Ede (Niederlande)

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Gemeinde Ede
Flagge der Gemeinde Ede
Flagge
Wappen der Gemeinde Ede
Wappen
Provinz Gelderland Gelderland
Bürgermeister René Verhulst (CDA)
Sitz der Gemeinde Ede
Fläche
 – Land
 – Wasser
318,62 km2
318,22 km2
0,4 km2
CBS-Code 0228
Einwohner 114.045 (31. Aug. 2017[1])
Bevölkerungsdichte 358 Einwohner/km2
Koordinaten 52° 2′ N, 5° 39′ OKoordinaten: 52° 2′ N, 5° 39′ O
Bedeutender Verkehrsweg A12 E35 A30 N224 N304 N310 N781
Vorwahl 026, 0318, 0342
Postleitzahlen 6711–6718, 6721, 6731–6733, 6741, 6744–6745, 6877, 7351–7352
Website Homepage von Ede
LocatieEde.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Ede, Kirche: de Oude Kerk
Ede, Kirche: de Oude KerkVorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Bild1

Ede [ˈedɘ] (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine Stadt und Gemeinde der niederländischen Provinz Gelderland. Am 31. August 2017 hatte die Gemeinde 114.045 Einwohner, die Stadt selbst nur etwa 72.000. Die Gesamtfläche beträgt 318,62 km² und ist somit die viertgrößte Gemeinde der Niederlande nach Noordoostpolder, Midden-Drenthe und Apeldoorn. In der Gemeinde liegen, nebst Ede selbst, auch die Dörfer Bennekom, Deelen, Ederveen, Harskamp, De Klomp, Lunteren, Otterlo, Wekerom, sowie Teile von Hoenderloo.

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ede liegt im Südwesten des Waldgebietes Veluwe, an der Autobahn und Eisenbahnstrecke UtrechtArnheimOberhausen, einer weiteren Autobahn (A30) und an der Eisenbahnnebenstrecke nach Barneveld. Gute Straßen führen nach Apeldoorn, dem südlichen Nachbarn Wageningen, und westlich nach Veenendaal. Die bis 2002 wichtige Kunstfaserindustrie (AKU - Akzo) hat Ede verlassen. An ihrer Stelle sollen Kleinbetriebe und mehr Tourismus neue Arbeitsplätze schaffen. Für die Wirtschaft Edes sind am wichtigsten:

In Ede und Bennekom leben auch Pendler, die in Utrecht und Arnheim arbeiten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet Edes lieferte den Archäologen viele Funde, unter anderem aus Hügelgräbern der Jungsteinzeit und der Bronzezeit. Ob rund 30.000 Jahre v. Chr. schon die Neandertaler hier lebten, ist noch nicht geklärt. Später aber lebten im heutigen Ede lange Zeit germanische Stämme, unter anderem um 400 n. Chr. die Chamaven. Im Frühmittelalter entstanden Ede und Bennekom als kleine Bauerndörfer. Ede wird 1216, Lunteren 1300 in Schenkungsurkunden erwähnt. Nach der Reformation wurden die Dörfer bald protestantisch, in Lunteren aber konnten sich die Katholiken noch ein Jahrhundert behaupten. Eine uralte sandige Handelsstraße, auch „Hessenweg“ genannt, verband die Messestädte Köln und Frankfurt mit Utrecht und lief von Arnheim über Ede nach Amersfoort. Diese so genannte Itinerare waren bei den Reisenden und Kaufleuten sehr beliebt. Die hessischen Fuhrleute freuten sich wiederum weit über die deutsche Grenze hinaus eines guten Rufes. Wachstum trat erst ab 1840 ein, als die Eisenbahnlinie Utrecht – Arnheim eröffnet wurde und der alte „Reichsweg Arnheim – Utrecht“, sodann kurz vor dem Zweiten Weltkrieg die Autobahn Arnheim – Utrecht (auch Hazepad genannt), und dazu mehrere Landstraßen kamen. Im Jahr 1902 kam die Eisenbahn Ede – Barneveld hinzu. Das ermöglichte den Tourismus in die nahegelegene Veluwe und die Ansiedlung von Sanatorien usw. Die Kunstfaserfabrik des Akzo-Nobel-Konzerns (ehem. AKU) war hier von etwa 1920–2002 sesshaft. Ab etwa 1880 wurden Ede und Harskamp wichtige Garnisonsorte des niederländischen Heeres.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 8. September 2017 ist René Verhulst (CDA) amtierender Bürgermeister der Gemeinde.[2]

Kollegium von Bürgermeister und Beigeordneten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kollegium besteht für den Zeitraum von 2018 bis 2022 aus Mitgliedern der Koalitionsparteien CDA, ChristenUnie, GemeenteBelangen, GroenLinks und VVD. Folgende Personen gehören zum Kollegium und sind in folgenden Bereichen zuständig[3]:

Name Partei Ressort
Willemien Vreugdenhil CDA Wirtschaft, lebendiges Stadtzentrum, Programm für das ländliche Umland, agrarische und veterinäre Angelegenheiten/Tierwohl, Umweltgesetz (koordinierende Beigeordnete), Natur und Landschaft sowie Biodiversität, Grundprobleme, Wohl und Bezirk-Ansatz
Leon Meijer ChristenUnie Jugend und -hilfe, Bildung sowie früh- und vorschulische Erziehung, soziale Infrastruktur, öffentliches Gesundheitswesen, sicheres Zuhause, Suchthilfe, öffentliche und geistige Gesundheitspflege, Wissen-Achse Ede-Wageningen, Essen, WFC, Verwaltung der Region FoodValley, Finanzen, Luftfahrt
Peter de Pater GemeenteBelangen Sport, Erholung und Tourismus, Verkehr und Transport, Raumplanung, Eisenbahn-Zone, Facilitymanagement
Lex Hoefsloot GroenLinks Nachhaltigkeit, Umwelt und Klima, BOR, Wohnen, Immobilien, Sozialhilfegesetz und Gesetz für außergewöhnliche Behandlungskosten im Gesundheitswesen, Diskriminierung und Emanzipation sowie Integration, soziale Inklusion, Kommunikation, öffentliche Angelegenheiten, Bürgerpartizipation
Hester Veltman-Kamp VVD Partizipationsgesetz, Arbeit und Einkommen, Arbeitskraft, Arbeitsmarkt-Region FoodValley, Euregio, koordinierende Beigeordnete für Lebensqualität, Kultur, Personal und Organisation, Aufrechterhaltung des Verwaltungsrechtes, Digitalisierung und privater Lebensbereich

Das Amt des Gemeindesekretärs wird von Jeroen van Delden ausgeübt.

Sitzverteilung im Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahlen 2018[4]
 %
20
10
0
15,9
14,9
13,7
13,1
9,7
9,7
6,8
6,1
4,3
5,9
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-0,5
+0,2
-1,0
+1,0
-1,3
+4,4
-2,6
± 0,0
-3,2
+3,0

Der Gemeinderat wird seit 1982 folgendermaßen gebildet:

Partei Sitze[5]
1982 1986 1990 1994 1998 2002 2006 2010 2014 2018
SGP 5 6 6 6 6 6 6 6 7 7
ChristenUnie 5 6 6 6 6
CDA 12 11 11 8 8 10 8 7 6 6
GemeenteBelangen 1 2 2 4 3 2 4 4 5 5
VVD 9 7 5 6 7 5 5 6 4 4
GroenLinks 2 2 3 3 3 3 2 4
Progressief Ede 2 1
D66 1 1 3 3 1 1 1 2 4 3
Burgerbelangen 0 1 2 2
PvdA 5 7 5 4 5 4 6 4 3 1
Democratische Kiezers Ede 1
65Pluspartij 0 0
Gereformeerde Beginsel Partij 0 0
Evenwicht 0
Edese Jaap 0
Ede Transparant 0
Lijst de Haan 0
Liberaal Ede 2
Leefbaar Ede
REde’98 1 1
RPF 2 2 3 4 5
GPV
SP 0 0 0
Rechtse Volkspartij 0 0
Gesamt 37 37 37 37 37 39 39 39 39 39

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parkanlagen

  • Der wichtigste Naturpark ist „Hoge Veluwe“ mit dem Kröller-Müller-Museum bei Otterlo.
  • Weitere wichtige Naturgebiete der Veluwe auf dem Grundgebiet von Ede, die sich unter anderem für Wanderungen und Radtouren eignen, sind:
    • Ginkelse Heide (zum Teil Militärgelände: bei Schießübungen gesperrt)
    • Planken-Wambuis
    • Driesprong
    • Deelerwoud

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ede – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand August 2017Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. René Verhulst nieuwe burgemeester van Ede. In: Omroep Gelderland. 7. Juni 2017, abgerufen am 9. Juli 2018 (niederländisch).
  3. College van burgemeester en wethouders Gemeente Ede, abgerufen am 9. Juli 2018 (niederländisch)
  4. Ergebnis der Kommunalwahlen: 2014 2018, abgerufen am 9. Juli 2018 (niederländisch)
  5. Sitzverteilung im Gemeinderat: 1982–2002 2006 2010 2014 2018, abgerufen am 9. Juli 2018 (niederländisch)