Eigenfertigung

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Eigenfertigung ist die Erstellung eines Produkts innerhalb der eigenen betrieblichen Leistungserstellung. Alle Aktivitäten zur Erstellung der bestimmten Leistung sind Teil der Eigenfertigung. Der Gegensatz zur Eigenfertigung ist die Fremdfertigung.

Betriebswirtschaftliche Konsequenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abwägung von Eigenfertigung gegenüber Fremdfertigung ist bedeutend in Bezug auf folgende betriebswirtschaftliche Konsequenzen.

Relevante Kosten der Eigenfertigung, welche bei der Fremdfertigung (Outsourcing) nicht anfallen, sind unter anderem, die der Planung, die des Betriebes und der Steuerung notwendiger Prozesse, sowie die der Kontrolle. Maßgeblich entscheidet auch die Wahl des Prozesstyps über die sich anschließenden Kosten mit (Push-pull-boundary etc.). Weiter zu beachten ist bei dieser Entscheidung die jeweilige Unternehmensstrategie, als auch die Frage ob die jeweilige Leistungserstellung eine Kernkompetenz für das Unternehmen darstellt oder in Zukunft darstellen soll. Auch das Know-how kann diese Entscheidung beeinflussen; hierbei fließen auch aktuelle oder zukünftige Vorteile aus dem Erfahrungskurven-Gesetz mit ein.

Zentrale Instrumente der Entscheidungsfindung des Make-or-Buy (Eigenfertigung oder Fremdbezug) sind Investitionsrechnungen und Scoring-Verfahren.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Fandel: Produktion. Band 1: Produktions- und Kostentheorie. 6. Auflage. Springer, Berlin u. a. 2005, ISBN 3-540-25023-9.
  • Christoph Schneeweiß: Einführung in die Produktionswirtschaft. 8. verbesserte und erweiterte Auflage. Springer, Berlin u. a. 2002, ISBN 3-540-43192-6.
  • Marcell Schweitzer (Hrsg.): Industriebetriebslehre. Das Wirtschaften in Industrieunternehmungen. 2. völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Vahlen, München 1994, ISBN 3-8006-1755-2.