Edremit (Balıkesir)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/Landkreis

Edremit (Balıkesir)
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Edremit (Balıkesir) (Türkei)
Red pog.svg
Basisdaten
Provinz (il): Balıkesir
Koordinaten: 39° 35′ N, 27° 1′ OKoordinaten: 39° 35′ 22″ N, 27° 1′ 11″ O
Einwohner: 140.161[1] (2014)
Telefonvorwahl: (+90) 266
Postleitzahl: 10300
Kfz-Kennzeichen: 10
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Bürgermeister: Kamil Saka (CHP)
Webpräsenz:
Landkreis Edremit (Balıkesir)
Einwohner: 140.161[1] (2014)
Fläche: 731 km²
Bevölkerungsdichte: 192 Einwohner je km²
Kaymakam: Ali Sırmalı
Webpräsenz (Kaymakam):
Der zentrale Platz der Republik in Edremit (Juli 2010).

Edremit (früher griechisch Άδραμύττιον) ist der Name einer Kreisstadt und des gleichnamigen Landkreises in der türkischen Provinz Balıkesir. Die Stadt liegt im Westen der Provinz, etwa 75 km westlich der Provinzhauptstadt Balıkesir, am Golf von Edremit (Edremit Körfezi) auf den flachen Ausläufern des Paşadağ. Seit einer Gebietsreform 2012 ist die Kreisstadt flächen- und einwohnermäßig identisch mit dem Landkreis. 2014 hatten die Stadt und der Landkreis 140.161 Einwohner.

Die Umgebung des etwa 10 km vom Meer entfernten Ortes bildet eine fruchtbare Schwemmlandebene, in der hauptsächlich Oliven, Mais Getreide und Feigen geerntet werden. Im Zentrum des Landkreises, nördlich der Stadt, liegt der 21.300 ha umfassende Kazdağı-Nationalpark, der das Zentrum des Kaz Dağı, des historischen Ida-Gebirges umschließt.

Edremit besitzt einen Flughafen (Flughafen Balıkesir Körfez).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Zerstörung der Vorgängersiedlung Adramyttion durch den Seldschuken Çaka Bey 1093 wurde die Stadt von Philokales, einem General des byzantinischen Kaisers Alexios, wieder aufgebaut. Manuel I. verstärkte die Befestigung gegen die türkische Gefahr. Im 14. Jahrhundert fiel die Stadt an das Beylik der Karesi, in der Regierungszeit von Sultan Orhan schließlich eroberten Mitte des 14. Jahrhunderts die Osmanen Edremit.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt verfügt über ein Städtisches Museum, das neben spärlichen archäologischen Funden eine reiche Waffensammlung zeigt. Die Kurşunlu Cami (Kurşunlu Moschee) wurde 1231 von dem Seldschuken Yusuf Sinan erbaut.[3]

Am Golf von Edremit liegen

  • die Ruinen der antiken äolischen Stadt Antandros, etwa 20 km westlich bei Altınoluk
  • bei Küçükkuyu, etwa 35 km westlich, auf einem Berg die Reste einer römischen Militärstation, Zeusaltar genannt

Von der Vorgängersiedlung Adramyttion, etwa 13 km südwestlich beim heutigen Ören, sind keine nennenswerten Relikte erhalten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik (Memento vom 9. Januar 2016 auf WebCite), abgerufen 9. Januar 2016
  2. J. H. Mordtmann, V. L. Ménage: Edremit In: The Encyclopaedia of Islam. New Edition. Bd. 2, Brill, Leiden, S. 686f.
  3. Marianne Mehling (Hrsg.): Knaurs Kulturführer in Farbe Türkei. Droemer-Knaur, 1987, S. 172, ISBN 3-426-26293-2