Edward Mulhare

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Edward Mulhare (* 8. April 1923 in Cork, Irland; † 24. Mai 1997 in Los Angeles) war ein irischer Schauspieler.

Bühne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Schulabschluss begann Mulhare zunächst ein Medizinstudium an der National University of Ireland. Doch bereits im Alter von neunzehn Jahren brach er das Studium ab, um sich der Schauspielerei zu widmen. Im selben Jahr verkörperte er als eine seiner ersten professionellen Rollen den Cassio in Shakespeares Othello im Theater seiner Heimatstadt. Es folgten Engagements an verschiedenen Bühnen in Irland und England. 1951 gab er Lodovico neben Orson Welles' Othello am St. James Theatre in London, in den Folgejahren spielte er u. a. neben John Gielgud in Richard II.. Seinen internationalen künstlerischen Durchbruch erreichte er 1957, als er den vielbeschäftigten Rex Harrison als Prof. Henry Higgins für die Musical-Produktion von My Fair Lady am New Yorker Broadway ersetzte. Obwohl Mulhare mit 34 Jahren zu jung für die Rolle war, erhielt er gute Kritiken – nicht zuletzt wegen seiner Gesangsstimme – und verkörperte den Higgins schließlich drei Jahre lang.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1953 gab Mulhare unter der Regie von Thorold Dickinson im israelischen Kriegsdrama Hill 24 doesn't answer über den Palästinakrieg von 1948 sein Spielfilmdebüt. Zugleich war es der einzige Film, bei dem Mulhare die Hauptrolle zufiel. In seiner über 40 Jahre umspannenden Filmkarriere agierte er danach nur noch in Nebenrollen und verkörperte zumeist aristokratische, korrekte und distinguierte britische Charaktere. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören die Agentenfilmparodien Derek Flint schickt seine Leiche (mit James Coburn in der Titelrolle) und Caprice (mit Doris Day und Richard Harris), der Horrorfilm Die schwarze 13 (mit Deborah Kerr und David Niven) sowie den Kriegsfilm Colonel von Ryans Express (mit Frank Sinatra). Seinen letzten Filmauftritt hatte Mulhare 1997 neben Walter Matthau und Jack Lemmon in der Komödie Tango gefällig?.

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitaus größerer Erfolg als im Spielfilm war Mulhare indes in Fernsehproduktionen beschieden. Auch hierbei kam sein größter Erfolg mit einer Rolle, die er von Rex Harrison übernahm: Zwischen 1968 und 1970 verkörperte er für die Comedyserie Der Geist und Mrs. Muir den Geist des bärbeißigen Kapitäns Daniel Gregg, der sich damit arrangieren muss, dass eine junge Witwe (Hope Lange) samt Kindern in sein altes Haus an der Küste Neuenglands einzieht. Diese Serie beruhte auf dem gleichnamigen, 1947 gedrehten Spielfilm (dt. Titel Ein Gespenst auf Freiersfüßen), in dem Harrison den Geist und Gene Tierney die Witwe gespielt hatten. Neben The Ghost and Mrs. Muir ist Mulhare einem breiten Publikum vor allem durch die Krimi-Action-Serie Knight Rider bekannt, in der er von 1982 bis 1986 Devon Miles, den seriösen Vorgesetzten der Hauptfigur (David Hasselhoff) verkörperte. 1991 spielte Mulhare für den Fernsehfilm Knight Rider 2000 diesen Charakter noch einmal, der auf dem tragischen Höhepunkt des Films sein Leben verliert.

Daneben übernahm Mulhare Gastrollen in zahlreichen Fernsehserien wie Kampfstern Galactica, Baywatch Nights, MacGyver, Mord ist ihr Hobby, Hart aber herzlich und Die Straßen von San Francisco.

Er starb am 24. Mai 1997 in Van Nuys, Los Angeles an Lungenkrebs. Er war zeitlebens ledig geblieben.

Filmografie (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]