Ehebruch

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Anprangerung eines des Ehebruchs für schuldig befundenen Paares im alten Japan

Ehebruch wurde bis zum 21. Jahrhundert in Europa als „der zumindest bedingt vorsätzliche Vollzug des Beischlafs eines Ehegatten mit einer dritten Person anderen Geschlechts“[1] definiert.

In zahlreichen Ländern stellt Ehebruch keine Straftat dar; in Deutschland wurde 1969 auch das Moment der schuldhaften Eheverfehlung aus dem Familienrecht gestrichen.

Vor allem in Gesellschaften mit patrilinearen Gesellschaftsordnungen wird Ehebruch der Frau streng bestraft. In matrilinearen Gesellschaften hingegen, in denen der biologischen Vaterschaft keine große Bedeutung beigemessen wird, gilt der Ehebruch meist als minder schweres Delikt. In derselben Gesellschaft können unterschiedliche, teilweise sogar sich gegenseitig ausschließende Konzepte des Ehebruchs vorkommen.[2] Trotz mitunter sehr schwerer Strafen kommt Ehebruch in allen von Anthropologen untersuchten Gesellschaften vor.[3] Gegen Ehebruch zu sein, lässt nicht auf ein Bekenntnis zur Monogamie und gegen Polygamie schließen.[4]

Ehebruch in ausgewählten Kulturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im antiken Athen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom antiken Athen sind humoristisch übertriebene Schilderungen von Aristophanes verbreitet, die nicht der Realität entsprechen.[5] So wird unter Berufung auf diesen von der Rettichstrafe erzählt.[6] Tatsächlich konnten Hausherren jeden mit einer Frau ihrer Familie außerehelich ertappten Mann sofort straflos töten oder dessen Todesstrafe einklagen.[5] Ansonsten war der Umgang von Ehemännern mit unverheirateten Frauen gesellschaftlich akzeptiert, die Konventionen sollten lediglich Kuckuckskinder vermeiden. Ehebrechende Ehefrauen wurden aus der Familie verstoßen und von religiösen Zeremonien ausgeschlossen.[5]

Die griechische Mythologie erzählt vom fortgesetzten Ehebruch durch Aphrodite und Ares, aus dem mehrere gemeinsame Kinder hervorgegangen seien. Homer schrieb über die Aufdeckung dieses Ehebruchs durch den Ehemann Hephaistos und das folgende, aus späterer Sicht schwer nachvollziehbare Homerische Gelächter.[7]

Im antiken Rom und im rezipierten römischen Recht Europas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vulcanus überrascht Venus und Mars beim Ehebruch auf einem Gemälde von Jacopo Tintoretto aus dem 16. Jahrhundert

Im römischen Recht galt seit 18 v. Chr. die lex Iulia de adulteriis, ein unter Augustus erlassenes Gesetz, das seinerseits ältere Normen der Selbsthilfe regulierte und kodifizierte. Durch die lex wurde die Feststellung des Ehebruchs und die Bestrafung der Schuldigen zu einem wesentlichen Teil der hausgerichtlichen Rechtsprechung der betroffenen Familie entzogen und öffentlich geregelt. Ergänzt wurde dieses Gesetz im römischen und später im byzantinischen Reich durch Erlasse aus dem 2. bis 6. Jahrhundert. In dieser ergänzten Form steht es im Corpus Iuris Civilis und hat bis in die Neuzeit Einfluss auf das europäische Eherecht ausgeübt.

Danach hatte der Mann gegenüber der Frau die stärkere Rechtsposition. Er war verpflichtet, sich von seiner Frau zu trennen und innerhalb von zwei Monaten öffentliche Anklage gegen dieselbe sowie gegen den Liebhaber wegen Ehebruchs zu erheben. Wurde die Klageerhebung unterlassen, lief der Ehemann Gefahr, selbst wegen Kuppelei (lenocinium) belangt zu werden. Dann konnte die Anklage auch von Dritten erhoben werden. Die Ehefrau konnte das im umgekehrten Fall nicht. Wenn ein Vater seine noch im Haus wohnende Tochter beim Ehebruch ertappte, konnte er sie und den Ehebrecher straflos töten. Der Ehemann hatte ein solches Recht anfangs noch nicht. Ihm wurde aber zugestanden, den Ehebrecher zu töten, wenn dieser zu dem negativ hervorgehobenen Personenkreis gehörte, der im Gesetz aufgeführt war.[8] In einem Gesetz der späten Kaiserzeit aber wurde auch er straflos gestellt, wenn er einen auf frischer Tat ertappten Ehebrecher tötete. Dies wurde allerdings in einem byzantinischen Gesetz von 542 wieder eingeschränkt.

Als Strafe für Ehebruch war der Tod durch das Schwert vorgesehen. Wenn aber eine Reihe von weiteren Gesetzen der Ehebrecherin jedes weitere eheliche Zusammenleben verbot, so hatten solche Normen nur Sinn, wenn die Frau noch längere Zeit weiterlebte. Daraus ist zu folgern, dass die schwere Strafandrohung auch bei Verurteilten nicht immer zur Vollstreckung führte. Auch wird wegen stark eingeschränkter verfahrensrechtlicher Voraussetzungen und zahlreicher Ausnahme-Tatbestände nur ein sehr kleiner Teil der Ehebrüche überhaupt Gegenstand von Gerichtsverfahren gewesen sein.

Erst im spätrömischen Recht war die Scheidung überhaupt durch Vorgabe von Scheidungsgründen eingeschränkt. Im Scheidungsgesetz des Theodosius (449) war grundsätzlich nicht nur der Ehebruch der Frau ein Scheidungsgrund, sondern auch der des Mannes. Im Detail gab es dabei weiter Ungleichheiten zu Ungunsten der Frau.

Im späteren süd- und mitteleuropäischen Recht hat das römische Recht zum Ehebruch, vermittelt über die italienische Strafrechtsdoktrin, jahrhundertelang eine Tradition der Ungleichheit aufrechterhalten. Unter seinem Einfluss standen zum Beispiel Art. 145 der Bambergensis und auch noch Art. 229, 230 Code civil und Art. 324 II, 337, 339 Code pénal. Nach den letzteren, unter persönlichem Einfluss Napoleons zustande gekommenen Normen war ein Ehebruch der Frau immer Scheidungsgrund. Ein Ehebruch des Mannes führte nur zur Scheidung, wenn der Mann seine Konkubine in der ehelichen Wohnung gehalten hatte. Strafrechtlich wurde ein Ehebruch der Frau härter bestraft als ein solcher des Mannes. Ein Ehemann, der seine in der Ehewohnung ertappte Frau oder deren Liebhaber auf der Stelle tötete, wurde dafür nicht bestraft. Für eine Ehefrau, die ihren Mann ertappte, gab es solch ein Strafprivileg nicht.

Dieser Tradition der Ungleichheit steht eine Tradition der Gleichheit gegenüber, die auf kanonisches Recht zurückgeht und in Teilen Deutschlands zum Beispiel in Art. 120 der Carolina von 1532 Aufnahme fand.

Germanen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Germanen war der Ehebruch der Frau ein unter Umständen todeswürdiges Verbrechen. Zumindest musste sie damit rechnen, mit geschorenem Haar und unbekleidet durchs Dorf geprügelt zu werden. Moorleichen junger Frauen sind als hingerichtete Ehebrecherinnen interpretiert worden, wobei es sich bei der lange Zeit als Mädchen angesehenen Moorleiche von Windeby I, die zu den Paradebeispielen gehört, nach neuesten Untersuchungen um einen Jungen handelt. Nach dem Recht der Franken, dem ältesten niedergeschriebenen germanischen Recht, waren bis ins 11. Jahrhundert durch einseitigen Willen entstandene Raubehen im Gegensatz zum Ehebruch kein Rechtsbruch.[9]

Judentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die jüdische Tradition des Alten Testaments versteht Ehebruch als Einbruch von außen in eine etablierte eheliche Gemeinschaft. Ein Mann kann insofern die eigene Ehe nicht brechen, als nur die geschlechtliche Gemeinschaft einer verheirateten oder verlobten Frau mit einem anderen Mann als Ehebruch gilt – in diesem Fall werden jedoch beide als gleichermaßen schuldig befunden.

Nach dem Deuteronomium Kap.22, Vers 22 war die Strafe für den im Siebenten Gebot verbotenen Ehebruch die Steinigung für den in eine Ehe einbrechenden Mann und die untreue Ehefrau. In Leviticus hingegen war der Ehebruch nur dann strafbar, wenn es sich beim betrogenen Ehemann nicht um einen Fremden handelte (Lev. 20,10). Daher kam es im Falle Davids nicht zur Steinigung, sondern nur zum Skandal, da Urija ein Hethiter war. In der Praxis kam es jedoch oft nur zur Scheidung: Der Mann verstieß seine Frau und heiratete eine andere oder er ließ sich wegen Ehebruchs der Frau scheiden.

Jan Massys: David und Bathseba, 1562

Der Tanach überliefert die Geschichte von König David, der die verheiratete Batseba schwängert, während deren Ehemann Urija im Krieg ist. Um den Ehebruch zu kaschieren, versucht er, das Kind dem Ehemann unterzuschieben, indem er diesen zum Fronturlaub zu seiner Frau schickt. Urija lehnt allerdings aus Solidarität mit seinen weiter kämpfenden Kameraden ab, bei ihr zu schlafen. Letztlich lässt er den Mann an die vorderste Front stellen, wo er getötet wird. David heiratet Batseba, wird aber vom Propheten Natan scharf angeklagt (2. Sam Kapitel 11 und 12) und muss bereuen; das Kind stirbt kurz nach der Geburt. Die Ehe zwischen David und Batseba bleibt jedoch bestehen, das nächste Kind ist Salomo, der David später mit Zustimmung Natans auf den Thron nachfolgt.

In der Zeit des zweiten Tempels galt die Frau als potentielle Ursache des Ehebruchs – die Pharisäer beispielsweise achteten darauf, Frauen nicht zu berühren (einige sogar, sie möglichst nicht zu sehen).

Offener Ehebruch, beispielsweise die Beziehung zwischen Herodes Antipas und Herodias, galt unter gläubigen Juden in der Zeit des zweiten Tempels als Skandal.

Philon von Alexandria, um Christi Geburt lebender Denker des hellenistischen Judentums, ordnete die verstreuten mosaischen Gesetze den Dekaloggeboten zu, wobei das Gebot gegen Ehebruch folgendes umfasste: vorehelichen Geschlechtsverkehr, Inzest, Heirat mit Töchtern fremder Völker, Wiederheiratung desselben Partners nach vorheriger Scheidung, Berührung während der Menstruation, wissentlich unfruchtbare Frauen heiraten, gleichgeschlechtliche Handlungen sowohl mit Jünglingen als auch mit Männern, Effeminität von Männern, Eunuchen, Bestialität (Zoophilie) und Prostitution.[10]

Christentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antoine Caron: Jesus und die Ehebrecherin, Ende 16. Jh.

In Johannes 8,2–11 (sogenannte Pericope Adulterae, vermutlich nicht ursprünglicher Teil des Johannesevangeliums) wird Jesus angesichts einer beim Ehebruch ertappten Frau gefragt, ob sie gesteinigt werden soll – ein Nein widerspräche dem Gesetz Mose, ein Ja ebenfalls, da nach 5. Mose 22,24 beide, die Frau und der Mann, gesteinigt werden sollen. Jesus antwortete: „Wer unter euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein auf sie.“ Daraufhin verlassen die Kläger den Platz. Jesus sagt zur Frau: „Ich verurteile dich auch nicht. Sündige von jetzt an nicht mehr.“

In Markus 10,2-12 sagt Jesus öffentlich, dass die Trennung einer Ehe nicht im Willen Gottes für die Schöpfung liege – als Erläuterung dann wesentlich deutlicher, dass jede Scheidung im Grunde ein Ehebruch sei. Die entsprechende Passage des Matthäusevangeliums verurteilt die Scheidung „außer wegen Unzucht“. Matthäusevangelium 5,27-32 steht: „Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. Ferner ist gesagt worden: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt, muss ihr eine Scheidungsurkunde geben. Ich aber sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, liefert sie dem Ehebruch aus; und wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist, begeht ebenfalls Ehebruch.“

In der katholischen Kirche wird der fortgeführte Ehebruch als schwere Sünde angesehen, die unter anderem vom Empfang des Sakraments der Eucharistie ausschließt. Dieser Ausschluss kann durch die Versöhnung mit Gott im Bußsakrament aufgehoben werden, was in diesem Fall die gleichzeitige Lösung der ehebrecherischen Bindung erfordert. Bei wiederverheirateten Geschiedenen wird das Zusammenleben wie „Bruder und Schwester“ akzeptiert, also ohne sexuelle Beziehung.

Die Ostkirche erlaubten ,,schon sehr früh die Ehescheidung im Falle des Ehebruchs für den Unschuldigen"; ähnliche kirchlich anerkannte Möglichkeiten gab es lange Zeit hindurch auch in der lateinischen Kirche.[11] Die Ostkirchen lehnen den Ehebruch ab, erlauben aber Geschiedenen eine ein- oder zweimalige Wiederverheiratung; allerdings wird diese im Vergleich zu einer ersten Ehe nach einem anderen Ritus vollzogen, bei dem nicht Festlichkeit, sondern Buße im Vordergrund steht.

Die gegenseitige Pflicht zur Treue in der Ehe ist in allen christlichen Kirchen bis heute unbestritten. Unterschiede gibt es in der Beurteilung des Schweregrads einer Verletzung dieser Pflicht und in den für diesen Fall geltenden Regeln. Diese unterscheiden sich heute weniger nach Konfessionen als nach konservativer oder liberaler Einstellung über Konfessionsgrenzen hinweg. So ist beispielsweise die Haltung von konservativen Katholiken und Evangelikalen vergleichbar; ebenso die Haltung von liberalen Katholiken und liberalen Protestanten.

Das Konzil von Trient schloss in seiner 24. Sitzung im Jahr 1563 „nach der Lehre des Evangeliums und des Apostels“ diejenigen aus der Kirche aus, die eine Wiederverheiratung im Falle des Ehebruchs für möglich hielten.[12]

Islam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im klassischen islamischen Recht stellt Ehebruch keinen eigenen Straftatbestand dar. Die Grenze wird vielmehr zwischen „erlaubtem Geschlechtsverkehr“ (nikāḥ) und „unerlaubtem Geschlechtsverkehr“ (Zinā) gezogen. Unerlaubt ist Geschlechtsverkehr immer dann, wenn er außerhalb eines ehelichen Verhältnisses oder eines Konkubinats des Mannes mit der eigenen Sklavin stattfindet. Auch der Geschlechtsverkehr eines Unverheirateten gilt also als Zinā. Allerdings wird durch den Status des Ihsān eine Differenzierung eingeführt, die dazu führt, dass Verheiratete, denen dieser Status zugeordnet wird, beim Zinā schärfer bestraft werden als solche Personen, die noch nie rechtsgültig verheiratet waren. Während bei letzteren Zinā entsprechend Sure 24:2 nur mit Auspeitschung bestraft wird, ist bei denjenigen, die verheiratet waren oder sind, nach weit überwiegender Meinung der Rechtsgelehrten auf Steinigung zu erkennen.[13] Grundlage für diese strafrechtliche Regelung sind verschiedene Überlieferungen, wonach der Prophet einen verheirateten Mann, der sich des Zinā schuldig gemacht hatte, steinigen ließ, sowie der Steinigungsvers.

Damit es zu einer Verurteilung wegen Zinā kommt, bedarf es nach klassischer Lehre eines vierfachen freiwilligen Geständnisses des Delinquenten bzw. der Delinquentin oder vier glaubwürdiger männlicher Zeugen, die den genitalen Kontakt in unverhüllter Form beobachtet haben.[14] Ein Ehemann, der seine Frau des Ehebruchs verdächtigt, kann anstelle der vier Zeugen einen vierfachen Verfluchungsschwur (liʿān) zu ihren Lasten ablegen. Hierbei muss er viermal bezeugen, dass er die Wahrheit spricht, und beim fünften Mal den Zorn Gottes auf sich herabrufen, falls er die Unwahrheit sagt. Die Ehefrau kann sich von der Wirkung dieses Eides nur dadurch befreien, indem sie ihrerseits viermal beeidet, dass ihr Mann lügt, und beim fünften Mal schwört, dass sie der Zorn Gottes treffen solle, wenn ihr Mann die Wahrheit gesagt haben sollte (Q 24:6-9). Die Ehe zwischen den beiden gilt nach einem solchen Vorgang allerdings als aufgelöst. Falls die Frau schwanger ist, wird das Kind ihr zugeordnet.[15]

Rechtliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2010 entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, dass Ehebruch durch Angestellte einer Kirche oder Glaubensgemeinschaft nur in Ausnahmefällen deren Kündigung rechtfertigt.[16] Rund hundert Jahre vorher gingen die meisten Länder Europas noch mit Haftstrafen gegen Ehebruch vor.[17]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesrepublik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Bundesrepublik wird der Ehebruch seit dem 1. September 1969 (1. StrRG) nicht mehr strafrechtlich sanktioniert. Zuvor war in der Diskussion über die Große Strafrechtsreform von den Unionsparteien ein Antrag eingebracht worden, der mit der Begründung einer „sittenprägenden und sittenerhaltenden Wirkung“ die angedrohte Haftstrafe verdoppeln sollte, der jedoch letztlich nicht verwirklicht wurde.[18][19] Der Ehebruch der Frau war ein Scheidungsgrund, der Ehebruch des Mannes jedoch nur dann, wenn er ihn in der ehelichen Wohnung begangen hatte.[20]

Seit dem 1. Juli 1977 ist durch das Erste Gesetz zur Reform des Ehe- und Familienrechts auch die Schuldfrage bei Scheidungen entfallen und somit Ehebruch kein Grund für eine solche mehr. Grundsätzlich entscheidend ist nur noch, ob die Ehegatten seit längerem getrennt leben.[21] Nur durch sehr schwere Fälle von Ehebruch gehen Ansprüche auf Unterhalt verloren.[22] Generell kann allenfalls die Unterlassung von Ehebruch in der gemeinsamen Wohnung des Ehepaares zivilrechtlich durchgesetzt werden.[9]

DDR[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Strafgesetzbuchs der DDR wurden in bewusster Abgrenzung gegenüber Westdeutschland bereits seit dem 1. Juli 1968 die Tatbestände der Kuppelei, Homosexualität unter Erwachsenen sowie Ehebruch nicht mehr bestraft.[23] Das Scheidungs- und Scheidungsfolgenrecht war seit der EheVO von 1955[24] verschuldensunabhängig geregelt, Ehebruch damit kein Scheidungsgrund mehr.[25][26] Diese Regelungen wurden auch in das Familiengesetzbuch (FGB) von 1965 übernommen.[27]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus dem Strafgesetzbuch der Schweiz ist der Ehebruch (Art. 214 StGB) seit dem Jahr 1989 gestrichen, was im Kanton Genf schon im Jahr 1875 vorübergehend erfolgt war.[28]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als letzter Staat Europas strich Österreich im Jahr 1997 den Ehebruch aus dem Strafgesetzbuch.[29][30]

Im Hochmittelalter drohte in Wien die Todesstrafe durch Pfählung, wenn nicht nur der ehebrechende Mann verheiratet war.[31] Im ersten gesamtösterreichischen Gesetzbuch, der Constitutio Criminalis Theresiana von 1768 (Art. 77) war es noch ein Offizialdelikt, seit dem Josephinischen Strafgesetz von 1787 (2. Teil, §§ 44–46[32]) war es ein Antragsdelikt.

Liechtenstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Strafgesetzbuch existiert keine Erwähnung des Ehebruches. Seit 1974 sind Scheidungen legalisiert.

USA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In rund zwei Dutzend Staaten der USA ist Ehebruch ein Vergehen oder Verbrechen, wird aber selten verfolgt.[33] In Michigan droht bei Ehebruch eine lebenslange Haftstrafe, allerdings ist seit 1971 niemand wegen Ehebruchs verurteilt worden.[34] In Maryland steht auf Ehebruch eine Gebühr von 10 US-Dollar.[35] In den US-Streitkräften wird Ehebruch geahndet, wenn er die Disziplin beeinträchtigt.[33] Die Hälfte der Ehemänner sowie ein Viertel der Ehefrauen gab Anfang der 1950er Jahre Ehebruch zu, und inzwischen besteht ein Gleichgewicht.[36] Rund ein Zehntel der Ehepaare in den USA führt einvernehmlich eine offene Ehe.[36]

Vorderer Orient und Nordafrika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rechtssituation in den Ländern des Vorderen Orients und Nordafrikas ist sehr unterschiedlich. In einigen Staaten und Regionen mit islamischem Rechtssystem, in denen die Hadd-Strafen noch angewandt werden, darunter Iran, Saudi-Arabien, Pakistan,[37] Sudan, Jemen und Mauretanien steht auf Ehebruch, das im Sinne des klassischen islamischen Rechts als Zinā im Ihsān-Zustand interpretiert wird, noch die Steinigung, wobei diese Strafe teilweise auch noch vollstreckt wird. Steinigungen ohne Urteil sind auch aus anderen Ländern wie Afghanistan, Irak und Somalia bekannt geworden.[38]

Das jordanische Strafgesetzbuch unterscheidet in seiner Fassung von 2011 zwischen Zinā bei Verheirateten und Zinā bei Unverheirateten. Auf Zinā des Verheirateten, also Ehebruch, steht nach Art. 282, Abs. 2 eine Haftstrafe von zwei bis drei Jahren. Wenn der Ehebruch am ehelichen Wohnsitz begangen wurde, beträgt die Haftstrafe in jedem Fall drei Jahre (Art. 282, Abs. 3). Als Beweise sind anerkannt das Ertappen des Delinquenten bzw. der Delinquentin bei der Tat, ein Schuldeingeständnis vor Gericht oder Dokumente, die die Tat eindeutig beweisen (Art. 283). Die Strafverfolgung darf aber nur aufgenommen werden, wenn der noch verheiratete Ehepartner Klage erhoben hat (Art. 284, Abs. 1). Damit die Klage gültig ist, muss sie in einem Zeitraum bis zu drei Monaten nach Kenntniserlangung von der Tat und bis zu einem Jahr nach dem Vorfall erhoben werden (Art. 284, Abs. 2). Der Ehemann, der seine Frau beim Ehebruch in flagranti ertappt und sie oder ihren Partner tötet oder verletzt, kommt in den Genuss einer Strafmilderung (Art. 340, Abs. 1). Das Gleiche gilt für die Ehefrau, die ihren Ehemann beim Ehebruch in flagranti ertappt und gegen ihn oder seine Partnerin vorgeht (Art. 340, Abs. 2).[39]

In anderen Ländern, in denen im 20. Jahrhundert westlich orientierte Strafgesetzbücher eingeführt wurden, wird Zinā nicht mehr im Sinne des klassischen islamischen Rechts verwendet, sondern als Übersetzung für das westliche Rechtskonzept des Ehebruchs. In Ägypten ist Zinā/Ehebruch weiter strafbar, wobei allerdings zwischen Männern und Frauen unterschieden wird. Bei Frauen steht auf Ehebruch eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren, Männer werden dagegen nur mit bis zu sechs Monaten Haft bestraft und auch nur dann, wenn sie den Ehebruch am ehelichen Wohnsitz begangen haben.[40]

In Tunesien hat der Ehepartner wie in Jordanien die Möglichkeit der Ehebruchsklage. Der Anspruch auf eheliche Treue endet nicht mit der rechtskräftigen Scheidung, sondern erst mit Ablauf der gesetzlichen Wartezeit. Eine Ehebruchsklage zieht in der Regel eine strafrechtliche Verfolgung nach sich. Voraussetzung ist allerdings ein anerkannter Beweis für das Fehlverhalten wie das Ertappen in flagranti, Zeugenaussagen, Schriftstücke oder Schuldeingeständnisse. In der Regel ist aber der Nachweis der ehelichen Untreue schwierig. Die Ehebruchsklage kann in jeder Phase des Rechtsprechungsprozesses zurückgezogen werden. Nimmt einer der Ehepartner seinen Ehebruchsvorwurf zurück, wird auch die strafrechtliche Verfolgung unterbrochen.[41]

In der Türkei ist Zinā/Ehebruch nur noch im Scheidungsrecht relevant. Das Türkische Zivilgesetzbuch, das sich an das Schweizer Zivilgesetzbuch anlehnt, führt es unter den besonderen Scheidungsgründen auf (siehe Türkisches Scheidungsrecht). Die AKP-Regierung wollte 2004 Ehebruch per Gesetz unter Strafe stellen, musste allerdings aufgrund des großen Widerstands der türkischen Öffentlichkeit und des politischen Drucks von Seiten der EU-Länder wieder davon Abstand nehmen.[42]

Asien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Volksrepublik China gibt es für Ehebruch keine rechtliche Regelung.[43]

In Indien ist Ehebruch nach Abschnitt 497 des 1860 in Kraft getretenen Indischen Strafgesetzbuchs strafbar, wobei sich allerdings nur Männer strafbar machen, die mit verheirateten Frauen schlafen.[44]

Auf den Philippinen – als Beispiel eines katholisch geprägten Staates – steht Ehebruch unter Strafe, aber selbst führende Politiker zeigen sich öffentlich abwechselnd mit ihrer Ehefrau und einer Nebenfrau.[45] Scheidungen sind gemäß der Verfassung nur der muslimischen Minderheit erlaubt.

Im Februar 2015 hob das höchste Gericht Südkoreas die 1953 eingeführte Strafbarkeit des Ehebruchs auf, nachdem es die Bestrafung für verfassungswidrig erklärt hatte.[46]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Donald S. Marshall, Robert C. Suggs (ed.): Human Sexual Behavior. Variations in the Ethnographic Spectrum. Basic Books, London 1971.
  • Arne Duncker: Gleichheit und Ungleichheit in der Ehe – Persönliche Stellung von Frau und Mann im Recht der ehelichen Lebensgemeinschaft 1700–1914. Böhlau Verlag, 2003, ISBN 3-412-17302-9, S. 677–721, 1105–1107 (Auszüge bei Google).
  • John Burton: Law and exegesis: the penalty for adultery in Islam. In Gerald Hawting (ed.): Approaches to the Qur'ān. London: Routledge 1993. S. 269–284.

Historische Literatur

  • Alfonso Martínez de Toledo: El Corbacho o la aprobación del goce mundano. University of California Press, Berkeley 1939 (Das 1495 erstmals erschienene Hauptwerk dieses Autors ist ein Traktat über die Schlechtigkeit der Frauen und ihre Neigung zu Ehebruch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Adultery – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Ehebruch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikiquote: Ehebruch – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Gerhard Köbler: Lexikon der europäischen Rechtsgeschichte. München 1997. s.v. Ehebruch. Hier online verfügbar: http://koeblergerhard.de/zwerg-index.html.
  2. Helmut Lukas, Vera Schindler, Johann Stockinger: Ehebruch. In: Interaktives Online-Glossar: Ehe, Heirat und Familie. Universität Wien. 1993–1997. Abgerufen am 29. März 2013.
  3. Helen Fisher: Anatomy of Love – A natural History of Mating, Marriage, and why we stray. Random House, New York 1992, ISBN 0-449-90897-6 (S. 87: „There exists no culture in which adultery is unknown, no cultural device or code that extinguishes philandering.“).
  4. Boris Kálnoky: Wie türkische Frauen unter der Vielweiberei leiden. Die Welt. 4. Juni 2011. Abgerufen am 29. März 2013.
  5. a b c Jens-Uwe Krause: Kriminalgeschichte der Antike. C. H. Beck, 2004, ISBN 3-406-52240-8, S. 40–42 (Auszüge bei Google [abgerufen am 29. März 2013]).
  6. Debra Hamel: Trying Neaira – The True Story of a Courtesan's Scandalous Life in Ancient Greece. Yale University Press, 2003, ISBN 0-300-09431-0, S. 69 (Auszüge bei Google [abgerufen am 29. März 2013]).
  7. Peter Mauritsch: Sexualität im frühen Griechenland. Böhlau Verlag, 1992, ISBN 3-205-05507-1, S. 62 ff. (Auszüge bei Google [abgerufen am 29. März 2013]).
  8. Jens-Uwe Krause: Kriminalgeschichte der Antike. C. H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-52240-8, V. Kriminalität im römischen Reich, S. 176 f.
  9. a b Edward Schramm: Ehe und Familie im Strafrecht. Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 2011, ISBN 978-3-16-150929-2 (Auszüge bei Google [abgerufen am 29. März 2013]).
  10. Philon, The Special Laws 3.1-82
  11. Prof. Dr. Joseph Ratzinger in "Theologie der Ehe", siehe bei ÖAK. Er nimmt Bezug auf W. Molienski, Ehe, in: Sacramentum Mundi I 978 f
  12. Konzil von Trient, 24. Sitzung (11. November 1563), Kanon 7: Wer sagt, die Kirche irre, wenn sie lehrte und lehrt, gemäß der Lehre des Evangeliums und des Apostels könne das Band der Ehe wegen Ehebruchs eines der beiden Gatten nicht aufgelöst werden, und keiner von beiden, nicht einmal der unschuldige, der keinen Anlaß zum Ehebruch gegeben hat, könne, solange der andere Gatte lebt, eine andere Ehe schließen, und derjenige, der eine Ehebrecherin entläßt und eine andere heiratet, und diejenige, die einen Ehebrecher entläßt und einen anderen heiratet, begingen Ehebruch: der sei mit dem Anathema belegt. Übersetzung nach Stefan Ihli: Die potestas vicaria des Papstes. Ursprung, Reichweite und Grenzen, NomoK@non-Webpublikation, 2000, hier Rdnr. 19; vgl. zu den Hintergründen der komplizierten Formulierung auch Rudolf Weigand: Das Scheidungsproblem in der mittelalterlichen Kanonistik. In: Theologische Quartalschrift, Bd. 151, 1971, S. 52–60, hier S. 59 f.
  13. Vgl. Tilman Nagel: Das islamische Recht. Eine Einführung. Westhofen 2001. S. 88. und Mathias Rohe: Das islamische Recht. Geschichte und Gegenwart. 2. Aufl. München 2009. S. 125.
  14. Vgl. George-Henri Bousquet: L’ethique sexuelle de l’Islam. Paris 1966. S. 66f.
  15. Vgl. Patrick Franke: "Die islamische Sexualethik vor den Herausforderungen der sexuellen Moderne: Abwehrreaktionen, Anpassungsversuche und Gegenentwürfe" in U. Busch (Hg.): Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte. Nationale und internationale Perspektiven. Baden-Baden 2010. S. 85–110. S. 89.
  16. Kirche: Kündigung wegen Ehebruchs ist illegal – meistens. Focus. 23. September 2010. Abgerufen am 29. März 2013.
  17. Max Marcuse (Hrsg.): Handwörterbuch der Sexualwissenschaft. De Gruyter, 1923, S. 72–74 (Auszüge bei Google [abgerufen am 29. März 2013]).
  18. Schuld ohne Strafe?. Der Spiegel. 10. April 1967. Abgerufen am 29. März 2013.
  19. Nicht gesprungen. Der Spiegel. 12. Mai 1969. Abgerufen am 29. März 2013.
  20. Ute Gerhard-Teuscher: Frauenfragen an die Rechtswissenschaft. Zur Rechtsgeschichte der Frau im 19. Jahrhundert. In: Margarete Fabricius-Brand, Sabine Berghahn, Kristine Sudhölter: Juristinnen. Berichte, Fakten, Interviews. In: EP 88. Elefanten Press, 1982, abgerufen am 8. März 2018. S. 231–244. Darin: S. 240.
  21. Scheidungsgründe. In: Bürgerliches Gesetzbuch. Bundesministerium der Justiz. Abgerufen am 29. März 2013.
  22. Kein Unterhalt bei Ehebruch?. Deutscher Anwaltverein. Abgerufen am 29. März 2013.@1@2Vorlage:Toter Link/familienanwaelte-dav.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  23. Peter Borowsky: Die DDR in den sechziger Jahren/Neues Strafrecht bpb, 5. April 2002
  24. Verordnung über Eheschließung und Eheauflösung vom 24. November 1955, GBl I S. 849
  25. Die Entwicklung des Familienrechts in der DDR Humboldt-Universität zu Berlin 2008, S. 70 ff.
  26. Marlies Menge: Sex in der DDR: Das uneheliche Kind gehört zum guten Ton Die Zeit, 4. August 1972
  27. Familiengesetzbuch der Deutschen Demokratischen Republik vom 20. Dezember 1965 (GBl 1966 I S. 1); BVerfG, Beschluss vom 2. Juni 2003 – 1 BvR 789/96 Rdnr. 9
  28. Ehebruch. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2006. Abgerufen am 29. März 2013.
  29. Debatte über Untreue-Gesetz: Noch 1997 drohte Österreichs Ehebrechern Gefängnis. Spiegel Online. 10. September 2004. Abgerufen am 29. März 2013.
  30. StGB § 194. Rechtsinformationssystem des Bundes, 28. Februar 1997, abgerufen am 10. September 2013.
  31. Wie es das Recht verlangt. Westdeutscher Rundfunk. 22. März 2005. Abgerufen am 29. März 2013.
  32. Justizgesetzsammlung. 1786-1787 Nr. 611. 13. Januar 1787, S. 53, abgerufen am 10. September 2013.
  33. a b Adultery, an Ancient Crime That Remains on Many Books. The New York Times. 14. November 2012. Abgerufen am 29. März 2013.
  34. Adultery could mean life, court finds (Memento vom 6. Februar 2007 im Internet Archive).
  35. New York Penal Law Section 255.17. Abgerufen am 25. Oktober 2011.
  36. a b Jonathan Turley: Of Lust and the Law. The Washington Post. 5. September 2004. Abgerufen am 29. März 2013.
  37. Vgl. dazu Rubya Mehdi: The Islamization of the Law in Pakistan. Richmond, Surrey 1994. S. 116–131.
  38. Internationale Gesellschaft für Menschenrechte: Steinigung – ein Überblick. Online
  39. Vgl. den arabischen Text des jordanischen Strafgesetzbuches in seiner Fassung von August 2011.
  40. Vgl. den arabischen Text des ägyptischen Strafgesetzbuches und die englische Übersetzung Art. 274 und 277.
  41. Stephanie Waletzki: Ehe und Ehescheidung in Tunesien: zur Stellung der Frau in Recht und Gesellschaft. Schwarz, Berlin, 2001. S. 220f. Digitalisat
  42. Pinar Ilkkaracan: "How Adultery almost derails Turkey's Aspirations to Join the European Union" in Pinar Ilkkaracan (ed.): Ambitions Deconstructing Sexuality in the Middle East: Challenges and Discourses. Routledge, Abingdon, 2008. S. 41–64.
  43. Liu Minghui: Adultery is more of a moral than legal crime. In: China Daily. 3. Juli 2014, abgerufen am 18. Oktober 2017.
  44. Section 497 in The Indian Penal Code. Abgerufen am 18. Oktober 2017.
  45. Scheidung auf Philippinisch. Berliner Zeitung. 24. November 2007. Abgerufen am 29. März 2013.
  46. Kondomboom nach Ehebruchurteil in Südkorea.@1@2Vorlage:Toter Link/orf.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Österreichischer Rundfunk, 26. Februar 2015
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