Edward Osóbka-Morawski

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Edward Osóbka-Morawski

Edward Osóbka-Morawski (* 5. Oktober 1909 in Bliżyn; † 9. Januar 1997 in Warschau) war ein polnischer Politiker und erster Ministerpräsident Nachkriegspolens.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Edward Osóbka-Morawski war seit 1928 Mitglied der Polnischen Sozialistischen Partei (PPS) und begann ein Jurastudium an der Universität Warschau, das er jedoch nicht abschloss. Im Jahr 1944 bestimmte Stalin ihn bei der Bildung des Polnischen Komitees für Nationale Befreiung in Moskau (PKWN) zum Vorsitzenden. Gleichzeitig war er für Außenpolitik und Landwirtschaft zuständig. In der Provisorischen Regierung Polens fungierte er ab 1944 als erster Ministerpräsident. Osóbka-Morawski war Gegner der Zwangsvereinigung mit der Polnischen Arbeiterpartei (PPR) zur Vereinigten polnischen Arbeiterpartei (PZPR) und verlor deswegen 1947 seine Ämter. Zwischen 1947 und 1952 war er noch Abgeordneter im Sejm. [2] Nach dem Machtantritt Władysław Gomułkas trat er der PZPR bei. Von 1949 bis 1968 betätigte er sich als Direktor des Zentrums für die Verwaltung der Kurorte in Polen. Nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft fungierte er 1990 noch einmal kurzzeitig als Vorsitzender des Zentralen Exekutivkomitees der Wiederentstandenen PPS. 1992 erschienen seine Memoiren Trudna droga. Fragmenty wspomnień (Ein schwieriger Weg. Erinnerungsfragmente).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edvard Osobka-Morawski, in: Internationales Biographisches Archiv 46/1959 vom 2. November 1959, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Edward Osóbka-Morawski - słownik postaci. In: historia-polski.klp.pl. Abgerufen am 7. November 2016.
  2. Edward Osóbka-Morawski « Tajne Archiwum Watykańskie. In: tajnearchiwumwatykanskie.wordpress.com. Abgerufen am 7. November 2016.