Edward Hincks

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Edward Hincks (* 19. August 1792 in Cork, Irland; † 3. Dezember 1866 in Killyleagh) war ein irischer Assyriologe und einer der frühesten Entzifferer der Keilschrift.

Hincks studierte von 1807 bis 1811 am Trinity College in Dublin und wurde 1825 protestantischer Rektor in Killyleagh (Grafschaft Down). Seit 1833 beschäftigte er sich mit hieroglyphischen Studien, die er in 12  Abhandlungen in der Dublin University Review und in den Memoirs der Irischen Akademie der Wissenschaften veröffentlichte. Die Entdeckung der Überreste der Stadt Ninive im Jahr 1846 und die daraus resultierende Korrespondenz mit Austen Henry Layard brachte ihn dazu, sich auch mit der Keilschrift zu beschäftigen, bei deren Entzifferung er mit genialem Scharfsinn bahnbrechend wirkte. Er erkannte als erster den Silben-Charakter der assyrischen Schrift, las den Namen Sanheribs und Nebukadnezars sowie eine große Anzahl nicht-assyrischer Eigennamen, erklärte viele Wörter und Phrasen. Weiterhin beschäftigte er sich mit historischen und archäologischen Fragen, die er insbesondere in den Transactions of the Royal Irish Academy niederlegte. Wegen seiner wissenschaftlichen Verdienste um die Entzifferung der Keilschrift wurde Hincks am 31. Mai 1863 in den preußischen Orden Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste als ausländisches Mitglied aufgenommen.[1]

Schriften[Bearbeiten]

  • On Assyrian verbs. In: Journal of Sacred Literature. (1855-1856)
  • Specimen chapter of an Assyrian grammar. In: Journal of the Royal Asiatic Society.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Orden Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste, Die Mitglieder des Ordens, Band I (1842-1881), Gebr. Mann Verlag, Berlin, 1975, S. 236-237.