyd And More
  5. Historischer Rekord: Ed Sheeran startet als erster Künstler auf 1 und 2 der Single-Charts. GfK Entertainment; abgerufen am 16. Januar 2017.
  6. Ed Sheeran scores biggest comeback since Adele, smashing TWO Official Chart records. The Official UK Charts Company, 13. Januar 2017; abgerufen am 16. Januar 2017 (englisch).
  7. Official Albums Chart Top 100, 10 March 2017 – 16 March 2017
  8. Ed Sheeran smashes Official Chart records as ÷ is the fastest-selling album by a male artist ever
  9. Offizielle Deutsche Charts: Ed Sheeran stellt Michael Jackson-Rekord ein
  10. Ed Sheeran: 19 Chart-Hits
  11. Spotify 2017 in Zahlen: Ed Sheeran führt vier "Top 5"-Platzierungen an. Abgerufen am 6. Dezember 2017.
  12. J.J. Nattrass: Ed Sheeran gets MBE from Prince Charles and says he’d play at royal wedding. In: The Sun (online). 7. Dezember 2017; abgerufen am 8. Dezember 2017 (englisch).
  13. Ed Sheeran: Multiply came out a year ago today, what a year, closing in on 10 million units which is insane.… https://instagram.com/p/4MIMcvEpP7/. In: @edsheeran. 21. Juni 2015; abgerufen am 20. Juli 2017.
  14. tz.de: Brit Awards: Madonna stürzt auf der Bühne, abgerufen am 26. Februar 2015