Eichelhardt

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Eichelhardt
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Eichelhardt hervorgehoben
50.7182957.700665296Koordinaten: 50° 43′ N, 7° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Altenkirchen (Westerwald)
Höhe: 296 m ü. NHN
Fläche: 2,84 km²
Einwohner: 476 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 168 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57612
Vorwahlen: 02681, 02682
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 022
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 13
57610 Altenkirchen
Webpräsenz: www.vg-altenkirchen.de
Ortsbürgermeister: Friedhelm Höller
Lage der Ortsgemeinde Eichelhardt im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Über dieses Bild

Eichelhardt ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Altenkirchen an.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Eichelhardt liegt etwa 5 km nordöstlich von Altenkirchen an der Bundesstraße 256 Richtung Wissen. Die Bezeichnung „Erzstraße“ für die B 256 erinnert noch heute an die Bedeutung dieses früheren Transportweges für in der Gegend gefördertes Erz.

Zu Eichelhardt gehört der westlich liegende Wohnplatz Hof Talblick.[2]

Nachbarorte sind Bruchertseifen im Norden, Giesenhausen im Südosten, Volkerzen im Westen und Racksen im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde lange Zeit vom Bergbau geprägt. Am Ort der Grube Petersbach ist bereits für die Zeit vor 1674 und erneut 1770 Bergbau nachgewiesen. Sie wurde seitdem in unterschiedlicher Intensität genutzt, im Jahr 1891 stillgelegt und 1899 wiedereröffnet. Endgültig wurde die Grube 1937 stillgelegt, sie war mit einer Tiefe von 1.025 Metern und fast 600 Mitarbeitern eine der bedeutendsten Erzgruben im Kreis Altenkirchen.

Eichelhardt gehörte zur Grafschaft Sayn und nach deren Teilung im 17. Jahrhundert zur Grafschaft Sayn-Altenkirchen. Innerhalb der Grafschaft gehörte Eichelhardt zum Kirchspiel Altenkirchen, das auch eine weltlichen Verwaltungseinheit darstellte und die niedere Gerichtsbarkeit ausübte. 1787 wurden in Eichelhardt 19 Haushaltungen gezählt. Im Jahr 1803 wurde die Grafschaft und damit Eichelhardt im Reichsdeputationshauptschluss dem Fürstentum Nassau-Usingen zugesprochen, das 1806 im Herzogtum Nassau aufging. Infolge der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Beschlüsse sowie aufgrund eines zwischen Nassau und Preußen abgeschlossenen Vertrages wurden die beiden vormals saynischen Grafschaften an das Königreich Preußen abgetreten.

Unter der preußischen Verwaltung gehörte Eichelhardt zur Bürgermeisterei Altenkirchen im 1816 neu gebildeten gleichnamigen Kreis im Regierungsbezirk Koblenz, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Eichelhardt, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 129
1835 169
1871 262
1905 287
1939 338
Jahr Einwohner
1950 415
1961 408
1970 410
1987 394
2005 482

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Eichelhardt besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Neben einigen Nebenerwerbslandwirten bestimmen mittelständische Betriebe die Erwerbsstruktur. Die Eifelwerk Präzisionsgusstechnik GmbH ist eine Gießerei für Leichtmetallgusserzeugnisse und Metallweiterverarbeitung für diverse Branchen. Die Gebrüder Schumacher GmbH ist ein Zulieferer für Maschinen und Fahrzeuge der Landwirtschaftstechnik. Außerdem bestehen in Eichelhardt diverse Geschäfte der Grundversorgung, darunter einer Gaststätte.

Kulturdenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Kulturdenkmäler in Eichelhardt

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kurt Idelberger: Die alte Schule in Eichelhardt und ihre Lehrer, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen, 42. Jahrgang, 1999, S. 136-139.
  • Kurt Idelberger: „Bergbauernprobleme“ 1763 im Raum um Eichelhardt, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen, 28. Jahrgang, 1985, S. 215.
  • Kurt Idelberger: 150 Jahre Gasthof Scheel, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen, 47. Jahrgang, 2004, S. 69-71.
  • Daniel Schneider: Die Geschichte der Ortsgemeinde Obererbach (Westerwald). Die Ortschaften Hacksen, Niedererbach, Obererbach und Koberstein vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 2 Bände, Obererbach 2009, ISBN 978-3-00-027494-7 (mit zahlreichen Bezügen zu Eichelhardt).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eichelhardt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 7 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen