Edelsfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Edelsfeld
Edelsfeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Edelsfeld hervorgehoben
Koordinaten: 49° 35′ N, 11° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Amberg-Sulzbach
Höhe: 528 m ü. NHN
Fläche: 34,72 km2
Einwohner: 1888 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92265
Vorwahl: 09665
Kfz-Kennzeichen: AS, BUL, ESB, NAB, SUL
Gemeindeschlüssel: 09 3 71 119
Gemeindegliederung: 26 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hirschbachstraße 8
92265 Edelsfeld
Webpräsenz: www.edelsfeld.de
Bürgermeister: Hans-Jürgen Strehl (Freie Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Edelsfeld im Landkreis Amberg-Sulzbach
Auerbach in der Oberpfalz Königstein (Oberpfalz) Hirschbach (Oberpfalz) Etzelwang Weigendorf Birgland Kastl (Lauterachtal) Edelsfeld Edelsfeld Vilseck Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg Sulzbach-Rosenberg Eichen (gemeindefreies Gebiet) Freihung Hirschau Gebenbach Schnaittenbach Hahnbach Illschwang Freudenberg (Oberpfalz) Ursensollen Ebermannsdorf Ensdorf (Oberpfalz) Kümmersbruck Rieden (Oberpfalz) Hohenburg Schmidmühlen Poppenricht Ammerthal Amberg Landkreis Neustadt an der Waldnaab Weiden in der Oberpfalz Landkreis Schwandorf Landkreis Bayreuth Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neumarkt in der OberpfalzKarte
Über dieses Bild

Edelsfeld ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach etwa 10 km nördlich von Sulzbach-Rosenberg an der Bundesstraße 85.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Edelsfeld hat 26 Ortsteile[2]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Edelsfeld, Holnstein, Kürmreuth, Namsreuth, Sigras, Steinling und Weißenberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Edelsfeld gehörte zum ehemaligen Herzogtum Neuburg-Sulzbach und dessen Gericht Parkstein; seit 1777 war das Gebiet Teil des Kurfürstentums Bayern. Jahrhundertelang waren die Hofmarken Steinling, Boden und Edelsfeld im Besitz der Freiherrn von Steinling zu Boden und Stainling; mit dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 wurde ihr Besitz als kirchliche Lehen eingezogen. Ihr Wappen zeigt einen schreitenden schwarzen Hahn auf drei grünen Hügeln im goldenen Feld. Neben der in vielen Orten der Oberpfalz ansässigen Linie gab es eine zu Nürnberg, die dort auch den Bürgermeister (Lutz Steinlinger) gestellt hat. Die Familie ist 1984 mit dem letzten Namensträger Friedrich VI. ausgestorben. Seit dem Verlust von Steinling waren die Freiherrn von Steinling bayerische und hessische Generäle und Kriegsminister.

Die Herren Stromer von Reichenbach als Inhaber der Hofmark Holnstein besaßen hier einschichtige Güter (offene Hofmark). Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Steinling eingegliedert. Am 1. Juli 1972 folgten die Gemeinde Weißenberg und Teile der Gemeinden Kürmreuth, Namsreuth und Sigras.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1467 Einwohner
  • 1987: 1497 Einwohner
  • 1991: 1661 Einwohner
  • 1995: 1769 Einwohner
  • 2000: 1954 Einwohner
  • 2005: 2021 Einwohner
  • 2010: 1891 Einwohner
  • 2015: 1888 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl im März 2014 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder. Die Sitzverteilung blieb gegenüber der Wahl 2008 unverändert.

  CSU     3 Sitze  
  SPD 2 Sitze
  Freie Wählergemeinschaft Edelsfeld und Umgebung 4 Sitze
  Edelsfelder Wählergemeinschaft Unsere Gemeinde 3 Sitze

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wird in der aktuellen Form seit 1978 geführt.

Amtliche Wappenbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Schwarz eine wachsende silberne Kirche mit Turm und Apsis; vorne eine goldene Gerstenähre und hinten ein goldener Palmzweig.

Bedeutung der Symbole[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kirchenmotiv im Wappen bezieht sich auf die romanische Kirche St. Joseph (12. Jahrhundert) im Gemeindeteil Niederärndt, die später als Simultankirche diente. Im Normaljahr 1555 waren die Landesherren zwei Brüder, wovon einer evangelisch und einer römisch-katholisch war; nach dem Grundsatz cuius regio, eius religio wurde die Kirche simultan. Sie soll die Zusammengehörigkeit der gesamten Bevölkerung symbolisieren. Die Gerstenähre deutet auf den Anbau von Braugerste in der Gemeinde hin, der Palmzweig bezieht sich auf das Stephanspatrozinium der Kirche.

Edelsfeld ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach (AOVE GmbH), eines Zusammenschlusses von jetzt neun Gemeinden zur Zusammenarbeit und gemeinsamen Entwicklung der Region.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freilandmuseum Goglhof im Ortsteil Eberhardsbühl

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111105/180310&attr=OBJ&val=883
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 578.
  4. http://www.edelsfeld.de/page_10_2.php

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Edelsfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien