Eduard von Dostler

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Eduard von Dostler

Eduard Dostler , seit 1917 Ritter von Dostler (* 3. Februar 1892 in Pottenstein; † 21. August 1917 bei St. Julien) war ein bayerischer Offizier der deutschen Fliegertruppe und erzielte 26 bestätigte Abschüsse im Ersten Weltkrieg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eduard war der Sohn des Obergeometers Christian Dostler und dessen Ehefrau Babette, geborene Raab. Nach der Absolvierung des humanistischen Gymnasiums in Amberg trat er am 1. Oktober 1910 als Fahnenjunker in das 2. Pionier-Bataillon der Bayerischen Armee in Speyer ein. Dort erfolgte am 24. Juni 1911 seine Ernennung zum Fähnrich sowie am 28. Oktober 1912 die Beförderung zum Leutnant. Am 1. Oktober 1913 versetzt man Dostler in das 4.  Pionier-Bataillon nach Ingolstadt, wo er die Rettungsmedaille erhielt, nachdem er bei einer Übung einen Offizier und einen Pionier aus der Donau gerettet hatte.

Mit diesem Truppenteil zog Dostler nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs an die Westfront ins Feld und fungierte ab 20. Oktober 1914 als stellvertretender Kompanieführer. Für eine erfolgreiche Sprengung verlieh man ihm am 5. März 1915 das Eiserne Kreuz I. Klasse.

Erinnerungsinschrift für Eduard von Dostler am Elterngrab in Amberg

Am 6. Februar 1916 kam er zur Fliegerschule I nach Schleißheim. Sein erster größerer Überlandflug führte ihn am 3. Mai 1916 nach Amberg.[1] Seinen ersten Abschuss einer Nieuport erzielte er am 17. Dezember 1916. Nach Vergleichen mit den französischen Blättermeldungen handelte es sich um den bekannten Bomberpiloten Capitain Robert de Beauchamp. Zu dieser Zeit war Dostler in der Schutzstaffel 27. Im April 1917 kam er zur Jagdstaffel 34 und von da aus zur Jagdstaffel 6 des Jagdgeschwaders Manfred von Richthofen. Im Jahre 1917 erkämpfte Dostler 25 seiner insgesamt 26 Luftsiege. Dafür wurde er am 18. August 1917 durch König Ludwig III. mit dem Ritterkreuz des Militär-Max-Joseph-Ordens beliehen. Damit verbunden war die Erhebung in den persönlichen Adelsstand und er durfte sich nach der Eintragung in die Adelsmatrikel Ritter von Dostler nennen. Bereits am 9. August 1917 war er außerdem mit dem Orden Pour le mérite ausgezeichnet worden, nachdem er vorher bereits das Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern sowie den Militärverdienstorden IV. Klasse mit Schwertern erhalten hatte.

Am 21. August 1917 kehrte Oberleutnant Dostler von einem Feindflug nicht mehr zurück. Manfred von Richthofen schickte mehrere Flugzeuge auf die Suche nach ihm. Erst später wurde bekannt, dass Dostler über St. Julien im Luftkampf gefallen war.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihm zu Ehren ist in der Stadt Amberg, in der auch seine Eltern lebten und begraben wurden, die Dostlerstraße benannt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf von Kramer, Otto Freiherr von Waldenfels: VIRTUTI PRO PATRIA. Der königlich bayerische Militär-Max-Joseph-Orden. Kriegstaten und Ehrenbuch 1914-1918. Selbstverlag des königlich bayerischen Militär-Max-Joseph-Ordens, München 1966.
  • Jürgen Brinkmann: Die Ritter des Orden Pour le merite 1914–1918. Th. Schäfer Druckerei GmbH Hannover, Bückeburg 1982.
  • Walter Zuerl: Pour le merite-Flieger. Luftfahrtverlag Axel Zuerl, 1987, ISBN 978-3-934596-15-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.flieger-album.de: [1], Abgerufen am 5. März 2011.