Egglkofen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Egglkofen
Egglkofen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Egglkofen hervorgehoben
48.412.45453Koordinaten: 48° 24′ N, 12° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Mühldorf am Inn
Verwaltungs­gemeinschaft: Neumarkt-Sankt Veit
Höhe: 453 m ü. NHN
Fläche: 13,99 km²
Einwohner: 1207 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84546
Vorwahl: 08639
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 1 83 115
Gemeindegliederung: 12 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Johannesstraße 9
84494 Neumarkt-Sankt Veit
Webpräsenz: www.egglkofen.de
Bürgermeister: Johann Ziegleder (Unabhängige Liste)
Lage der Gemeinde Egglkofen im Landkreis Mühldorf am Inn
Mühldorfer Hart Zangberg Waldkraiburg Unterreit Taufkirchen (Landkreis Mühldorf am Inn) Schwindegg Schönberg (Oberbayern) Reichertsheim Rechtmehring Rattenkirchen Polling (bei Mühldorf am Inn) Obertaufkirchen Oberneukirchen (Oberbayern) Oberbergkirchen Niedertaufkirchen Niederbergkirchen Neumarkt-Sankt Veit Mühldorf am Inn Mettenheim (Bayern) Maitenbeth Lohkirchen Kraiburg am Inn Kirchdorf (bei Haag in Oberbayern) Jettenbach (Oberbayern) Heldenstein Haag in Oberbayern Gars am Inn Erharting Egglkofen Buchbach (Oberbayern) Aschau am Inn Ampfing Landkreis Landshut Landkreis Rottal-Inn Landkreis Rosenheim Landkreis Ebersberg Landkreis Altötting Landkreis Erding Landkreis TraunsteinKarte
Über dieses Bild

Egglkofen bildet die nördlichste Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn und ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Neumarkt-Sankt Veit.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Egglkofen liegt in der Region Südostoberbayern in einem Seitental der Rott im Alpenvorland. Der Ort befindet sich etwa 31 km südöstlich von Landshut, 23 km nördlich von Mühldorf sowie nur 6 km von Neumarkt-Sankt Veit und 9 km von Vilsbiburg entfernt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Egglkofen hat zwölf Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Egglkofen, Harpolden und Tegernbach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Egglkofens erfolgte im Jahr 1200. Egglkofen war Sitz einer geschlossenen Hofmark der Freiherrn von Dachsberg. 1797–1838 waren dann die Grafen von Lerchenfeld Besitzer der Hofmark, die 1820 in ein Patrimonialgericht 2. Klasse umgewandelt wurde. Am 30. Dezember 1833 erwarb Maximilian Joseph Graf von Montgelas (1759–1838) durch Kauf für 107.100 Gulden von Max Freiherr von Lerchenfeld Egglkofen (heute Landkreis Mühldorf am Inn). 1833 wurden auch die ehemaligen Hofmarken Gerzen und Aham (heute Landkreis Landshut) zusammen mit Mangern, Johannesbrunn und Loizenkirchen von Karl Lorenz Ritter und Edler Mayer von Mayerfeld angekauft. Montgelas verstarb am 14. Juni 1838 in seinem Münchner Palais. Am 16. Juni wurde der Leichnam feierlich nach Aham geleitet. In der Gruft der Schlosskapelle von Aham fand er seinem eigenen Wunsch gemäß die letzte Ruhestätte. Die Nachfolge des Vaters als Fideikomißherr auf Egglkofen (mit zugehörigen Besitzungen) hatte der älteste Sohn Maximilian Joseph Philipp von Montgelas (1807–1870) angetreten. Im Juni 2005 wurde der Verkauf des Schlosses Egglkofen an den bayerischen Staat bekannt gegeben.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1934 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Harpolden und Tegernbach eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1840 686
1900 814
1925 873
1950 1303
1961 1004
1970 942
1987 984
2000 1220
2010 1221
Angaben jeweils
zum Jahresende

Die Tabellenangaben beziehen sich sämtlich auf den Gebietsstand nach 1994.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Johann Ziegleder (Unabhängige Liste). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Peter Reiter (CSU/Freie Wählergemeinschaft).

Gemeindefinanzen[Bearbeiten]

Im Jahr 2009 betrugen die Steuereinnahmen der Gemeinde 551 T€, die Bruttoausgaben erreichten mit 2530 T€ einen Rekordstand. Die Verschuldung lag bei 557 T€.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot über einem silbernen Granatapfel ein mit drei silbernen Pfauenfedern besteckter silberner Spitzhut.“

Der Spitzhut entstammt dem Wappen der Herberger zu Herbergen, die von 1215 bis 1563 im Besitz der Hofmark waren, der Granatapfel erinnert an die seit 1833 in Egglkofen ansässigen Grafen von Montgelas. Die rot-silberne Tingierung ist dem Wappen der Dachsberg entnommen, die von 1702 bis 1797 in Egglkofen nachweisbar sind.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Egglkofen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Beschäftigte und Betriebe[Bearbeiten]

Es gab 2009 nach der amtlichen Statistik 82 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort, davon 60 im produzierenden Gewerbe. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 484.

Im Jahr 2007 gab es 27 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2 ha oder mehr (1999 waren es noch 33 und 1991 noch 50). Insgesamt wurden 870 ha landwirtschaftlich genutzt, davon 137 ha als Dauergrünland.

Im Bauhauptgewerbe waren fünf Unternehmen tätig.

Verkehr[Bearbeiten]

Egglkofen befindet sich verkehrsgünstig direkt an der B 299, welche allerdings auch eine hohe Lärmbelastung und Luftverschmutzung mit sich bringt. Darüber hinaus existiert eine Anbindung an das Schienennetz der Deutschen Bahn (Südostbayernbahn) mit einer Haltestelle. Die Züge fahren dort mindestens stündlich Richtung Landshut und Mühldorf am Inn.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt einen Kindergarten mit 56 Plätzen, wovon 54 belegt sind (Stand: 2010).


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120104/125350&attr=OBJ&val=396
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 525

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Egglkofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien