Edelfische

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Die Einteilung der Lebewesen in Systematiken ist kontinuierlicher Gegenstand der Forschung. So existieren neben- und nacheinander verschiedene systematische Klassifikationen. Das hier behandelte Taxon ist durch neue Forschungen obsolet geworden oder ist aus anderen Gründen nicht Teil der in der deutschsprachigen Wikipedia dargestellten Systematik.

Die Edelfische (Physostomi, Müller, 1844) sind eine veraltete Ordnung der Knochenfische (Osteichthyes). Ihr Merkmal ist, dass sie einen von der Schwimmblase ausgehenden Luftgang (Ductus pneumaticus) haben. Der Ausdruck ist als Physostomen für dieses Merkmal bis heute in der Anatomie üblich.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Humanmedinziner und Anatom Johannes Müller definierte das Taxon 1844[1] für sein Werk Horae ichthyologicae: Beschreibung und Abbildung neuer Fische (1845–1849, mit F. H. Troschel), aus dem noch einige Taxone bis heute in Gebrauch sind. Der lateinische Name steht zu griechisch physa ‚Blase‘ und stoma ‚Mund‘.[2][3] Der deutsche Name begründet sich darin, dass „zu ihnen wirklich die edelsten aller Fische und der größte Teil unserer Flussfische gehören.“[3]

Ursprünglich waren die Edelfische eine Abteilung der Weichflosser (Anacanthini) innerhalb der Fische (Pisces).[4] Brehm stellte sie in den 1880ern als eigene (fünfte) Ordnung in die (zweite) Reihe Knochenfische (seinerzeit Teleostei, heute Osteichthyes) neben die Anacanthini.[3] Später wurde sie auch als Unterordnung der Ordnung Teleostei gesehen.[1] Die Gruppe verschwand im früheren 20. Jahrhundert aus den gebräuchlichen wissenschaftlichen Systematiken.[1]

Nach Brehms Tierleben, Stand 1884,[3] gliederte sich die Ordnung in dreizehn Familien mit 45 Sippen:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Ernst Ehrenbaum: Naturgeschichte und wirtschaftliche Bedeutung der Seefische Nordeuropas. 1936, Unterordnung Teleostei Physostomi. S. 6 (ff). (Nachdruck Salzwasser-Verlag, 2013, ISBN 978-3-8460-3595-5; Books on Demand, 2017, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Physostomen. In Spektrum Akademischer Verlag: Lexikon der Biologie (1999, online auf spektrum.de).
  3. a b c d Alfred Brehm: Brehms Thierleben. Allgemeine Kunde des Thierreichs. Achter Band, Dritte Abtheilung: Kriechthiere, Lurche und Fische. Zweiter Band: Fische. Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig 1884, Abschnitt Fünfte Ordnung: Die Edelfische (Physostomi) S. 197–198 (Originaltext online zeno.org) – äussere Systematik im Inhaltsverzeichnis, ebd..
  4. Alfred Brehm: Illustrirtes Thierleben. Band 3: Niedere Thiere. Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig 1870, Abschnitt Die Edelfische. S. 306 ff (Digitalisat, Google, vollständige AnsichtDie Weichflosser dort S. 287 ff).