Egels

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Egels
Stadt Aurich
Wappen von Egels
Koordinaten: 53° 28′ 12″ N, 7° 31′ 10″ O
Höhe: 10 m
Fläche: 4,43 km²
Einwohner: 1728 (30. Jun. 2008)
Bevölkerungsdichte: 390 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 26605
Vorwahl: 04941
Karte
Lage von Egels im Auricher Stadtgebiet

Egels ist ein Stadtteil der Stadt Aurich in Ostfriesland. Er liegt rund 1,5 Kilometer östlich der Auricher Kernstadt und grenzt auf einem kleinen Teilabschnitt an diese an. Zu Egels gehört auch die 1613 erstmals erwähnte Ausbausiedlung Osteregels nordöstlich des Ortskerns.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem Fundplatz der Jungstein- und Bronzezeit traten gebrannte Granitstücke, Klopfsteine, Feuersteinstücke, Stücke gebrannten Flints, Feuersteinabschläge und eine abgebrochene, flächenretuschierte Pfeilspitze aus Zahnbein zu Tage.

Egels gehört zu den sogenannten „Negen Loogen“ (hochdt.: neun Dörfer), die rund um die später entstandene Auricher Kernstadt lagen. Dabei handelt es sich neben Egels um Extum, Haxtum, Walle, Rahe, Sandhorst, Wallinghausen, Popens und Kirchdorf.[1] Bei den genannten Orten handelt es sich zumeist um frühmittelalterliche, zum Teil hochmittelalterliche Siedlungen. Der heutige Auricher Stadtkern entstand ab dem 12. Jahrhundert in der Mitte dieser ringförmig um ihn herumliegenden Dörfer. Egels wurde in einer Urkunde, die die Kirchspiele des Auricherlandes aufzählt, als „Egelstum“ 1431 erstmals urkundlich erwähnt. Der mittelalterliche Name hat die Bedeutung von „(Wohnsitz der) Sippe des Egele“ (Rufname). In einer Karte des Ubbo Emmius aus dem Jahre 1599 wird der heute gebräuchliche Name verwendet.[2] Seit dem 1. Juli 1972 gehört Egels zur Stadt Aurich.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Egels hat einen siebenköpfigen Ortsrat gemeinsam mit dem Ortsteil Wallinghausen.

Ortsbürgermeister ist Hinrich Röben (SPD).[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrlich erschlossen wird Egels vor allem durch die Landesstraße 34, die von der Auricher Kernstadt in Richtung Osten nach Friedeburg verläuft. Des Weiteren ist die Kreisstraße von der Auricher Kernstadt in Richtung Wallinghausen von verkehrlicher Bedeutung. In Egels befindet sich die Molkerei Rücker, eine von zwei verbliebenen Molkereien in Ostfriesland.

Zur Gemarkung des Stadtteils gehört der Egelser Wald. Unmittelbar in dessen Nähe befindet sich die Integrierte Gesamtschule Waldschule Egels, in der Unterricht bis zur zehnten Klasse geboten wird. Das Abitur kann dort jedoch nicht abgelegt werden, dazu ist ein Schulwechsel notwendig.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinz Ramm: Die Anfänge von Aurich, in: Hajo van Lengen (Hrsg.): Collectanea Frisica. Beiträge zur historischen Landeskunde Ostfrieslands. Walter Deeters zum 65. Geburtstag. Ostfriesische Landschaft, Aurich 1995, ISBN 3-925365-86-9, S. 101–162, hier: S. 106ff.
  2. Arend Remmers: Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Verlag Schuster, Leer 2004, ISBN 3-7963-0359-5, S. 62.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 261.
  4. Ortsrat Egels/Wallinghausen@1@2Vorlage:Toter Link/www1.aurich.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.