Eduard Koopmann

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Der Handelsgerichtsrat und türkische Konsul Eduard Koopmann, um 1900

Eduard Koopmann (geboren am 6. April 1863 in Berne; gestorben 15. Juli 1926 in Hamburg[1]) war ein deutscher Kaufmann, Textil- und Seiden-Unternehmer, Verbandsfunktionär, Handelsgerichtsrat und Konsul der Türkei.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebäude Georgstraße 14; neben der Hausnummer rechts im Erdgeschoss das „Seiden-Haus Koopmann“;
Ansichtskarte um 1910 des Fotografen Edmund Lill, der sein Atelier in der Etage oberhalb von Koopmann unterhielt
Verkaufsraum in einer Abteilung des Seidenhauses in Hannover, um 1920
Das Grabmal des Kaufmannes und Konsuls der Türkei auf dem Jüdischen Friedhof An der Strangriede in Hannover

Eduard Koopmann eröffnete in der Gründerzeit des Deutschen Kaiserreichs im Jahr 1889 in Hannover das Seidenhaus Koopmann im Gebäude Georgstraße 14. Durch seinen Erfolge konnte der seinerzeit junge Unternehmer schon bald die im Firmeneigentum befindlichen hannoverschen Geschäftsräume regelmäßig erweitern, erwarb dann das benachbarte Grundstück Georgstraße 13, bevor zur Zeit der Weimarer Republik im Sommer 1926 weitere Vergrößerungen der Verkaufsflächen begonnen wurden.[2]

Unterdessen hatte Koopmann noch im 19. Jahrhundert Zweiggeschäfte eröffnet: 1895 in Köln und 1899 in Bremen.[2]

Nachdem der erfolgreiche Kaufmann zum Handelsgerichtsrat ernannt worden war, wurde er 1913 zum Vorsitzenden sowohl der Bezirksgruppe als auch der Ortsgruppe Hannover im Reichsbund des Textil-Einzelhandels gewählt.[2]

Mitten im Ersten Weltkrieg wurde Eduard Koopmann 1915 zum türkischen Konsul ernannt und erwarb sich seit dieser Zeit „[...] große Verdienste um die Anbahnung und Ausgestaltung der deutsch-türkischen Handelsbeziehungen“.[2]

Nach dem Tod des Firmengründers im Jahr 1926 wurde das Seidenhaus Koopmann durch dessen Sohn Ernst-August Koopmann weitergeführt.[2]

Ernst August Koopmann war verheiratet mit Elisabeth, geborene Bach. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wanderten die beiden gemeinsam mit Paula Bach am 31. August 1938 – kurz vor den Novemberpogromen – in die Vereinigten Staaten von Amerika aus.[3]

Archivalien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archivalien von und über die Familie Koopmann finden sich beispielsweise

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paul Siedentopf (Hauptschriftleiter): Seidenhaus Koopmann / Hannover, Georgstraße 13–14, in ders.: Das Buch der alten Firmen der Stadt Hannover im Jahre 1927 (DBdaF 1927), unter Mitwirkung von Karl Friedrich Leonhardt (Zusammenstellung des Bildmaterials), Jubiläums-Verlag Walter Gerlach, Leipzig 1927, S. 261

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Seidenhaus Koopmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Standesamt Hamburg 02: Sterberegister. Nr. 398/1926.
  2. a b c d e f Paul Siedentopf (Hauptschriftleiter): Seidenhaus Koopmann / Hannover, Georgstraße 13–14, in ders.: Das Buch der alten Firmen der Stadt Hannover im Jahre 1927 (DBdaF 1927), unter Mitwirkung von Karl Friedrich Leonhardt (Zusammenstellung des Bildmaterials), Jubiläums-Verlag Walter Gerlach, Leipzig 1927, S. 261
  3. a b Vergleiche die Angaben im Archivinformationssystem Niedersachsen (Arcinsys)