Edmund McMillen

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Edmund McMillen

Edmund McMillen (* 2. März 1980 in Santa Cruz, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Entwickler von Videospielen, der besonders durch die Spiele Super Meat Boy und The Binding of Isaac bekannt wurde.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Edmund McMillen lebt seit seiner Geburt in Santa Cruz. In seiner Kindheit verbrachte er die meiste Zeit mit seiner Großmutter, die ihn in seinen kreativen Unternehmungen unterstützte, und mit dem Zeichnen, besonders von Monstern. Einige seiner Zeichnungen veröffentlichte McMillen später in seiner Spiele-Kompilation The Basement Collection.[1] Während McMillen sich selbst als „hoffnungsvollen Atheisten“ bezeichnet, sind seine Eltern gläubige Christen. Er hat viele seiner Kindheitserfahrungen mit der Religion in seinen Spielen verarbeitet.[2][3] Seit 2005 ist er verheiratet.

Zu Anfang seiner Karriere veröffentlichte McMillen viele Spiele im Adobe-Flash-Format auf Newgrounds. Viele seiner Spiele enthalten schwarzen Humor und Themen, die sich eher an ältere Spieler richten und die in vielen klassischen Computerspielen eher gemieden werden, beispielsweise Religion und Sexualität. Diese Themen werden häufig cartoon-artig überspitzt dargestellt, so steuert der Spieler beispielsweise in Cunt (engl. Fotze) einen Penis, der gegen eine Vulva-ähnliche Kreatur kämpft, während der Spieler in The Binding of Isaac ein nacktes Kind steuert, das vor seiner Mutter flieht, weil diese ihn für Gott töten will.

2004 wurde Gish veröffentlicht, welches McMillen zusammen mit Alex Austin und Josiah Pisciotta entwickelt hatte. In dem größtenteils positiv bewerteten Spiel steuert der Spieler den Teerklumpen Gish dessen menschliche Freundin entführt wird.

Gemeinsam mit dem Programmierer Tommy Refenes gründete McMillen die Produktionsfirma Team Meat. Ihr erstes Spiel Super Meat Boy erschien im Oktober 2010 für die Xbox 360 und im darauffolgenden Monat für den PC. Das Jump ’n’ Run wurde finanziell und in der Fachpresse zu einem großen Erfolg.

Der kanadische Dokumentarfilm Indie Game: The Movie begleitet unter anderem auch McMillen und Refenes während der Entwicklung von Super Meat Boy bis zum Release.

Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiel Plattform Erstveröffentlichung
Carious Weltling Adobe Flash 2003
Gish Windows, macOS, Linux 2004
Blast Miner Windows 2006
Triachnid Adobe Flash 2006
Cereus Peashy Adobe Flash 2007
Host Adobe Flash 2007
Guppy Adobe Flash 2007
Coil Adobe Flash 2008
Meat Boy Adobe Flash 2008
Cunt Adobe Flash 2008
Aether Adobe Flash 2008
Grey-Matter Adobe Flash 2008
Spewer Adobe Flash 2009
Time Fcuk Adobe Flash 2009
Super Meat Boy Windows, macOS, Linux, Xbox 360, PlayStation 4, Android, Wii U 2010
The Binding of Isaac Windows, macOS, Linux, Adobe Flash 2011
The Basement Collection Windows, macOS, Linux, Adobe Flash 2012
Facist Adobe Flash 2014
The Binding of Isaac: Rebirth Windows, macOS, Linux, iOS, Xbox One, 3DS, Wii U, Nintendo Switch, PlayStation 4, PlayStation Vita 2014
Fingered Windows 2015
The End is Nigh! Windows, Nintendo Switch 2017
The Binding of Isaac: Four Souls Tabletop-Kartenspiel 2018
The Legend of Bum-Bo Windows, macOS, Nintendo Switch, Android 2019
Tapeworm Tabletop-Kartenspiel 2020
Mewgenics offen offen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. IndieGame: The Movie "Growing Up Edmund". IndieGameTheMovie via YouTube. 18. Mai 2010. Abgerufen am 18. Dezember 2010.
  2. http://business.financialpost.com/2014/04/02/remake-of-indie-hit-the-binding-of-isaac-coming-to-playstation-4-vita-steam/?__lsa=db60-3f00
  3. McMillen, Edmund: EdmundM.com. 25. November 2012. Archiviert vom Original am 2. Dezember 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/edmundm.com Abgerufen am 25. November 2012: „i have no idea anymore, i dont believe in organized religion.. and i dont think there is a god that controls everything but id like to believe there is something after death.. i dunno what that makes me. a hopeful atheist?“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Edmund McMillen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien