Eduard Harkort

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eduard Harkort (* 18. Juli 1797 in Hagen; † 11. August 1836 in Texas) war Bergbauingenieur und Offizier.

Eduard Harkort wurde als siebtes von acht Kindern des märkischen Eisenwarenfabrikanten und Kaufmanns Johann Caspar Harkort IV. auf Haus Harkorten bei Hagen geboren. Er war unter anderem Bruder des Industriellen und Politikers Friedrich Harkort, des Unternehmers Johann Caspar Harkort V. und des Unternehmers, Bankiers und Eisenbahnpioniers Gustav Harkort. Er besuchte ab 1811 die Gewerbeschule in Hagen, die er 1814 abschloss. Anschließend machte er eine kaufmännische Ausbildung.

Nachdem Harkort 1822 heimlich die um 15 Jahre ältere Zimmermannswitwe Gudula Kornemann geheiratet hatte, die er alsbald wieder verließ, studierte er zwei Jahre auf der Bergakademie in Freiberg/Sachsen, nahm sodann die Stellung eines Direktors einer englischen Bergwerksgesellschaft in Mexiko an und wanderte aus. Er beschäftigte sich mit wissenschaftlichen Arbeiten, nahm topographische Vermessungen vor, hielt Vorlesungen über Mineralogie, fertigte im Auftrag der Regierung Generalstabskarten der Republik Mexiko an und durchstreifte das Land von einem Ende zum anderen. Später nahm er zunächst an der mexikanischen Revolution, dann jedoch, nach seiner Ausweisung aus Mexiko, am Kampf für die Loslösung von Texas teil, das damals noch zu Mexiko gehörte. Zuletzt war er Chef der gesamten Artillerie der texanischen Armee und brachte es bis zum Rang eines Generalobersten. Harkort erwarb sich wegen seiner strategischen Fähigkeiten Ruhm und Ehren und bekam nach Beendigung des Feldzuges in Anerkennung seiner Verdienste vom Staate Texas 3.300 acres Land zuerkannt. Er starb, ohne die Heimat wiederzusehen, mit neununddreißig Jahren in Texas an einem bösen Fieber.

Seine Tochter Henriette heiratete den jungdeutschen Publizisten, Journalisten und Schriftsteller Gustav Kühne, der 1858 Harkorts mexikanische Tagebücher herausgab.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Probirkunst mit dem Lötrohre. Freiberg 1827

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Louis E. Brister: In Mexican Prisons: The Journal of Eduard Harkort, 1832-1834. College Station, Texas A & M University Press, 1986, ISBN 0-89096-259-6
  • Gustav Kühne: Aus mejicanischen Gefängnissen, Bruchstücke aus Eduard Harkorts hinterlassenen Papieren. Carl B. Lorck, Leipzig 1858
  • Ellen Söding: Die Harkorts. Aschendorff, Münster/Westf. 1957