Eduardo Falú

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eduardo Falú (* 7. Juli 1923 in El Galpón, Provinz Salta, Argentinien; † 9. August 2013 in Buenos Aires) war einer der renommiertesten Gitarristen, Komponisten und Sänger Argentiniens.


Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Kindheit und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eduardo Falú wurde in El Galpón, einer kleinen Stadt in der Nähe von San José de Metán im argentinischen Departamento Metánin geboren. Seine Eltern, Juan Falú und Fada Falú (beide trugen denselben Namen, waren aber nicht eng verwandt) waren Immigranten aus Syrien. Er war das zweitjüngste von fünf Geschwistern.

Eduardo Falú fing im Alter von elf Jahren an, Gitarre zu spielen, mit der Gitarre seines älteren Bruders Alfredo Falú, der mit Nicolás Lamadrid „El Burro“ (Der Esel) Gitarrenunterricht nahm. Eduardo erlernte das Gitarrespiel aber grundsätzlich im Selbststudium und erhielt keine formelle Musik- oder Gitarrenausbildung. Erst später nahm er Unterricht in Harmonielehre und Komposition. Wie sein Bruder Alfredo sollte Eduardo Jurist werden,[1] widmete sich jedoch nach dem 1944 absolvierten einjährigen Militärdienst im 5. Kavallerie-Regiment ganz der Gitarre.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eduardo Falú heiratete Aída Nefer Fidelibus, die Tochter eines Kunstsammlers und -händlers aus Rosario, Argentinien. Sie hatten zwei gemeinsame Söhne, Darío und Juan José Falú. Juan José machte eine Ausbildung als klassischer Gitarrist und trat oft in Konzerten mit seinem Vater auf.

Musikalische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1940, im Alter von 17 Jahren, gab er sein öffentliches Debüt und spielte im Radio LV9 von Salta, als Mitglied des Ensembles "Los Troperos", in einer täglichen Sendung. Danach ging er im Norden Argentiniens als Solist auf Tournee.

Sehr früh lehnte er sich an die typischen Rhythmen und Werke der regionalen Folkmusik an, er umschrieb und bereicherte diese Werke aber mit einer besonderen technischen und musikalischen Komplexität. Er begann früh eigene Werke zu komponieren und arbeitete mit Poeten wie Alfredo Dávalos oder Jaime Dávalos zusammen.

Später studierte er die Werke der großen Gitarrenkomponisten des 19. Jahrhunderts und erstellte Adaptationen von Werken Johann Sebastian Bachs. Eduardo Falú wurde unter anderem in musikalischer Theorie und Harmonielehre vom prominenten argentinischen Komponisten Carlos Guastavino unterrichtet. Zum poetischen und musikalisch technischen Reichtum seiner Werken zählte seine einzigartige Bariton Stimme, die seinen Liedern eine unverwechselbare Note verlieh.

Nachdem er 1945 nach Buenos Aires umgezogen war erschienen erste Schellack-Schallplatten-Aufnahmen, und ab 1948 war Eduardo Falú in ganz Argentinien im Rundfunk, wo er erstmals in Radio "El Mundo" (Die Welt), einem Medium von nationaler Bedeutung und Reichweite, für ein breites Publikum spielen durfte, zu hören. Seine erste Langspielplatte kam 1951 heraus.[2]

1952 spielte er mit dem bereits berühmten Ensemble "Los Fronterizos" zusammen.

1954 gab er ein paar Konzerte in den Vereinigten Staaten Americas (USA), an der Ostküste, und ließ sich in Buenos Aires nieder. 1958 bekam er eine Einladung vom Kultusministerium der UdSSR und ging in der Sowjetunion auf Tournee. 1959 zeichnete er seine erste Aufnahme in Europa auf, im Theatre de la Ville, Paris. Somit entstand seine erste in Europa produzierte LP "Falú en Paris". Danach spielte er in Rom, im "Instituto Latinoamericano" (lateinamerikanisches Institut).

1963 gab er über 40 Konzerte in Japan; mit solchem Erfolg, dass er 1965, 1966, 1969 und 1973 insgesamt über 200 Konzerte dort gab.

Es folgte eine umfangreiche Tournee- und Konzerttätigkeit in den USA und Europa. In Europa hielt Falú zudem mehrere Seminare ab. Nach Deutschland kam er ab Herbst 1974[3] regelmäßig.

Bis 2001 war er außer in europäischen Konzertsälen, unter anderem in Chile, Uruguay, Peru, Kolumbien und Argentinien zu hören.

Er trat häufig mit anderen renommierten Künstlern und Ensembles Argentiniens auf, wie Mercedes Sosa, Ariel Ramírez, Ernesto Sábato, Los Fronterizos, Camerata Bariloche, u.a.

Im November 2007 gab Eduardo Falú, im Alter von 84 Jahren, sein letztes Konzert für die Verfilmung des Dokumentarfilms "Eduardo Falú, Canto al paisaje soñado" (Eduardo Falú, Lied an die Geträumte Landschaft) im Teatro Municipal de Salta, Argentinien. 2009 veröffentlichte Eduardo Falú sein letztes Musikalbum, eine Huldigung für Andrés Segovia, der berühmte Spanischer Gitarrist der ihn während seiner ganzen Karriere inspirierte.

Eduardo Falú starb am 9. August 2013 in Buenos Aires, Argentinien, im Alter von 90 Jahren.

Viele Werke Eduardo Falús sind über die Welt der argentinischen Folk Musik hinausgewachsen und gehören heute zum Repertoire von vielen international bekannten, klassischen Gitarristen.

Nach fast zehn Jahren Vorarbeit fingen 2007 Oliver Primus, ein in der Schweiz lebender Deutscher Musiklehrer und Gesprächstherapeut, und Arno Oehri, ein Liechtensteiner Künstler und Filmemacher, mit dem Dreh eines Dokumentarfilms an, der 2009 an verschiedenen Filmfestivals und kulturellen Veranstaltungen erfolgreich veröffentlicht wurde. Das ist das einzige bekannte filmische Werk das sich tiefgründig mit dem Leben von Eduardo Falú befasst.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eduardo Falú wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, unter anderen:

  • 1985 Gran Premio de SADAIC
  • 1985 Premio Konex de platino
  • Condecoración de Honor al Mérito por Servicios Distinguidos del Perú (Ehrenaufzeichnung Perus für hervorragende Dienste)
  • Ciudadano ilustre de la Provincia de Salta (Ehrenbürger der Provinz Salta)
  • Ciudadano ilustre de Rosario (Ehrenbürger der Stadt Rosario, Santa Fe)
  • Ciudadano ilustre de Córdoba (Ehrenbürger der Provinz Córdoba)
  • Ciudadano ilustre de la Provincia de Santa Fe (Ehrenbürger der Provinz Santa Fe)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Enrique Picotto: Das Wort hat Eduardo Falú. Ein Interview. In: Gitarre & Laute 1, 1979, 6, S. 3–7

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Enrique Picotto, S. 4
  2. Enrique Picotto, S. 4 f.
  3. Enrique Picotto, S. 5