Ein Mann sieht rot

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Filmdaten
Deutscher Titel Ein Mann sieht rot
Originaltitel Death Wish
Death wish de.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1974
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe FSK 18 (Indiziert)
Stab
Regie Michael Winner
Drehbuch Wendell Mayes
Produktion Dino de Laurentiis
Musik Herbie Hancock
Kamera Arthur J. Ornitz
Schnitt Bernard Gribble
Besetzung

Ein Mann sieht rot ist ein US-amerikanischer Kriminalthriller aus dem Jahr 1974. Regisseur Michael Winner inszenierte den Film nach dem Roman Der Vigilant oder ein Mann sieht rot (beziehungsweise später Ein Mann sieht rot; Originaltitel: Death Wish) von Brian Garfield. Der Film ist der erste Teil der Death-Wish-Reihe.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul Kersey kehrt nach seinem Urlaub mit seiner Frau aus Hawaii ins triste New York heim. Während er wieder seinem Job in einem renommierten Architektenbüro nachgeht, werden seine Frau und Tochter nach einem Einkauf von jugendlichen Kriminellen in ihrer Wohnung schwer misshandelt; die Tochter wird von einem der Täter zum Oralverkehr gezwungen. Während seine Frau im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erliegt, stellen die Ärzte bei seiner Tochter ein schweres Trauma fest. Sie wird schließlich in einem Sanatorium untergebracht. Kersey vereinsamt in Trauer und Wut, vertieft sich mehr und mehr in Arbeit. Bei der Planung eines Immobilienprojekts in Arizona erkennt der dort ansässige Kunde, ein Rinderbaron, Kerseys Talent für den Umgang mit Schusswaffen und schenkt ihm als Dank für die gute Zusammenarbeit einen Revolver. Zurück in New York beginnt er nun systematisch, Räuber in der Nacht das Fürchten zu lehren. Als vermeintliches Opfer wehrt er sich mit seiner Waffe und erschießt als erstes einen Drogensüchtigen, der Geld per Waffengewalt von seinen Opfern abpresst. Weitere Opfer, insgesamt zehn, folgen, aber auch die Polizei schöpft bereits gegen ihn Verdacht. Bei einer weiteren Schießerei wird Kersey verletzt und schleppt sich auf ein Fabrikgelände. Dort findet ihn ein Polizist. Der auf den Fall angesetzte Inspektor Ochoa verhört ihn allein im Krankenhaus. Kersey wird die Chance gegeben, aus New York zu verschwinden, da sich die Straftaten durch sein Handeln in der Stadt verringert haben und man ihn nicht zum Märtyrer machen will. Kersey nimmt an und beginnt in Chicago ein neues Leben.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ein zynischer Film, der suggestiv und kalkuliert alle Mittel einsetzt, um Selbstjustiz zu rechtfertigen.“

Lexikon des internationalen Films[1]

„Spannend gemacht, mit zwiespältiger Botschaft.“

TV Spielfilm[2]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Film heizte seinerzeit heftige Diskussionen über das Thema Selbstjustiz in den USA und Europa an.
  • Jeff Goldblum und Denzel Washington gaben mit diesem Film ihr Leinwanddebüt - jeweils in der Rolle eines Kleinkriminellen.
  • Für die Rolle des Paul Kersey waren auch Frank Sinatra, Clint Eastwood und Gregory Peck im Gespräch.
  • Paul Kersey besucht mit dem Rinderbaron eine Westernshow in Tuscon und adaptiert schließlich die Handlungen des fiktiven Sheriffs in die reale Welt.

Fortsetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz reger Kritik gab es bis 1993 vier Fortsetzungen. Bis auf den fünften Teil werden diese auch regelmäßig in Deutschland ausgestrahlt. Teil fünf wird bisher nur in Österreich deutschsprachig ausgestrahlt. Teil zwei und drei inszenierte erneut Regisseur Michael Winner.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grammy Award Nominierung 1975[3]
  • Goldene Leinwand 1976[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Mann sieht rot im Lexikon des internationalen Films
  2. Ein Mann sieht rot auf tvspielfilm.de
  3. a b Awards

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]