Edelschrott

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Edelschrott
Wappen Österreichkarte
Wappen von Edelschrott
Edelschrott (Österreich)
Edelschrott
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Voitsberg
Kfz-Kennzeichen: VO
Fläche: 87,69 km²
Koordinaten: 47° 1′ N, 15° 3′ OKoordinaten: 47° 1′ 25″ N, 15° 3′ 11″ O
Höhe: 793 m ü. A.
Einwohner: 1.754 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 8583
Vorwahl: 03145
Gemeindekennziffer: 6 16 27
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Packer Straße 17
8583 Edelschrott
Website: www.edelschrott.at
Politik
Bürgermeister: Georg Preßler (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
12
2
1
12 
Insgesamt 15 Sitze
Lage der Marktgemeinde Edelschrott im Bezirk Voitsberg
BärnbachEdelschrottGeistthal-SödingbergHirschegg-PackKainach bei VoitsbergKöflachKrottendorf-GaisfeldLigistMaria LankowitzMooskirchenRosental an der KainachSankt Martin am WöllmißbergSöding-Sankt JohannStallhofenVoitsbergSteiermarkLage der Gemeinde Edelschrott im Bezirk Voitsberg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Edelschrott ist eine Marktgemeinde mit 1754 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Voitsberg, Steiermark. Am 1. Jänner 2015 wurde im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform die Gemeinde Modriach eingemeindet.[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ortszentrum befindet sich auf mittlerer Strecke zwischen Köflach und dem Packsattel auf 793 m Seehöhe. Das Weststeirische Bergland mit dem Packer Stausee sowie die Teigitsch, die auf ihrem Weg in die Kainach zu zwei Seen (Hirzmann-Stausee, Langmann-Stausee) aufgestaut wird, prägen des Landschaftsbild in und rund um Edelschrott.

Hauptverkehrsader der Region ist die Packer Straße B 70, die von Graz über die Pack bis Klagenfurt führt.

Durch die, trotz naher Trasse der Südautobahn A 2, ruhige Lage an der steirisch-kärntnerischen Grenze genießt Edelschrott mit seinen Badeseen, Skigebiet etc. den Ruf eines Erholungs- und Fremdenverkehrsortes.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2016[2]):

  • Edelschrott (1.095)
  • Kreuzberg (454)
  • Modriach (218)

Die Gemeinde umfasst 87,69 km² und besteht aus den drei Katastralgemeinden Edelschrott (4.414,18 ha), Kreuzberg (2.156,26 ha) und Modriach (2.196,94 ha).

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Edelschrott grenzen acht Nachbargemeinden, drei davon liegen im Bezirk Deutschlandsberg (DL). Die Grenze zu Ligist ist nur ca. 70 m lang, das Gebiet von Edelschrott trennt dort St. Martin am Wöllmißberg vom Gebiet der Gemeinde St. Stefan ob Stainz.

Maria Lankowitz Köflach
Hirschegg-Pack Nachbargemeinden Sankt Martin am Wöllmißberg
Deutschlandsberg (DL)
Stainz (DL)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name „Edelschrott“ wird von einer Rodung (mhd. schrôt „abgeschnittenes Stück, Klotz“; mhd. schrôten „(ab)hauen, (ab)schneiden“) und dem slowenischen Wort jelen „Hirsch“ abgeleitet. Der Name ist 1245 als „Gelenschroet“ belegt.[3]

1995 wurde Edelschrott von Landeshauptmann Josef Krainer jun. zur Marktgemeinde erhoben.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat mit 15 Mitgliedern hat mit den Gemeinderatswahlen in der Steiermark 2015 folgende Verteilung: 12 ÖVP, 2 SPÖ, 1 FPÖ.

Bürgermeister
  • 1932–1938 Franz Stiboller
  • 1938–1945 Josef Flecker
  • 1945–1946 Karl Edler
  • 1946 Anton Schmidt
  • 1946–1951 Franz Stiboller
  • 1952 Johann Arzberger, als Regierungskommissär wegen der Eingemeindung von Kreuzberg
  • 1952–1964 Franz Stiboller († 13. August 1970)[4]
  • 1964 Roland Petrischek, als Regierungskommissär
  • 1964–1980 Peter Reinthaler
  • 1980–1990 August Gößler
  • 1990–1991 Hans Guggi
  • 1992–2009 Franz Kienzl (ÖVP)[5]
  • seit 2010 Georg Preßler (ÖVP)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Edelschrott COA.png

Das Gemeindewappen wurde mit Wirkung vom 1. Juli 1967 verliehen. Wegen der Gemeindezusammenlegung verlor das Wappen mit 1. Jänner 2015 seine offizielle Gültigkeit. Die Wiederverleihung erfolgte mit Wirkung vom 20. November 2015.[6]
Die neue Blasonierung lautet:

„In einem von Blau und Gold geteilten Schild oben ein goldenes Hirschhaupt, unten ein roter Gitterrost.“

Das Hirschhaupt bezeichnet als redendes Wappen den Namen der Gemeinde, der in seiner ältesten überlieferten Form „Gelenschroet“ (von slawisch jelen = Hirsch) lautet. Das untere Feld zeigt das Attribut des heiligen Laurentius, dem die Pfarrkirche geweiht ist: den glühenden Marterrost.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Edelschrott

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In der Gemeinde befindet sich ein lokales Schulzentrum mit Musikvolksschule, welches seit 25 Jahren im Schulversuch geführt wird. [7]
  • Die angegliederte Hauptschule und Musikhauptschule beteiligten sich am 2008 gestarteten Pilotprojekt „Neue Mittelschule“ mit dem Schwerpunkt „Musik“.
  • Im Jahr 2007 wurde neben dem Schulzentrum ein Gemeindekindergarten gebaut.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fünf Orte Hirschegg und Pack bildet gemeinsam mit den Orten Edelschrott, Modriach und Sankt Martin am Wöllmißberg den Tourismusverband Steirische Rucksackdörfer.[8][9]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Ort Edelschrott ist eine Polizeiinspektion des Bezirkspolizeikommandos Voitsberg etabliert. Sie ist für die Gemeinden Edelschrott, Hirschegg-Pack und Sankt Martin am Wöllmißberg örtlich zuständig.
  • Nach vielen Postamtsschließungen im Jahr 2005 wurde das Postamt Edelschrott zum zentralen Verteiler einiger umliegenden Gemeinden. Im Ort gibt es auch einige Gewerbe- und Industriebetriebe, einen praktischen Arzt mit Hausapotheke und eine Zahnärztin.
  • Alle sechs Monate findet in Edelschrott der „Zentralviehmarkt“ statt, auf dem vor allem Rinder gehandelt werden.

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1980: Franz Wegart (1918–2009), Landeshauptmann-Stellvertreter

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historische Landkarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Edelschrott – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 24. Oktober 2013 über die Vereinigung der Marktgemeinde Edelschrott und der Gemeinde Modriach, beide politischer Bezirk Voitsberg. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 15. November 2013. Nr. 125, 32. Stück. ZDB-ID 705127-x. S. 633.
  2. Einwohner nach Ortschaften
  3. Fritz Lochner von Hüttenbach: Die Rodungsnamen der Steiermark. In: Michaela Ofitsch, Christian Zinko: 125 Jahre Indogermanistik in Graz. Festband anläßlich des 125jährigen Bestehens der Forschungseinrichtung „Indogermanistik“ an der Karl-Franzens-Universität Graz. Verlag Leykam, Graz 2000. ISBN 3-7011-0026-8. S. 251.
  4. Steirischer Landtag, VII. Periode, 6. Sitzung, 2. Oktober 1970
  5. Die Bürgermeister von Edelschrott
  6. 94. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 22. Oktober 2015 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Marktgemeinde Edelschrott (politischer Bezirk Voitsberg), abgerufen am 28. Oktober 2015
  7. Schule in Edelschrott auf der Seite Musikvolkschule.at Schule in Edelschrott auf der Seite Musikvolkschule.at (Memento vom 7. Juli 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft (bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis)
  8. Rucksackdörfer
  9. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. ZDB-ID 1291268-2 S. 630.