Eduard von Paar

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Eduard Graf von Paar als Generaloberst; Zeichnung von Oskar Brüch

Eduard Graf von Paar (* 5. Dezember 1837 in Wien; † 1. Februar 1919 ebenda) war ein österreich-ungarischer Offizier (zuletzt im Rang eines Generalobersts) und lange Zeit Generaladjutant des Kaiser Franz Joseph I.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Paar entstammte einer ursprünglich italienischen Familie und schlug wie auch sein jüngerer Bruder, der spätere General Alois Graf von Paar, früh eine militärische Laufbahn ein. Er absolvierte 1857 die Theresianische Militärakademie und kam danach als Leutnant zum Ulanenregiment Nr. 1. Er diente weiterhin in der Kavallerie bevor er am 15. April 1866 Ordonnanzoffizier Kaiser Franz Josephs I. wurde. Ab dem 18. August 1866 nahm er die Stellung eines Flügeladjutanten des Kaisers ein. Während dieser Zeit wurde er etatmäßig als Rittmeister im Kürassier-Regiment Nr. 9 geführt. Erst 1869 kehrte er als Oberstleutnant zu einem Truppenkommando im Dragonerregiment Nr. 4 zurück. Fünf Jahre später wurde er zum Oberst befördert und übernahm das Regiment als Kommandeur. Im Jahre 1879 befehligte er, inzwischen zum Generalmajor aufgestiegen, die 4. Kavallerie-Brigade.

Es folgte die Beförderung zum Feldmarschalleutnant (1884) und schließlich die Rückkehr in die Entourage des Kaisers. Im Jahre 1887 wurde Paar zum Generaladjutanten Franz Josephs I. berufen. Als einer der engsten Berater des Kaisers übte Paar größten Einfluss auf dessen militärische Ansichten beziehungsweise Entscheidungen, sowohl in organisatorischer als auch in personeller und politischer Hinsicht aus. Paar wurde im November 1891 zum General der Kavallerie befördert und erreichte den Höhepunkt seiner Laufbahn mit seiner Ernennung zum Generaloberst am 27. Februar 1916.

Nachdem der Kaiser im November 1916 verstorben war, wurde Paar von Kaiser Karl I. im Jänner 1917 zunächst zur Disposition gestellt und 1918 in den Ruhestand versetzt.

An seiner Einsegnung, die am 4. Februar 1919 im Palais Paar an der Wollzeile in Wien stattfand, nahmen zahlreiche namhafte Aristokraten und Offiziere teil. Seine Beisetzung erfolgte in Bechin in Südböhmen, dessen Schloss im Besitz von Familie Paar war.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tageszeitung Wiener Zeitung, Wien, Nr. 29, 5. Februar 1919, S. 7, mittlere Spalte

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eduard von Paar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien