Eddy Mitchell

Eddy Mitchell (* 3. Juli 1942 in Paris; bürgerlich Claude Moine) ist ein französischer Sänger, Liedtexter, Fernsehmoderator und Schauspieler. Seine musikalische Karriere begann 1960 als Frontmann der Rock-’n’-Roll-Band Les Chaussettes Noires, allerdings entschied er sich nur ein gutes Jahr später für eine Solokarriere, in der er hauptsächlich mit Rock, Chansons und Country-Musik Erfolg hatte. Ab der zweiten Hälfte der 1970er Jahre entwickelte er sich stilistisch stärker in Richtung Crooning.
Während seiner Jahrzehnte andauernden Karriere als Sänger hat er den Großteil seiner Lieder selbst getextet. Außerdem stammen von ihm insbesondere in den Stilrichtungen Rock und Country auch viele Übersetzungen von Songs aus den Vereinigten Staaten ins Französische, darunter in seinen frühen Karrierejahren auch Leiber/Stoller-Hits wie Baby, I Don’t Care oder Charlie Brown. Die Autorenschaft seiner Texte erfolgte stets unter seinem bürgerlichen Namen. Bei den eigenen Chansons hat er ganz überwiegend mit dem Komponisten Pierre Papadiamandis zusammengearbeitet. Sein zweites künstlerisches Standbein, die Schauspielerei, entwickelte sich insbesondere ab den 1980er Jahren. Mitchell ist bis weit ins 21. Jahrhundert als Sänger wie als Schauspieler musikalisch aktiv geblieben.
Leben und Musikkarriere
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Claude Moine begann Ende der 1950er Jahre eine Bankausbildung beim Crédit Lyonnais; in seiner Freizeit sang er bei der Créteiler Rock-’n’-Roll-Band Les Cinq Rocks.[1] Im Dezember 1960 sprachen und spielten die Musiker bei Eddie Barclay vor, der daraufhin eine erste EP mit Titeln wie Be Bop A Lula und einer französischsprachigen Fassung von You Talk Too Much auf seinem Barclay-Label herausbrachte. Bereits ihre zweite, musikalisch eher getragene Single Daniela wurde ein überraschend großer finanzieller Erfolg mit rund 800.000 verkauften Exemplaren.[2] Dies führte dazu, dass sie im Februar 1961 für das 1. Internationale Rockfestival im Palais Omnisports von Paris-Bercy verpflichtet wurden, wo sie neben Größen wie Emile Ford and the Checkmates, Little Tony, Bobby Rydell und Johnny Halliday auftraten. Die überaus beliebte Band veröffentlichte sogar eine Single mit Maurice Chevalier (Le Twist du canotier); auch der Pianist Georges Arvanitas unterstützte sie bei einigen ihrer Studiosessions.[3] In diesem Jahr benannte sich die Gruppe in Les Chaussettes Noires („Die schwarzen Socken“) um, nachdem Barclay mit einem nordfranzösischen Strumpfhersteller einen entsprechenden Werbevertrag vereinbart hatte.[4] Entsprechend zeigte das Cover ihrer LP 100 % Rock eine Wäscheleine, an der fünf Socken hängen, in denen jeweils ein Bandmitglied steckt.[5]

Ebenfalls ab 1961 mussten die Bandmitglieder sukzessive ihren Wehrdienst ableisten, wodurch gemeinsame Auftritte und weitere Plattenaufnahmen nicht völlig verhindert, aber doch erschwert wurden. Deshalb begann Claude Moine in dieser Zeit damit, gelegentlich unter dem Pseudonym Eddy Mitchell auch solo aufzutreten und Schallplatten zu veröffentlichen. Im Sommer dieses Jahres heiratete er seine Freundin Françoise Lavit.
1963 trennte sich Eddy Mitchell von den Chaussettes Noires, die sich daraufhin auflösten.[6] Im Sommer dieses Jahres erschienen seine ersten beiden Solo-Singles und – nach seiner Entlassung aus der Armee im August – auch zwei Langspielplatten, betitelt Voici Eddy, c’est le soldat Mitchell beziehungsweise Eddy in London, auf der er zusammen mit dem Gitarristen Big Jim Sullivan musizierte. Auch in den folgenden Jahren produzierte er zwei LPs jährlich. Schon früh in seiner Karriere bekam der groß gewachsene Sänger den Spitznamen Schmoll, die französische Verballhornung des englischen small (klein), der auch im Titel einer seiner LPs von 1968 (7 Colts pour Schmoll) auftaucht.[7]
Mit der 1965 erschienenen LP Perspective 66 hatte er sich entschieden, nicht mehr hauptsächlich Coverversionen zu produzieren, sondern eigene Lieder zu schreiben. Damit änderte sich auch seine musikalische Stilrichtung: Chansons wie das getragene Alice von 1967 stehen für diese Veränderung.[3] Ende der 1960er verkauften sich seine Platten allerdings zusehends schlechter; Mitchell galt als „Sänger von gestern“. Aber ab Mitte des folgenden Jahrzehnts gelang ihm mit mehreren Singles die Rückkehr in die Top Ten der französischen Hitparade, darunter Titel wie La Dernière Séance und Sur la route de Memphis,[8] und 1981 auch wieder ein Platz-eins-Erfolg mit Couleur menthe a l’eau.[9] Dieser Titel, in dem eine pfefferminzsirupgrün geschminkte Frau beschrieben wird, die sich in der Öffentlichkeit wie ein Filmstar geriert,[10] erinnert vom Text her stark an die Ruut-wieß-blau querjestriefte Frau, die BAP ein Jahr zuvor auf ihrer LP Affjetaut veröffentlicht hatte.
Ab den 1970er Jahren reiste Mitchell immer wieder in die USA, wo etliche seiner Langspielplatten aufgenommen worden sind. Privat ließen er und seine Frau Françoise, mit der er zwei Kinder hat, sich 1979 scheiden. 1980 heiratete Eddy Mitchell Muriel Bailleul; aus dieser Ehe hat er eine Tochter. 1983 wurde er gemeinsam mit Dominique Besnehard Taufpate von Johnny Hallidays Tochter Laura Smet.
Ab den 1980ern trat das Kino zunehmend in den Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens. Dabei war Mitchell sowohl als Darsteller als auch mit dem Präsentieren von Filmen im Fernsehen aktiv. Dennoch veröffentlichte er weiterhin regelmäßig Schallplatten – sowohl solo als auch beispielsweise mit Serge Gainsbourg – und trat, wie 1993 anlässlich Johnny Hallidays 50. Geburtstag im Parc des Princes oder 1997 beim Paléo Festival im schweizerischen Nyon, bei Konzerten auf.[9] Die 1990er waren das Jahrzehnt, in dem er für seine unterschiedlichen Tätigkeiten besonders viele Auszeichnungen erhielt, sowohl als Sänger (vier Musik-Victors) als auch als Schauspieler (ein César). Überhaupt nahm er in dieser Zeit unter den schauspielenden Sängern Frankreichs eine herausragende Position ein.[11] 2008 und 2014 übernahm er, jeweils unter der Regie von Stéphane Hillel, eine Bühnenrolle bei zwei Aufführungen am Théâtre de la Madeleine und am Théâtre de Paris.
Im Jahr 2012 erschien seine Autobiographie Il faut rentrer maintenant („Jetzt heißt es zurückzutreten“).[12] Zwar gab Eddy Mitchell 2011 sein offizielles Abschiedskonzert im Olympia, aber seither hat er schon zwei weitere LPs veröffentlicht, womit er auf insgesamt 36 Solo-Alben kommt, Kompilationen und Gastauftritte nicht mitgerechnet. 2011 sang er auf einer Hommage-LP (Bécaud, et maintenant), die anlässlich des zehnten Todestags von Gilbert Bécaud erschien, dessen 1955er Erfolg Je t’appartiens. Noch 2014 und 2017 hatte er sich zudem mit Johnny Hallyday und Jacques Dutronc zusammengetan. Die drei seit den 1960ern aktiven Sänger nannten sich bei ihren Fernseh- und Konzertauftritten, unter anderem im Palais Omnisports, selbstironisch Les Vieilles Canailles („Die alten Schurken“) und gaben unter diesem Namen auch ein Album mit ihren jeweils größten Erfolgen heraus. Mitchells große musikalische Spannweite zeigt sich beispielsweise auch an seiner Interpretation eines frühneuzeitlichen Liedes wie Plaisir d’amour.
Kommerzieller Erfolg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Platten, die es bis an die Spitze der französischen Verkaufs-Charts brachten, waren die Singles Toujours un coin qui me rappelle (1965; im Original (There’s) Always Something There to Remind Me von Sandie Shaw) und Couleur menthe a l’eau (1981) sowie 2010 die Langspielplatte Come Back. Für Fabien Lecœuvre, Musikjournalist und Autor zahlreicher Bücher über das französische Chanson, kennzeichnen drei Lieder die musikalischen Eckpunkte von Eddy Mitchells jahrzehntelanger Karriere: Daniela von 1961, noch mit den Chaussettes Noires, La dernière séance von 1977 und Lèche-bottes Blues von 1989. Der letztgenannte Titel, auf Deutsch etwa Speichellecker-Blues, setzte sich in drastischen Worten mit der Attitüde manches journalistischen „Hofberichterstatters“ auseinander und stand um den Jahreswechsel 1989/1990 nicht nur wochenlang in den französischen Top-50, sondern führte wiederholt auch zu Reaktionen in den so attackierten Medien.[13]
Eddy Mitchell hat mehrfach einen der Musik-Victors, das französische Pendant zu den Grammy Awards, gewonnen, und zwar dreimal in der Kategorie Konzert des Jahres (1992, 1995 und 2011) sowie zweimal für das Album des Jahres (1994 für Rio Grande, 1997 für Mr. Eddy).
Außerhalb der französischsprachigen Welt hat er, der als einer der drei „Pioniere des französischen Rock“ gilt[3] – die anderen beiden sind Johnny Halliday und Dick Rivers[14] –, hingegen nie nennenswerte Verkaufszahlen seiner Tonträger erreicht, auch nicht auf den großen Märkten in den USA, Großbritannien und Deutschland.
Diskografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Studioalben
| Jahr | Titel | Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen (Jahr, Titel, Platzierungen, Wochen, Auszeichnungen, Anmerkungen) |
Anmerkungen | [↑]: gemeinsam behandelt mit vorhergehendem Eintrag; [←]: in beiden Charts platziert | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1963 | Voici Eddy… c’était le soldat Mitchell | — | — | — |
Erstveröffentlichung: 1963
| |
| Eddy in London | — | — | — |
Erstveröffentlichung: 1963
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| 1964 | Panorama | — | — | — |
Erstveröffentlichung: 1964
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| 1965 | Du rock ’n’ roll au rhythm ’n’ blues | — | — | — |
Erstveröffentlichung: 1965
| |
| Perspective 66 | — | — | — |
Erstveröffentlichung: November 1965
| ||
| 1966 | Seul | — | — | — |
Erstveröffentlichung: 1966
| |
| 1967 | De Londres à Memphis | — | — | — |
Erstveröffentlichung: 1967
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| 1968 | Sept Colts pour Schmoll | — | — | — |
Erstveröffentlichung: September 1968
| |
| 1969 | Mitchellville | — | — | — |
Erstveröffentlichung: Dezember 1969
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| 1971 | Rock n’Roll | — | — | — |
Erstveröffentlichung: 1971
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| 1972 | Zig-zag | — | — | — |
Erstveröffentlichung: März 1972
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| Dieu bénisse le rock’n’roll | — | — | — |
Erstveröffentlichung: Dezember 1972
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| 1974 | Ketchup électrique | — | — | — |
Erstveröffentlichung: Mai 1974
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| Rocking In Nashville | — | FR193 a (1 Wo.)FR |
— |
Erstveröffentlichung: November 1974
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| 1975 | Made in USA | — | FR— |
— |
Erstveröffentlichung: Oktober 1975
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| 1976 | Sur la route de Memphis | — | FR— |
— |
Erstveröffentlichung: November 1976
| |
| 1977 | La Dernière Séance | — | FR— |
— |
Erstveröffentlichung: Oktober 1977
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| 1978 | Après minuit | — | — | — |
Erstveröffentlichung: 20. Oktober 1979
| |
| 1979 | C’est bien fait | — | FR— |
— |
Erstveröffentlichung: November 1979
| |
| 1980 | Happy Birthday | — | FR— |
— |
Erstveröffentlichung: 1980
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| 1982 | Le Cimetière des éléphants | — | FR— |
— |
Erstveröffentlichung: 1982
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| 1984 | Racines | — | FR— |
— |
Erstveröffentlichung: 1984
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| 1986 | Paris | — | — | — |
Erstveröffentlichung: 1986
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| 1987 | Mitchell | — | — | — |
Erstveröffentlichung: 1987
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| 1989 | Ici Londres | — | — | — |
Erstveröffentlichung: 1989
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| 1993 | Rio Grande | — | FR— |
— |
Erstveröffentlichung: 10. Juni 1993
| |
| 1996 | Mr. Eddy | — | FR2 (41 Wo.)FR |
BEW9 (14 Wo.)BEW |
Erstveröffentlichung: 19. August 1996
| |
| 1999 | Les nouvelles aventures d’Eddy Mitchell | — | FR2 (39 Wo.)FR |
BEW22 (6 Wo.)BEW |
Erstveröffentlichung: 1. Oktober 1999
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| 2000 | Les nouvelles aventures d’Eddy: Nouvelle Orléans | — | FR42 (1 Wo.)FR[BEW: ↑] |
Erstveröffentlichung: 2000
erweitere Version von Les nouvelles aventures d’Eddy Mitchell | ||
| 2003 | Frenchy | CH33 (8 Wo.)CH |
FR2 ×2 (46 Wo.)FR |
BEW5 (10 Wo.)BEW |
Erstveröffentlichung: 19. Mai 2003
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| 2006 | Jambalaya | CH43 (4 Wo.)CH |
FR2 (55 Wo.)FR |
BEW11 (24 Wo.)BEW |
Erstveröffentlichung: 23. Oktober 2006
| |
| 2009 | Grand écran | CH66 (2 Wo.)CH |
FR2 (58 Wo.)FR |
BEW14 (24 Wo.)BEW |
Erstveröffentlichung: 23. November 2009
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| 2010 | Come Back | CH49 (3 Wo.)CH |
FR1 (43 Wo.)FR |
BEW6 (21 Wo.)BEW |
Erstveröffentlichung: 18. Oktober 2010
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| 2013 | Héros | CH67 (2 Wo.)CH |
FR5 (28 Wo.)FR |
BEW10 (19 Wo.)BEW |
Erstveröffentlichung: 4. November 2013
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| 2015 | Big Band | CH15 (3 Wo.)CH |
FR6 (33 Wo.)FR |
BEW7 (26 Wo.)BEW |
Erstveröffentlichung: 23. Oktober 2015
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| 2017 | La même tribu – Volume 1 | CH46 (6 Wo.)CH |
FR4 ×3 (78 Wo.)FR |
BEW16 (20 Wo.)BEW |
Erstveröffentlichung: 10. November 2017
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| 2018 | La même tribu – Volume 2 | CH28 (4 Wo.)CH |
FR3 (6 Wo.)FR |
BEW8 (25 Wo.)BEW |
Erstveröffentlichung: 25. Mai 2018
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| 2021 | Country Rock | CH25 (5 Wo.)CH |
FR3 (26 Wo.)FR |
BEW15 (15 Wo.)BEW |
Erstveröffentlichung: 19. November 2021
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| 2024 | Amigos | CH23 (2 Wo.)CH |
FR3 (14 Wo.)FR |
BEW11 (10 Wo.)BEW |
Erstveröffentlichung: 29. November 2024
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grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar
Filmkarriere
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Schon in den frühen 1960er Jahren hatte Eddy Mitchell kleine Auftritte als er selbst in Kinofilmen. Aber erst ab 1980 widmete er sich dieser Tätigkeit intensiver, wurde unter anderem in Der Saustall (1981) auch einem über die französischsprachige Welt hinausreichenden Publikum bekannt. In Tod dem Schiedsrichter (1984) von Jean-Pierre Mocky spielte er ebenso eine Hauptrolle wie in Frankenstein 90 von Alain Jessua.
Weitere Filmrollen hatte er beispielsweise in dem Jazzfilm Um Mitternacht (1986) von Bertrand Tavernier, in der Spionagekomödie Der Joker und der Jackpot (1991), in Wim Wenders’ Filmdrama Bis ans Ende der Welt (1991), in den Filmkomödien American Cuisine (1998), Tanguy – Der Nesthocker (2001) von Étienne Chatiliez und Les clefs de bagnole (2003), im Thriller Tödliche Diamanten – ein perfekter Raub (2006) von Jacques Bral sowie in den Filmkomödien Mademoiselle Populaire (2012), Salaud, on t’aime (2014) von Claude Lelouch und Les Vieux Fourneaux (2018) an der Seite von Pierre Richard. Darüber hinaus wirkte er auch in einigen Fernsehfilmen und in der Miniserie Mein sprechender Goldfisch (2019–2020) mit.
Den Filmpreis César erhielt er 1996 in der Kategorie Bester Nebendarsteller als Gérard Thulliez in der Komödie Das Glück liegt in der Wiese. Darüber hinaus war er bereits 1982 als bester Nebendarsteller für Der Saustall nominiert gewesen.
Filmografie (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1962: Pariserinnen (Les Parisiennes)
- 1962: Eddie und die scharfen Kurven (Une grosse tête)
- 1962: Hübscher als die Polizei erlaubt (Comment réussir en amour)
- 1980: Je vais craquer!!!
- 1980: Girls – Die kleinen Aufreißerinnen (Les Femmes-enfants)
- 1981: Der Saustall (Coup de torchon)
- 1983: Attention une femme peut en cacher une autre!
- 1984: Ronde de nuit
- 1984: Tod dem Schiedsrichter (À mort l’arbitre!)
- 1984: Frankenstein 90
- 1986: I Love You
- 1986: Dreißig Grad minus (La Galette du roi)
- 1986: Um Mitternacht (Round Midnight)
- 1989: Ein Vater kommt selten allein (Un père et passe)
- 1990: Bettkarriere (Promotion canapé)
- 1991: Bis ans Ende der Welt
- 1991: Der Joker und der Jackpot (La Totale !)
- 1992: Ville à vendre
- 1994: La Cité de la peur
- 1995: Das Glück liegt in der Wiese (Le Bonheur est dans le pré)
- 1998: American Cuisine (Cuisine américaine)
- 2001: Tanguy – Der Nesthocker (Tanguy)
- 2003: Lovely Rita, sainte patronne des cas désespérés
- 2003: Les clefs de bagnole
- 2005: La Tête haute (TV-Film)
- 2006: Tödliche Diamanten – ein perfekter Raub (Un printemps à Paris)
- 2007: Chez Maupassant (TV-Serie, eine Folge)
- 2007: Big City
- 2009: Bambou
- 2011: Au bistro du coin
- 2012: L’Oncle Charles
- 2012: Mademoiselle Populaire (Populaire)
- 2013: Grand départ
- 2014: Salaud, on t’aime
- 2014: Un singe en hiver (TV-Film)
- 2018: Les Vieux Fourneaux
- 2019–2020: Mein sprechender Goldfisch (L’Agent immobilier) (TV-Miniserie)
- 2020: The Middleman (TV-Miniserie)
- 2022: Murder Party
- 2022: Les Vieux Fourneaux 2: Bons pour l’asile
- 2023: Un petit miracle
- 2023: Wow! (Wahou!)
- 2024: Un père idéal (TV-Film)
Sonstige Tätigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zwischen Januar 1982 und Dezember 1998 präsentierte Eddy Mitchell über 190 Folgen der Fernsehreihe La Dernière Séance auf France 3. Diese monatliche Sendereihe war nach einem seiner eigenen Songs benannt. In ihr wurden Filme jeglichen Genres aus der „Goldenen Ära der großen US-Studios“ gezeigt.
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1986 verlieh ihm der damalige Kulturminister Jack Lang die Auszeichnung als Ritter des Ordre des Arts et des Lettres (Orden der Künste und der Literatur). Von 1989 bis 1995 trat er als Teil der Künstlergruppe Les Enfoirés mehrfach bei Benefizkonzerten zugunsten der Organisation Les Restos du Cœur auf. Und 2007 wurde er in der Kategorie „Französisches Chanson (Komponist und Sänger)“ mit dem Grand Prix der SACEM für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Pierre Saka: 50 ans de chanson française. France Loisirs, Paris 1994, ISBN 2-7242-5790-1.
- Gilles Verlant: L’Odyssée de la Chanson française. Éd. Hors Collection, Paris 2006, ISBN 978-2-2580-7087-5.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Website des Künstlers (französisch)
- Eddy Mitchell bei AllMusic (englisch)
- Eddy Mitchell bei IMDb
Anmerkungen und Nachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Nach Fabien Lecœuvre: 1001 histoires secrètes de chansons. Éd. du Rocher, Monaco 2017, ISBN 978-2-2680-9672-8, S. 95, trug die Band den englischsprachigen Namen The Five Rocks.
- ↑ Fabien Lecœuvre: 1001 histoires secrètes de chansons. Éd. du Rocher, Monaco 2017, ISBN 978-2-2680-9672-8, S. 96.
- ↑ a b c Gilles Verlant: L’Odyssée de la Chanson française. 2006, S. 96.
- ↑ Pierre Saka, 50 ans de chanson française, 1994, S. 29
- ↑ Jérôme Pintoux: Les chanteurs français des années 60. Du côté de chez les yéyés et sur la Rive Gauche. Camion Blanc, Rosières-en-Haye 2015, ISBN 978-2-35779-778-9, S. 178.
- ↑ Pierre Saka: 50 ans de chanson française. 1994, S. 36.
- ↑ Auch Johnny Halliday, der Eddy Mitchell als seinen „authentischen Freund seit frühesten Tagen“ bezeichnete, nannte ihn Schmoll – Johnny Hallyday: Destroy. Autobiographie. Michel Lafon, Neuilly-sur-Seine 1999, ISBN 978-2-7499-3633-8, S. 27/31.
- ↑ Pierre Saka: 50 ans de chanson française. 1994, S. 69.
- ↑ a b Gilles Verlant: L’Odyssée de la Chanson française. 2006, S. 97.
- ↑ Jérôme Pintoux: Les chanteurs français des années 60. Du côté de chez les yéyés et sur la Rive Gauche. Camion Blanc, Rosières-en-Haye 2015, ISBN 978-2-35779-778-9, S. 206 f.
- ↑ Pierre Saka: 50 ans de chanson française. 1994, S. 96.
- ↑ Eddy Mitchell, Didier Varrod (Co-Autor): Il faut rentrer maintenant. Éds. de la Martinière, Paris 2012, ISBN 978-27578-2881-6.
- ↑ Fabien Lecœuvre: 1001 histoires secrètes de chansons. Éd. du Rocher, Monaco 2017, ISBN 978-2-2680-9672-8, S. 95 f., 260 und insbesondere 333.
- ↑ Die Parallelen in Mitchells und Rivers’ Karrieren sind auffällig. Beide begannen Anfang der 1960er als Frontmann einer in Frankreich populären Rock-’n’-Roll-Band, von der beide sich frühzeitig trennten, um eine erfolgreiche Solokarriere unter einem englischsprachigen Künstlernamen zu verfolgen, beide wandten sich später der Schauspielerei zu und bei Rivers wie bei Mitchell dauert die Karriere bis in ihr hohes Alter an.
- ↑ Certifications Albums – Année 2013. (PDF) In: snepmusique.com. Abgerufen am 29. November 2024 (französisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Eddy Mitchell |
| ALTERNATIVNAMEN | Moine, Claude (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Sänger, Liedtexter und Schauspieler |
| GEBURTSDATUM | 3. Juli 1942 |
| GEBURTSORT | Paris, Frankreich |