Eichenberg (Neu-Eichenberg)

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Eichenberg
Koordinaten: 51° 22′ 16″ N, 9° 54′ 0″ O
Höhe: 275 (260–315) m ü. NHN
Fläche: 8,53 km²[1]
Einwohner: 766 (31. Dez. 2015)[2]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 37249
Vorwahl: 05542
Karte
Bahnhofsgebäude
Bahnhof Eichenberg
Blick von Eichenberg Dorf südostwärts zum Schloss Arnstein; links hinten die Burg Hanstein vor der Junkerkuppe

Eichenberg ist der größte Ortsteil der Gemeinde Neu-Eichenberg im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis. Er besteht aus Eichenberg Dorf und Eichenberg Bahnhof.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eichenberg Dorf liegt 2,1 km westsüdwestlich des am Südfuß der Schmiedeköpfe (251,6 m ü. NHN) gelegenen Dreiländerecks Hessen-Niedersachsen-Thüringen (ca. 233 m). Nördlich des Dorfs (auf 260 bis 315 m)[3] befindet sich Berge, nordnordöstlich Hebenshausen, ostnordöstlich liegt jenseits der Bundesstraße 27 und 500 m westnordwestlich des Dreiländerecks der Eichenberger Ortsteil Eichenberg Bahnhof (ca. 230 bis 250 m)[4] mit dem Bahnhof Eichenberg, südöstlich steht das Schloss Arnstein, südsüdwestlich befindet sich Unterrieden und südwestlich Witzenhausen. Westlich erhebt sich mit Auf der Schärfe (477,2 m) die höchste Erhebung des Sandwaldes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf (heutiges Eichenberg Dorf) wurde erstmals im Jahre 1258 erwähnt. Der Ort gehörte bis 1821 zum hessischen Amt Ludwigstein/Witzenhausen und danach zum Landkreis Witzenhausen. Während der französischen Besetzung gehörte er zum Kanton Friedland im Königreich Westphalen (1807–1813).

Eichenberg Bahnhof entstand erst mit dem Bau der Bahnstrecke Halle–Hann. Münden 1858 rund um den Bahnhof, und später kam die Bahnstrecke Göttingen–Bebra hinzu. Beide Bahnstrecken stoßen am nordöstlich von Eichenberg Bahnhof gelegenen Eichenberger Gleisdreieck aufeinander und führen vom Gleisdreieck durch den Bahnhof nach Südwesten; zudem endete im Bahnhof die Bahnstrecke Velmeden–Eichenberg. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde am Ortsrand Braunkohle abgebaut.

Am 1. Februar 1971 wurde die Gemeinde Eichenberg im Zuge der Gebietsreform in Hessen mit vier weiteren Orten zur neuen Gemeinde Neu-Eichenberg zusammengeschlossen.[5][6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekanntestes Bauwerk ist das etwa 1 km südöstlich von Eichenberg Dorf auf einer Anhöhe errichtete Schloss Arnstein.

Der Ortskern von Eichenberg Dorf steht unter Denkmalschutz. Hierzu zählt neben zahlreichen Fachwerkhäusern auch die Dorfkirche und der von Linden eingefasste ehemalige Gerichtsplatz mit Resten eines Steintisches. Am westlichen Ortsrand befindet sich der Karlsbrunnen mit einer periodisch unterbrochenen Wasserschüttung.

Am südlichen Ortsausgang von Eichenberg Dorf findet man den „Malstein“, auch das „Mainzer Rad“ genannt; es handelt sich dabei um einen mit Malteserkreuz verzierten Gedenkstein, dessen ursprüngliche Bedeutung unbekannt ist.[7]

Unmittelbar südlich des Eichenberger Gleisdreiecks liegt das Museumsbahngelände der Eichenberger Waldbahn.[8]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Eichenberg gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus, Kinderspielplätze und einen Bolzplatz.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eichenberg, Werra-Meißner-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 10. Februar 2015). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Aktuelle Einwohnerzahlen der Gemeinde Neu-Eichenberg, abgerufen am 27. März 2016, auf neu-eichenberg.de (offizielle Homepage)
  3. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  4. Eichenberg Bahnhof (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive), auf neu-eichenberg.net
  5. Der Hessische Minister des Inneren: Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Punkt 328, Abs. 35 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,2 MB]).
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 409.
  7. N.N.: Eichenberg. In: Hessischer Heimatbund (Hrsg.): Kreis Witzenhausen. Handbuch des Hessischen Heimatbundes. Band IV. J.A. Koch Buchdruckerei, Marburg a. d. Lahn 1971, S. 154 f.
  8. Eichenberger Waldbahn, auf eichenberger-waldbahn.de;
    siehe auch: Eichenberger Waldbahn, auf wiki-goettingen.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]