Ein gutes Omen

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Ein gutes Omen. Die freundlichen und zutreffenden Prophezeiungen der Hexe Agnes Spinner (Originaltitel: Good Omens. The Nice and Accurate Prophecies of Agnes Nutter, Witch) ist ein 1990 erschienener Roman von Terry Pratchett und Neil Gaiman (Übersetzung: Andreas Brandhorst). Er beschreibt in humorvoller Art den Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Gott und Teufel, repräsentiert durch einen Engel und einen Dämon auf Erden.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte spielt am Ende des 20. Jahrhunderts, und die Apokalypse steht unmittelbar bevor. Der Engel Erziraphael und der Dämon Crowley bekommen daher einiges zu tun. Wie viele Agenten teilen auch diese beiden langjährigen Kontrahenten mehr Gemeinsamkeiten als die Seiten, für die sie stehen. Ihre Jagd dreht sich um den Antichrist, der infolge einiger dummer Zufälle bei seiner Geburt vertauscht wurde, aber für die finale Schlacht unbedingt vonnöten ist.

Sehr anschaulich sind die vier Apokalyptischen Reiter beschrieben, die, wie in der Bibel vorgesehen, einer nach dem anderen auf dem Plan erscheinen. Dabei ist nur der Tod als Sensenmann des Mittelalters erhalten geblieben. Krieg darf als rothaariger Vamp posieren, und Hunger hat in der Zeit der Power-Diäten ein leichtes Spiel. Nur Pest wurde mit der Erfindung des Penizillins überflüssig und wird von „Umweltverschmutzung“ würdig vertreten.

Pratchett und Gaiman verflechten in ihrer Satire die biblischen Prophezeiungen mit denen von Nostradamus. Dessen Rolle wird von der Hexe Agnes Spinner übernommen, deren Nachkommen, ähnlich heutigen Nostradamus-Gläubigen, ihre liebe Not haben, die ungeordneten und kryptischen Vorhersagen ihre Familienplanung und die Weltpolitik betreffend zu entschlüsseln.

Geplante Verfilmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit einigen Jahren existiert eine Drehbuchfassung des Romans, die von Terry Gilliam umgesetzt werden sollte. Laut Gilliam hatten Johnny Depp und Robin Williams ihr Mitwirken zugesagt, die nötigen zusätzlichen 15 Millionen US$ konnten trotzdem nicht aufgetrieben werden, wofür von der Presse das desaströse Ergebnis der letzten Zusammenarbeit zwischen Gilliam und Depp, die bis heute nicht fertiggestellte Don-Quijote-Verfilmung, verantwortlich gemacht wird (siehe auch Lost in La Mancha). 2011 war erstmals von einer TV-Adaption die Rede, für die Terry Jones und Gavin Scott verantwortlich zeichnen sollten.[1] Im Januar 2017 gab Amazon Studios bekannt, u.a. zusammen mit der BBC eine 6-teilige Miniserie zu produzieren. Neil Gaiman fungiert dabei als Drehbuchautor, Showrunner und Executive Producer.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neil Gaiman, Terry Pratchett; Andreas Brandhorst (Übs.): Ein gutes Omen: die freundlichen und zutreffenden Prophezeiungen der Hexe Agnes Spinner. Rogner und Bernhard bei Zweitausendeins, Hamburg 1991, ISBN 3-8077-0247-4.
  • Neil Gaiman, Terry Pratchett: Good omens: the nice and accurate prophecies of Agnes Nutter, witch. Workman Pub., New York 1990, ISBN 0-89480-853-2 (englisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Morgan Jeffery: 'Good Omens' TV series in development?. Digital Spy. 8. Februar 2011. Archiviert vom Original am 29. Juni 2011. Abgerufen am 7. März 2011.
  2. Neil Gaiman adaptiert Good Omens für Amazon Studios und die BBC. 3. Januar 2017, abgerufen am 28. Januar 2017 (deutsch).