Eduard Cohen (Maler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eduard Cohen (geboren 22. Juni 1838 in Hannover; gestorben 12. Dezember[1] 1910 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Kunst- und Landschaftsmaler.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eduard Cohen wurde zu Beginn der Industrialisierung im Jahr 1838 in der Residenzstadt des Königreichs Hannover in eine in Hannover angesehene Familie hineingeboren. Er war Sohn des Arztes und Medizinalrates[2] Hermann-Herz Cohen (geboren 28. April 1805 in Hannover, gestorben 10. Januar 1891 ebenda) und der Sophie Sara, geborene Gleisdoerfer (geboren 20. November 1810 in Regensburg, gestorben 8. Februar 1862 in Hannover), jüngerer Bruder von Siegmund Cohen (geboren circa 1837, gestorben circa 1878) und älterer Bruder von Ella (1843–1912), die am 3. Juli 1865 den Architekten Edwin Oppler (1831–1880) heiratete.[1] Außerdem war er ein Neffe des Braunschweiger Hofbankiers, jüdischen Theologen und Vorkämpfer für die Emanzipation der Juden Israel Jacobson (1768–1828).[3]

Werdegang und eigene Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1859 im Rundbogenstil errichtete Haus Cohen (ganz rechts im Bild) an der Georgstraße 35 Ecke Kanalstraße;
kolorierte Ansichtskarte Nummer 1417 der Wilhelm Hoffmann AG, um 1900

Ab 1854[4] wurde im Auftrag von Eduards Vater als Bauherren durch den Architekten und seinerzeitigen königlichen Land-Bauinspektor Hermann Hunaeus an der Georgstraße 35 Ecke Kanalstraße in der von Georg Ludwig Friedrich Laves angelegten Ernst-August-Stadt Hannovers bis 1859 das „Haus Cohen“ errichtet.[5] In diesen Mauern traf sich dann das gesellschaftliche Hannover jener Jahre, darunter der Architekt Heinrich Köhler, der Bildhauer Wilhelm Engelhardt, der Schuldirektor Adolf Tellkampf oder der Pastor der Marktkirche, Hermann Wilhelm Bödeker.[2] Für Cohens späteren Schwager Edwin Oppler diente das Haus zeitweilig auch als Atelier.[5]

In seiner Jugend hatte Eduard Cohen allerdings vor allem mit dem Maler Edmund Koken, bei dem er anfangs seine hauptsächliche künstlerische Ausbildung erhielt.[2]

Eduard Cohen unternahm mehrere Reisen und hielt sich längere Zeit in Italien auf, dem Land, dem er viele Motive für seine Bilder verdankte.[2]

Später siedelte Eduard Cohen nach Frankfurt am Main über.[2]

Todesanzeige vom 12. Dezember 1910 durch Cohens Ehefrau Ida in Frankfurt am Main sowie Mimi, Sophie und seinem Schwiegersohn Ludwig Borchardt

In der Gründerzeit des Deutschen Kaiserreichs heiratete Eduard Cohen am 16. Mai 1876 seine Ehefrau Ida Kuhn (geboren 12. Oktober 1854; gestorben 15. Januar 1930), mit der er vier Kinder hatte: Emilie (geboren 1877), die den Professor Ludwig Borchardt heiratete, Sophie (geboren 1881, gestorben circa 1933), Edwin (1887–1888) und Albert (1890–1890).[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eduard Cohen (painter) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Alain Guggenheim: Eduard Cohen auf der Seite geneanet.org, zuletzt abgerufen am 16. Juni 2017
  2. a b c d e f Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.), Hugo Thielen (Bearb.): Die hannoversche Kunst-, Theater und Musikszene in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. a.) Eduard Cohen, in dies.: Jüdische Persönlichkeiten in Hannovers Geschichte, vollständig überarbeitete, erweiterte und aktualisierte Neuauflage, Hannover: Lutherisches Verlagshaus, 2013, ISBN 978-3-7859-1163-1, S. 67f.
  3. a b Hans-Joachim SchoepsJacobson, Israel. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 10, Duncker & Humblot, Berlin 1974, ISBN 3-428-00191-5, S. 248 f. (Digitalisat).
  4. Reinhard Glaß: Hunaeus, Hermann Franz August Ferdinand in der Datenbank Architekten und Künstler mit direktem Bezug zu Conrad Wilhelm Hase (1818–1902)
  5. a b Theodor Unger: Haus Cohen, sowie Haus Sternheim, in ders.: Hannover. Führer durch die Stadt und ihre Bauten. Festschrift zur fünften General-Versammlung des Verbandes Deutscher Architekten- und Ingenieur-Vereine. Hrsg.: Architekten- und Ingenieur-Verein zu Hannover, Hannover: Curt R. Vincentz Verlag, 1882, S. 29, 33 (6. Nachdruckauflage 1991, Edition libri rari im Verlag Th. Schäfer, Hannover, Th. Schäfer Druckerei, 1991, ISBN 3-88746-050-2), sowie der als Addendum beigefügte Plan der Königlichen Residenzstadt Hannover von 1882, Planquadrat D4; Digitalisat