Ein Teil von uns

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Filmdaten
Originaltitel Ein Teil von uns
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2016
Länge 89 Minuten
Stab
Regie Nicole Weegmann
Drehbuch Esther Bernstorff
Produktion Kerstin Schmidbauer
Musik Florian van Volxem,
Sven Rossenbach
Kamera Alexander Fischerkoesen
Schnitt Andrea Mertens
Besetzung

Ein Teil von uns ist ein deutscher Fernsehfilm aus dem Jahr 2016 der Constantin Television GmbH (Produzentin: Kerstin Schmidbauer) im Auftrag des Bayerischen Rundfunks für den FilmMittwoch im Ersten. Redaktion hatten Claudia Simionescu und Amke Ferlemann. Regie führte Nicole Weegmann (Ihr könnt euch niemals sicher sein, Mobbing), das Drehbuch hat Esther Bernstorff (u.a. 4 Könige) geschrieben.

Der Film erzählt ein Tabuthema unserer Gesellschaft. Kinder von Obdachlosen verleugnen oft ihr Elternteil und damit auch einen Teil von sich. Dass der eigene Vater oder die Mutter ein Leben auf der Straße führt, das in der Regel mit schweren psychischen und physischen Abstürzen und einem "würdelosen Lebenszustand" verbunden ist, belastet oftmals auch das Leben der Angehörigen schwer und kann das eigene Selbstwertgefühl auf eine harte Probe stellen. Es geht in diesem Fernsehfilm um die Herausforderungen, die ein Leben mit einem obdachlosen Angehörigen, in unserem Fall mit einer psychisch kranken Mutter, mit sich bringt.

Die Erstaufführung war am 29. Juni 2016 beim Filmfest München.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nadja hat ihr Leben endlich im Griff – ein guter, erfüllender Job, eine eigene Wohnung und eine neue Liebe. Doch nach Jahren ohne Kontakt zu ihrer Mutter Irene, taucht diese auf der Hochzeit von Nadjas Bruder plötzlich auf und bricht damit wieder mitten in ihr Leben ein. Nadja gelingt es, die rabiat auftretende Mutter von der Feier wegzulotsen. Erneut muss sich Nadja ihrer familiären Situation stellen. Denn Irene lebt auf der Straße und ist psychisch krank. In den nächsten Tagen kümmert sie sich erneut um eine Bleibe für sie. Nadjas Bruder Micki und auch ihr Vater Norbert wünschen aus Selbstschutz gar keinen Kontakt zu Irene. Nadja ist wie immer die Einzige in der Familie, die sich für ihre Mutter verantwortlich fühlt. Doch Irene lässt sich nicht bevormunden. Schon gar nicht von der eigenen Tochter. Nadja muss lernen, die Scham abzulegen, das Schicksal ihrer Mutter anzunehmen und trotzdem ihr eigenes Leben zu leben. Schließlich gibt Nadja eine Reise mit ihrem Freund auf, nur um das Leben ihrer Mutter wieder auf ein mit der Chance des Überlebens verbundene Gleis zu setzen.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten der Außenaufnahmen entstanden in München.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde 2016 für das FernsehFilmFestival Baden-Baden nominiert und erhielt am 25. November den 3Sat-Zuschauerpreis sowie Sonderpreise für beide Hauptdarstellerinnen und das Drehbuch.

2017 wurden Esther Bernstorff (Buch), Nicole Weegmann (Regie), Brigitte Hobmeier (Darstellerin) und Jutta Hoffmann (Darstellerin) für die Produktion mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rezensionen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]