Egloffstein

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Egloffstein (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Egloffstein
Egloffstein
Deutschlandkarte, Position des Marktes Egloffstein hervorgehoben
49.711.25450Koordinaten: 49° 42′ N, 11° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Forchheim
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 28,04 km²
Einwohner: 1981 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91349
Vorwahl: 09197
Kfz-Kennzeichen: FO, EBS, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 74 124
Marktgliederung: 16 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Badstraße 166
91349 Egloffstein
Webpräsenz: www.egloffstein.de
Bürgermeister: Stefan Förtsch (FWG / CSU)
Lage des Marktes Egloffstein im Landkreis Forchheim
Landkreis Nürnberger Land Erlangen Landkreis Bamberg Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Bayreuth Bamberg Landkreis Bamberg Wiesenttal Igensdorf Hiltpoltstein Gräfenberg Hallerndorf Forchheim Hausen (bei Forchheim) Heroldsbach Eggolsheim Weißenohe Wiesenthau Weilersbach (Oberfranken) Unterleinleiter Pretzfeld Poxdorf (Oberfranken) Pinzberg Obertrubach Neunkirchen am Brand Leutenbach (Oberfranken) Langensendelbach Kunreuth Kleinsendelbach Kirchehrenbach Hetzles Gößweinstein Effeltrich Ebermannstadt Dormitz IgensdorfKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Osterbrunnen in Bieberbach
Blick auf Egloffstein

Egloffstein ist ein Markt im oberfränkischen Landkreis Forchheim und liegt in der Fränkischen Schweiz. Seit 1956 ist Egloffstein staatlich anerkannter Luftkurort.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Ort Egloffstein ist staatlich anerkannter Luftkurort und liegt im Trubachtal in Hanglage unterhalb der gleichnamigen Burg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn):

Gößweinstein, Obertrubach, Gräfenberg, Leutenbach, Pretzfeld

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Egloffstein gliedert sich in 16 Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits vor 1180 ist die Burg Egloffstein als Stammsitz der Herren von Egloffstein nachweisbar. Erste urkundliche Erwähnungen stammen jedoch erst aus den Jahren 1180 und 1184, in denen der Salmann Henricus de Hegelofuesten bzw. Heinricus de Agilulfi lapide (lapide von lateinisch Stein) genannt wurde.

1509 wurde die Burg Lehen der Bischöfe von Bamberg, die Burg blieb aber bis heute im Besitz der Familie von Egloffstein. 1525 wurde der Ort Egloffstein im Bauernkrieg niedergebrannt, 1561 fasste die Reformation Fuß in Egloffstein.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort noch zweimal niedergebrannt. Im Zuge der Säkularisation in Bayern kam der Ort dann zu Bayern. 1956 erfolgte die Zuerkennung des Prädikates Luftkurort und drei Jahre später wurde Egloffstein zum Markt erhoben.

Religionen[Bearbeiten]

Bis auf den Ortsteil Hundsboden überwiegt die evangelische Konfession im Markt Egloffstein. Sie teilen sich auf in die Kirchengemeinden Affalterthal und die Kirchengemeinde Egloffstein. Die Trubach bildet die natürliche Grenze der Kirchengemeinden - orografisch rechts der Trubach wohnende Bürger gehören zur Kirchengemeinde Affalterthal, orografisch links der Trubach zur Kirchengemeinde Egloffstein. Deren Kirche St. Bartholomäus steht direkt neben der Burg.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurden am 1. Mai 1978 die Gemeinden Affalterthal, Bieberbach und Hundshaupten komplett dem Markt Egloffstein zugeschlagen. Von der aufgelösten Gemeinde Zaunsbach kam der Ortsteil Schweinthal hinzu.[3]

Politik[Bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

Der Marktgemeinderat von Egloffstein hat 14 Mitglieder zusätzlich des hauptamtlichen Bürgermeisters.

Wahlgemeinschaft Egloffstein und Umgebung Freie Wählergemeinschaft Affalterthal Unabhängige Gemeindeliste Dorfgemeinschaft Bieberbach Bürgervereinigung Hundshaupten Hundsboden WG Schweinthal Schlehenmühle Äpfelbach Gesamt
2002-2008 4 2 3 3 1 1 14 Sitze
2008-2014 3 3 3 3 1 1 14 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2008 Stefan Förtsch (Freie Wählergemeinschaft Affalterthal).

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Schwarz ein silberner, rotbezungter Bärenkopf. (Wappen siehe oben)

Wappengeschichte: Die Gemeinde führt das Wappen der Freiherren von Egloffstein, allerdings in umgekehrten Farben zur besseren Unterscheidung vom Familienwappen. Bereits vor 1190 ist die Burg als Stammsitz der Herren und späteren Freiherren von Egloffstein nachweisbar. Sie waren Bamberger Ministerialen, wurden um 1180 erstmals erwähnt und sind noch heute im Ort ansässig. Im Jahr 1509 wurde die Burg Lehen der Bischöfe von Bamberg, blieb aber im Besitz der Familie. Seit 1959 ist Egloffstein Markt.

Das Wappen wurde 1956 auf Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung des Innenministeriums eingeführt.

  • Beleg: Ministerialentschließung vom 17. März 1956
  • Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen: Affalterthal, Hundshaupten
  • Elemente aus Familienwappen: von Egloffstein


Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]

Egloffstein aus westlicher Richtung
  • Egloffstein: Freibad (bereits 1935 erstmals errichtet), Sport- und Turnhalle, Sportplatz, Kneippanlage, Kinderspielplatz, Kletterfelsen
  • Affalterthal: Mehrzweckhaus, Bolzplatz, Schießstände für Luftgewehr und -pistole, Aussichtsfelsen (Pfarrfelsen, Balkenstein, Spiegelfelsen), Kletterfelsen, DSV zertifizierte Nordic-Walking-Strecken, zahlreiche Wanderwege, Wanderpavillon
  • Bieberbach: Sportplatz
  • Hundsboden: Bolzplatz
  • Hundshaupten: Wildpark
  • Schlehenmühle: Minigolfanlage

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111102/171940&attr=OBJ&val=1195
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 684.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Egloffstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch[Bearbeiten]