Ederheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ederheim
Ederheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ederheim hervorgehoben

Koordinaten: 48° 49′ N, 10° 28′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs­gemeinschaft: Ries
Höhe: 469 m ü. NHN
Fläche: 16,57 km2
Einwohner: 1138 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86739
Vorwahl: 09081
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 136
Gemeindegliederung: 10 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Beuthener Str. 6
86720 Nördlingen
Website: www.ederheim.de
Bürgermeisterin: Petra Eisele (Frauen-Jugend-SPD[2])
Lage der Gemeinde Ederheim im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-LinkersbaindtDornstadt-LinkersbaindtEsterholz (gemeindefreies Gebiet)Rain (Lech)Münster (Lech)Holzheim (Landkreis Donau-Ries)Oberndorf am LechMertingenDonauwörthAsbach-BäumenheimGenderkingenNiederschönenfeldMarxheimTagmersheimRöglingMonheim (Schwaben)KaisheimBuchdorfDaitingFremdingenAuhausenOettingen in BayernHainsfarthEhingen am RiesTapfheimMarktoffingenMaihingenMegesheimMunningenWolferstadtWallersteinNördlingenReimlingenEderheimForheimAmerdingenWemdingWechingenHarburg (Schwaben)HohenaltheimDeiningenAlerheimOttingFünfstettenHuisheimMönchsdeggingenMöttingenBaden-WürttembergLandkreis AnsbachLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis EichstättLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild
Ederheim

Ederheim ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries sowie Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ries mit Sitz in Nördlingen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ederheim liegt am südlichen Rand des Nördlinger Rieses und ist Teil der Planungsregion Augsburg.

Die Gemeinde hat zehn amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

Es existieren die Gemarkungen Christgarten, Ederheim und Hürnheim.

Hürnheim, Luftaufnahme (2016)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ederheim wurde erstmals im 8. Jahrhundert im Zusammenhang mit Schenkungen fränkischer Könige an das Kloster Fulda erwähnt. Die Herren von Hürnheim hatten schon vor 1273 das Patronatsrecht in Ederheim inne. Die spätere Herrschaft der Grafen von Oettingen war seit 1751 ein Amt der Landkommende Ellingen (Ballei Franken) des Deutschen Ordens. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Obwohl der Deutschorden de jure erst 1809 aufgehoben wurde, hatte Bayern bereits im Zuge der Mediatisierung (1805/1806) die Besitzungen des Ordens sequestriert.

Während der Ära der Grafschaft Oettingen lag Ederheim ab 1500 im Schwäbischen Reichskreis, mit dem Übergang an den Deutschen Orden erfolgte der Wechsel in den Fränkischen Reichskreis.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Christgarten und Hürnheim eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1020 auf 1143 um 123 Einwohner bzw. um 12,1 %.

  • 1961: 0891 Einwohner[4]
  • 1970: 0943 Einwohner[4]
  • 1987: 1005 Einwohner
  • 1991: 1088 Einwohner
  • 1995: 1096 Einwohner
  • 2000: 1125 Einwohner
  • 2005: 1149 Einwohner
  • 2010: 1128 Einwohner
  • 2015: 1122 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 2008: Karl-Heinz Stegmeier (Freie Wählergemeinschaft)
  • 2008–2020: Caroline Zehnpfennig-Doleczik (Freie Wählergemeinschaft Ederheim)
  • ab 2020: Petra Eisele (Frauen-Jugend-SPD)

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus zwölf Mitgliedern. Er war 2002 wie folgt zusammengesetzt:

Auch nach der Wahl 2020 hat der Gemeinderat 12 Mitglieder.[5] In der Amtszeit 2020 bis 2026 verteilen sich die 12 Sitze auf WGE (5), F-J-SPD (4) und WGH (3).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Ederheim
Blasonierung: „In Silber ein durchgehendes schwarzes Tatzenkreuz, aufgelegt ein rotes Hirschgeweih“[6]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010 gab es nach der amtlichen Statistik 148 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort, davon 108 im produzierenden Gewerbe. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 409. Es bestanden 17 landwirtschaftliche Betriebe. Die Flächenerhebung weist 599 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche und 898 ha Wald aus.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2011):

  • Kindergarten: 60 Kindergartenplätze mit 42 Kindern
  • Grundschule Ederheim

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elias Ehinger (1573–1653), geboren in Christgarten, evangelischer Theologe, Pädagoge, Bibliothekar und Philologe

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ederheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinderat. Gemeinde Ederheim, abgerufen am 11. Juni 2020.
  3. Gemeinde Ederheim in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 2. September 2019.
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 793.
  5. http://www.ederheim.de/html/gemeinderat.html
  6. Eintrag zum Wappen von Ederheim in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte