Eduard Heindl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Eduard Heindl

Eduard Heindl (* 21. November 1961 in Mühldorf am Inn) ist ein deutscher Wissenschaftler und Unternehmer.

Akademischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1982 bis 1986 studierte Eduard Heindl mit dem Abschluss als Diplomingenieur für physikalische Technik an einer Fachhochschule. Anschließend arbeitete er bis 1988 als Entwicklungsingenieur bei der Siemens AG München im Zentralbereich Forschung und Entwicklung Mikroelektronik.

Ab 1988 studierte Heindl an der Universität Tübingen Physik mit dem Abschluss 1993 als Diplomphysiker. Für seine Diplomarbeit Rekonstruktion von Phase-Shift-Elektronenhologrammen mit neuronalen Netzen erhielt er 1994 den Dr.-Friedrich-Förster-Preis. Von 1994 bis 1997 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Angewandte Physik sowie Webmaster der Fakultät für Physik an dieser Universität.

Von 2001 bis 2003 führte ihn ein Lehrauftrag an die Fachhochschule Nürtingen-Geislingen. 2001 wurde er an der Universität Tübingen promoviert; seine Dissertation behandelte den Einsatz von neuronalen Netzen in der Elektronenholographie.

2003 folgte er einem Ruf an die Hochschule Furtwangen. Dort wurde er 2004 zum Studiengangsleiter Application Architecture Master (AAM) gewählt.[1]

Unternehmerische Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1995 Gründung der Internetfirma Heindl & Benez GbR, die ab 1. Juli 1996 in Heindl – Internet überging.

2000 Gründung der Heindl Internet AG[2]

2002 Gründung der Heindl Server GmbH (Solarserver.de)[2]

2005 Gründung der A3M Inc. (Tsunami Warnsystem), 2006 A3M AG, ab 2008 A3M Mobile Personal Protection GmbH[3]

2013 Gründung der Heindl Energy GmbH (Lageenergiespeicher)[4]

Projekte und Erfindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Solarserver[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1997 startete Heindl die Website Solarserver, die das führende Portal zum Thema Solarenergienutzung in Deutschland geworden ist.

Tsunami-Warnsystem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2005 wurde das Tsunami-Alarmsystem, das erstmals per SMS direkt Warnungen vor Tsunamigefahren versenden kann, von Heindl als Patent angemeldet und technisch umgesetzt.[5]

Künstliche Gletscher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein von Heindl entwickeltes Verfahren, um mit niedrigem Energie- und Ressourcenverbrauch künstliche Gletscher zu erzeugen und bestehende Gletscher wiederaufzubauen.[6]

Lageenergiespeicher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lageenergiespeicher ist ein Konzept von Heindl, bei dem durch hydraulisches Anheben einer sehr großen Felsmasse elektrische Energie gespeichert werden kann. Für den Lageenergiespeicher wurde das deutsche Patent DE102010034757B4 [7] erteilt.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dr. Friedrich-Förster-Preis der Universität Tübingen (DM 5000) 1993
  • Umwelt-Online-Award in Silber durch den B.A.U.M. e. V. für den Solarserver
  • Deutscher Solarpreis (Medien) von der Eurosolar für den Solarserver 2003[8]
  • ICT Price 2007 der Europäischen Union für das Tsunami-Alarmsystem der A3M[9]
  • Preis für humane Nutzung der Informationstechnologie, vergeben von der Integrata-Stiftung 2007[10]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Webmaster, München 1999.
  • Der IT-Sicherheitsexperte, München 2001.
  • Logfiles richtig nutzen, Bonn 2003.

Medienbeiträge (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013 Deutschlandradio: Forschung Aktuell
  • 2013 SWR: Kuckuck
  • 2013 Bayerischer Rundfunk: Faszination Wissen: Energiespeicher der Zukunft
  • 2007 BBC World: Fast Track Report Tsunami Warning

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eduard Heindl Homepage. In: eduard-heindl.de. Abgerufen am 10. Februar 2017.
  2. a b Geschichte - Heindl Internet AG. In: heindl.de. 1. Mai 2013, abgerufen am 10. Februar 2017.
  3. A3M: A3M Mobile Personal Protection GmbH. In: a3mobile.com. Abgerufen am 10. Februar 2017.
  4. Die Heindl Energy GmbH. In: heindl-energy.com. Archiviert vom Original am 11. Februar 2017; abgerufen am 10. Februar 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.heindl-energy.com
  5. Weltweit erstes Tsunami-Alarmsystem – made in Germany. In: innovations-report.de. 8. Februar 2007, abgerufen am 10. Februar 2017.
  6. Axel Bojanowski: Kampf gegen Klimawandel-Folgen: Forscher züchtet Gletscher im Schwarzwald. In: Spiegel Online. 5. März 2010, abgerufen am 10. Februar 2017.
  7. Bibliographische Daten: Dokument DE102010034757B4. Abgerufen am 10. Februar 2017.
  8. unbekannt. In: eurosolar.de. Archiviert vom Original am 24. August 2007; abgerufen am 10. Februar 2017.
  9. The 2007 European ICT Price (PDF)
  10. unbekannt. In: integrata-stiftung.de. Archiviert vom Original am 2. August 2012; abgerufen am 10. Februar 2017.