Eichtalpark

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Restaurant Eichtalpark

Der Eichtalpark ist eine circa 7,5 Hektar große öffentliche Parkanlage im Hamburger Stadtteil Wandsbek. Er erstreckt sich entlang der Wandse zwischen der Kedenburgstraße im Westen und der Straße Bei der Hopfenkarre im Osten. Im Norden wird er durch die Walddörferstraße, im Süden durch die Ahrensburger Straße begrenzt.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Park geht auf ein früheres Privatanwesen des Wandsbeker Lederfabrikanten Lucas Lütkens zurück. Dieser ließ auf dem Grundstück Eichen anpflanzen, um aus deren Rinde und Laub Gerbstoffe für die Lederherstellung zu gewinnen. Sein Enkel Caspar Lütkens wandelte die Plantage später in einen Park um.[1] 1926 kaufte die damals noch selbständige Stadt Wandsbek das Gelände und ließ es von Hermann Koenig zum öffentlichen Wandsbeker Stadtpark umgestalten.[2] Die im Park befindliche Villa wurde bis zu ihrer Zerstörung 1943 vom Heimatmuseum Wandsbek genutzt.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das südliche Eingangsbauwerk (zur Ahrensburger Straße) wurde 1927 als Bedürfnisanstalt errichtet, in die die beiden Sphinxe des Lütkens'schen Parkgrundstücks integriert wurden. Sie wurden von dem schwedischen Bildhauer Johann Wilhelm Manstadt ursprünglich für das Schimmelmann'sche Palais in der Hamburger Mühlenstraße geschaffen. Seit dem 1. September 2005 steht es unter Denkmalschutz.[4] Die Sanierung des Torhauses am Eichtalpark wurde 2019 abgeschlossen und zur kulturellen Nutzung dem Verein der Freunde des Eichtalparks übergeben.[5]
  • Das Restaurant Eichtalpark, eine ehemalige Wassermühle. Erste Erwähnung 1572, das jetzige Gebäude wurde 1888 nach Brand des Vorgängers errichtet. Nachdem 1928 das Gebäude in ein Restaurant umgewandelt wurde, ist erst 1930 das Wasserrad entfernt worden.

Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Östlich an den Eichtalpark grenzen der Botanische Sondergarten Wandsbek sowie der Sportpark Hinschenfelde des Sportvereins TSV Wandsetal.[6] Zu ihm gehören ein Fußballstadion sowie eine Tennisanlage mit vier Sandplätzen.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Eichtalpark. In: hamburg.de. Abgerufen am 12. Februar 2017.
  2. Karin von Behr: Koenig, Hermann. In: Franklin Kopitzsch, Dirk Brietzke (Hrsg.): Hamburgische Biografie. Band 3. Wallstein, Göttingen 2006, ISBN 3-8353-0081-4, S. 207.
  3. Michael Pommerening: Wandsbek. Ein historischer Rundgang. Mühlenbek-Verlag Hamburg 2000, S. 82.
  4. Information der Kulturbehörde zum Denkmalschutz. Abgerufen am 12. Februar 2017.
  5. Bezirksamt Hamburg-Wandsbek: Die Sanierung des Torhauses am Eichtalpark ist abgeschlossen. In: /www.hamburg.de. 19. Februar 2019, abgerufen am 26. Januar 2020.
  6. Homepage des TSV Wandsetal
  7. Fotos vom Sportpark Hinschenfelde auf stadionwelt.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Eichtalpark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 53° 34′ 45″ N, 10° 5′ 27″ O