Egungun

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Tanzkleid und -maske das neben anderen Zeremonien auch beim Egungun eingesetzt wurde, 1950er Jahre, Sammlung des Children’s Museum of Indianapolis

Ein Egungun (egungún) ist im Ahnenkult der Yoruba ein Medium, das als Maskentänzer in einem Ritual auftritt, in dem es vom Ahnen besessen ist. Auf diese magische Weise wirkt der Ahne auf die hinterbliebenen Familienmitglieder. Es sind insbesondere Bestattungsrituale und Rituale an Gräbern und Schreinen. Egungun-Tänzer üben diese Funktion für eine Familie oder für ein Kollektiv aus.

Die Egungun-Maske bedeckt den ganzen Körper des Tänzers. Es heißt, wer einen Egungun berührt oder bei der der Aufnahme von Speisen geobachtet, muss sterben, so dass niemand die okkulten Gestalten als Menschen identifizieren kann.[1]

Einmal jährlich feiern die Yoruba zu Ehren ihrer Vorfahren ein großes Fest.[2]

Bibliographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. GEO 1/2020, S. 110, Beatrix Gerstberger: "Wächter aus dem Reich der Toten"
  2. Brighton & Hove Museums Egungun Masquerade (Memento vom 22. Februar 2008 im Internet Archive)