Eggersheim

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Eggersheim
Gemeinde Nörvenich
Inoffizielles Wappen von Eggersheim
Koordinaten: 50° 47′ 6″ N, 6° 38′ 24″ O
Höhe: 119 m ü. NHN
Fläche: 2,66 km²
Einwohner: 210 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 52388
Vorwahl: 02426
Karte
Ortsplan von Eggersheim
Die Festhalle

Eggersheim ist ein Ortsteil von Nörvenich im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Südgrenze der Gemeinde Nörvenich liegt Eggersheim zwischen Neffelbach und Heerweg in dem wohl schönsten Landschaftsteil der Gemeinde. Mit seiner Gemarkung grenzt das Dorf im Süden an Lüxheim in der Gemeinde Vettweiß, in der anderen Himmelsrichtung an Poll, Hochkirchen und Irresheim, Ortsteile der Gemeinde Nörvenich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1969 wurde Eggersheim nach Nörvenich eingemeindet.[2]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die schon in einem Steinfelder Lagerbuch im Jahre 1477 mit „herwech“, „herweeg“ und „herstraesse“ bezeichnete heutige Bundesstraße 477 ist von den Römern als Militär- und Handelsstraße angelegt worden und diente als Verbindung von Neuss nach Zülpich. Diese unmittelbar westlich am Dorf vorbeiziehende rund 2000 Jahre alte Straße stellt für die Eggersheimer eine Verkehrsverbindung nach Süden und Norden dar, mit Anschlüssen an Landes- und Kreisstraßen und an die Bundesautobahnen. Die Buslinie 208 der Dürener Kreisbahn fährt den Ort auf dem Weg von Düren nach Zülpich an.

Früher Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das steil aufragende Ufer den Neffelbaches östlich des Dorfes dürfte vor Jahrhunderten dem Weinbau gedient haben, der in vielen Gemarkungen am Bachlauf nachweisbar ist. In Eggersheim gibt es dafür keine schriftlichen Belege. Die eindeutig von Menschenhand geschaffenen Abtreppungen, besonders deutlich an der Straße „Im Wiesengrund“ zu erkennen, dürften aber die schriftlichen Belege ersetzen.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Direkt am Ortsrand liegt die Eggersheimer Mühle.
  • Der unmittelbar vor der östlichen Anhöhe vorbeiführende Fußweg führt von Bessenich, Gladbach über Lüxheim weiter nach Hochkirchen, Nörvenich und Alt-Oberbolheim. Der Weg ist zu allen Jahreszeiten begehbar und verläuft parallel zur Bundesstraße. Früher wurde er insbesondere als Schul- und Kirchweg nach Hochkirchen benutzt.
  • Am 9. Dezember 2009 wurde an der Ecke Kapellenstraße/B477 die neue Rettungswache des Kreises Düren eingeweiht. Dort ist rund um die Uhr ein Rettungswagen des Malteser-Hilfsdienstes stationiert. Vorher war die Rettungswache zur Miete im Bauhof der Gemeinde Nörvenich im Nörvenicher Gewerbegebiet untergebracht. Der Rettungswagen versorgt die Gemeinde Vettweiß und Teile der Gemeinde Nörvenich.[3]

Einwohnerentwicklung des Ortsteiles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohnerzahl   Jahr Einwohnerzahl   Jahr Einwohnerzahl
1794 122   1885 234   1905 198
1925 203   1945 205   1955 223
1965 264   1975 296   1985 253
1995 225   2005 253   2010 232
2015 207  

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappenbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappenschild ist in 3 Teile geteilt, in der Mitte des Schildes steht der neu geschaffene „Eggersheimer Löwe“ als Wappen im Wappen. Das obere rechte Feld ist golden (gelb) gehalten. Von links oben nach rechts unten ist ein blaues Wellenband. Das linke untere Feld ist grün.

Wappenerklärung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im goldenen (gelben) Feld ist eine auf die Ecke gestellt Egge und weist auf Ackerland hin. Der Neffelbach teilt den Ort in zwei Teile. Im grünen Feld (weist auf Weideland hin) steht eine Kapelle mit zwei Kastanienbäumen auf einem Dreiberg. Der Dreiberg deswegen, da der Ort auf hügeligem Gelände steht. In der Heraldik sind die Seiten spiegelverkehrt.

Das Wappen wurde 1985 von Toni Müller geschaffen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.noervenich.de/gemeinde/downloads/20170106-Einwohnerzahlen_201612.pdf
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 77.
  3. Malteser haben in Nörvenich ein neues Zuhause. Abgerufen am 10. Oktober 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]