Edelgard Hansen

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Edelgard Hansen (* 1955 in Flensburg[1][2]) ist eine deutsche Schauspielerin und Regisseurin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Edelgard Hansen, die in ihrer Geburtsstadt Flensburg aufwuchs, machte zunächst eine Ausbildung zur Erzieherin. Über das Amateurtheater, das der Schauspieldirektor des Theaters Flensburg leitete und bei dem sie bereits während ihrer Berufsausbildung mitwirkte, kam Hansen zur Schauspielberuf.

Nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in England ging sie nach Berlin, wo sie am Berliner Mäusetheater, an dem sie das Puppenspiel, Puppenführung und Bildnerisches Gestalten erlernte, ihre ersten professionellen Theatererfahrungen machte. Anschließend absolvierte sie von 1980 bis 1984 ihr Schauspielstudium mit Diplomabschluss an der Universität der Künste (UdK) in Berlin.[1][3] Ihr erstes Engagement erhielt sie an der Freien Volksbühne Berlin.

Von 1986 bis 1989 war sie unter der Intendanz von Frank-Patrick Steckel festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum. Ab 1989 war sie als Puppen- und Figurenspielerin beim Fliegenden Theater Berlin, wo sie auch mehrfach Regie führte.[4][5][6][7] Für die Produktionen des Fliegenden Theaters gewann Hansen mehrfach gemeinsam mit Rudolf Schmid, dem Leiter des Fliegendes Theaters, den Jugendtheaterpreis „IKARUS“.[8]

1989 und 1990 spielte sie in der Zeche Herne und im Kroll-Theater Berlin den Monolog Langusten von Fred Denger.[9][10] Von 1996 bis 1999 war sie mit einem festen Gastvertrag am Stadttheater Konstanz engagiert. Zwischen 1999 und 2011 folgten zahlreiche Gastverpflichtungen, u. a. am Staatstheater Schwerin, Staatstheater Stuttgart, am Altonaer Theater, am Theater der Jugend Wien sowie regelmäßig an verschiedenen Berliner Bühnen (Sophiensaele, Theater am Kurfürstendamm, Vaganten Bühne, Theater unterm Dach).

Am Schauspielhaus Bochum, wo sie zwei eigene Stücke für ein junges Publikum realisierte erarbeitete sie ihre ersten eigenen Inszenierungen. Seither war sie regelmäßig immer wieder als Theaterregisseurin tätig.

Neben ihrer Theaterarbeit stand Hansen seit Ende der 2000er Jahre auch verstärkt für Film- und TV-Produktionen vor der Kamera. Sie hatte Nebenrollen in Fernsehfilmen und TV-Serien, u. a. in SOKO Leipzig (2012), Familie Dr. Kleist (2013, als Patientin Meier) und SOKO Wismar (2014, als Hausmeisterin Waltmann). In dem Kurzfilm Cord (Regie: Tim Garde) mit Hans-Heinrich Hardt als Zugführer Cord in der Hauptrolle, der Anfang 2020 u. a. beim Filmfestival Max Ophüls Preis und beim Landshuter Kurzfilmfestival lief, spielte Hansen die Rolle der Therapeutin Inge.[11][12]

Hansen arbeitete auch als Hörspielsprecherin. Sie ist Mitglied im Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) und lebt in Berlin.[1][3]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Edelgard Hansen. Vita und Profil bei CASTFORWARD. Abgerufen am 11. April 2020.
  2. Edelgard Hansen. Vita und Profil bei CASTFORWARD. Abgerufen am 11. April 2020.
  3. a b Edelgard Hansen bei schauspielervideos.de. Abgerufen am 11. April 2020.
  4. Fliegendes Theater (Berlin) im Gallus Theater. Produktionen und Inszenierungen. Abgerufen am 11. April 2020.
  5. Fliegendes Theater (Berlin): »Die sieben Raben«. Produktionsdetails. Abgerufen am 11. April 2020.
  6. EIN KROKODIL UNTERM BETT. Produktionsdetails. Abgerufen am 11. April 2020.
  7. Das Höhlenkind - Fliegendes Theater. Videoausschnitt bei YouTube. Abgerufen am 11. April 2020.
  8. Der IKARUS 2016 geht an "Das Höhlenkind" vom Fliegenden Theater. Abgerufen am 11. April 2020.
  9. Langusten. Produktionsdetails auf der Offizielle Internetpräsenz der Regisseurin Ellen Esser. Abgerufen am 11. April 2020.
  10. LEIDEN MACHT GLÜCKLICH. Aufführungskritik. taz.de vom 6. Februar 1990. Abgerufen am 11. April 2020.
  11. CORD. Programm. Offizielle Internetpräsenz Filmfestival Max Ophüls Preis. Abgerufen am 11. April 2020.
  12. CORD. Programm. Offizielle Internetpräsenz Landshuter Kurzfilmfestival. Abgerufen am 11. April 2020.