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Ein starkes Team: Der tote Mörder

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Folge 98 der Reihe Ein starkes Team
Titel Der tote Mörder
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Länge 89 Minuten
Produktions­unternehmen UFA Fiction
im Auftrag des ZDF
Regie Martin Kinkel
Drehbuch Timo Berndt
Musik Patrick Schmitz
Kamera Henning Jessel
Schnitt Philipp Schmitt
Premiere 4. Jan. 2025 auf ZDF
Besetzung
Episodenliste

Der tote Mörder ist ein deutscher Fernsehfilm von Martin Kinkel aus dem Jahr 2025. Es handelt sich um die 98. Folge der Krimiserie Ein starkes Team mit Florian Martens und Stefanie Stappenbeck in den Hauptrollen. Es ist der vierunddreißigste Einsatz von Linett Wachow an der Seite von Otto Garber. Die Erstausstrahlung der Episode erfolgte am 4. Januar 2025 im ZDF.

Lars Schilling, der bis vor Kurzem in Haft saß, weil er wegen Mordes an seiner Freundin verurteilt wurde, wird eines nachts absichtlich von einem Auto angefahren und getötet. Linett Wachow und Otto Garber übernehmen die Ermittlungen und gehen davon aus, dass Schilling gezielt an den Ort gelockt wurde. Die Ermittler befragen zunächst seine letzte Geliebte Roswita Zander. Sie hatte Schilling all die Jahre die Treue gehalten und sich nun darauf gefreut, endlich mit ihrem Freund zusammen sein zu können. Sie berichtet von einem Streit, den Schilling vor ein paar Tagen mit einem Mann gehabt hätte, den sie aber nicht kennen würde. Wachow bemerkt allerdings, dass Zander einigen Fragen geschickt ausweicht und Schilling offensichtlich vorhatte bei ihr auszuziehen, denn alle seine Sachen waren gepackt. Das deutet darauf hin, dass die erhoffte Zweisamkeit doch nicht einfach zu realisieren war. Schon bald finden die Ermittler heraus, dass Zander von Hybristophilie betroffen ist und sogar schon einen neuen Briefkontakt zu einem Häftling aufgenommen hat. Sie erklärt dies mit den nicht erfüllten Erwartungen an ihre Verbindung mit Schilling. Nachdem er täglich um sie war, machte ihr dies Angst.

Bei der Recherche der alten Akten über das Opfer ergeben sich einige Probleme, denn aufgrund eines Wasserschadens im Archiv waren genau diese Unterlagen unbrauchbar geworden. Teamchef Reddemann will deshalb auf gesicherte Archiv-Daten zurückgreifen, doch die existieren nur in Form von Mikrofilmen, zu denen heute im Revier kein Lesegerät mehr vorhanden ist. „Universal-Genie“ Sputnik will helfen und ein Gerät zusammenbasteln. Reddemann organisiert aber lieber eine Hilfskraft in Person des IT-Experten Nils Makowski, der sich nun nicht nur um die Aufbereitung der alten Akten kümmert, sondern auch einige Hinweise zum Fall parat hat. Wachow und Garber konzentrieren sich bei ihren Ermittlungen derweil auf das Ehepaar Claudia und Peter Perl, die Schillings Tochter Lotte adoptiert haben, nachdem die Mutter des Kindes erschossen und Schilling dafür verurteilt wurde. Claudia Perl war eine Freundin von Lottes Mutter und hatte das Kind nach deren Tod zu sich geholt, obwohl sie eine eigene Tochter im gleichen Alter hatte. Peter Perl ist von seiner Frau geschieden, hat aber ein gutes Verhältnis zu beiden Mädchen. Da er Liebhaber ist von alten Autos und Schilling nachweislich mit einem Oldtimer überfahren wurde, er in der Vergangenheit unter Schillings kriminellen Machenschaften zu leiden hatte, könnte er durchaus der Täter sein. Während Wachow und Garber Perls Auto sicherstellen, wird Nils Makowski von Reddemann zu Roswita Zander geschickt. Sie hatte seltsamen Besuch von Marie Lehmann bekommen, der Hebamme die Lotte mit zur Welt gebracht hat. Wachow fand es schon merkwürdig, dass Marie Lehmann und Claudia Perl bis heute in Verbindung stehen und Lehmann auch diejenige war, die damals Lottes Mutter tot aufgefunden hatte. Auch so macht sich Lehmann immer mehr verdächtig. Zwar hatte sie laut Dienstplan der Klinik, in der sie arbeitet, ein Alibi, aber da sich solche Pläne laufend ändern, will Makowski das nachprüfen. Langsam in die Enge getrieben, beginnt Lehmann Amok zu laufen und bedroht Makowski mit Schillings alter Waffe, die sie bei ihrem Besuch bei Zander gestohlen hat. Wachow und Garber klären die Situation und nehmen Lehmann fest. Sie sagt aus, dass Claudia Perl Lottes leibliche Mutter ist und die Mädchen damals in der Klinik vertauscht worden waren. Sie hätte dies zufällig bei einer Untersuchung herausgefunden und bekommt seit dem Schweigegeld von Claudia Perl. Für Wachow ist damit alles klar: da Lotte bei ihrer leiblichen, drogenabhängen Mutter und dem kriminellen Vater zu verwahrlosen drohte, hatte sie eingegriffen. Die Aussage eines ehemaligen Bekannten von Schilling hat im Zuge der Ermittlungen bereits Zweifel an der damaligen Schuldsprechung aufkommen lassen.

Graber und Wachow kommen gerade dazu, wie Perl ihren Töchter die Wahrheit gesteht. Sie hatte tatsächlich Schillings Frau erschossen, weil sie sich angeblich nicht anders zu helfen wusste. Auch Schilling selbst hatte sie aus Angst, das nun alles ans Licht kommen würde getötet.

Sputnik, der als Running Gag der Krimireihe interagiert, agiert dieses Mal als Onlinehändler mit gebrauchten Artikeln unter Motto: „Nüscht kommt weg.“ Otto Garber wird weiter von Gerichtsmedizinerin Dr. Gabriele Simkeit umgarnt, was ihm nach wie vor unangenehm ist.

Produktionsnotizen

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Die Dreharbeiten für Der tote Mörder erstreckten sich vom 12. Oktober 2023 bis zum 11. November 2023 und fanden in Berlin und Umgebung statt.[1] In der ZDF Mediathek wurde der Film ab dem 28. Dezember 2024 vorab zur Verfügung gestellt. Die Erstausstrahlung erfolgte zur Hauptsendezeit am 4. Januar 2025 im ZDF.

Für Lucas Reiber als Kriminaloberkommissar und IT-Spezialist Nils Makowski ist es sein erster Auftritt.[2] Er ist der Nachfolger des ausgestiegenen Matthi Faust.

Die Erstausstrahlung von Ein starkes Team: Der tote Mörder am 4. Januar 2025 ZDF erreichte 7,22 Millionen Zuschauer und damit einen Marktanteil von 30,0 Prozent.[3]

Oliver Armknecht von film-rezensionen.de meinte: Diese Episode „dreht sich um einen ehemaligen Sträfling, der kurz nach der Entlassung überfahren wird. Das ist zum Teil sehr dramatisch, aber durchaus sehenswert, wenn einige Szenen tatsächlich zu Herzen gehen. Der Neuzugang im Team hat auch einige gute Auftritte, wenn man über die Klischees hinwegsehen kann.“[4]

Für Evangelisch.de urteilte Tilmann P. Gangloff: „Die Handlung ist zwar interessant und abwechslungsreich, aber nicht wirklich ungewöhnlich. Dass ‚Der tote Mörder‘ dennoch fesselt ist, liegt neben dem Ensemble auch an der Umsetzung, die zwar ebenfalls nicht aus dem Rahmen fällt, aber weit mehr als bloß solides Handwerk bietet. Meist sind die unvermeidlichen Schreibtischgespräche, wenn sich Wachow und Garber mit ihrem Chef (Arnfried Lerche) ins Benehmen setzen oder über den Fall fachsimpeln, etwas ermüdend, weil sie der reinen Informationsvermittlung dienen, doch selbst diese Szenen sind wirken nicht langweilig.“ Insgesamt „Ein abwechslungsreicher Krimi auf solider Basis.“[5]

Maximilian Haase wertete für Prisma.de und schrieb: „Während die Kommissare die losen Fäden und die Hinweise aus der mysteriösen Vergangenheit des Opfers zu ordnen versuchen, streift die neue Episode manch wichtige und abseitige Themen. Es geht um den Frust von Adoptivkindern, um Oldtimer-Leidenschaft und um die Frage, warum sich Frauen in Häftlinge verlieben.“ Insgesamt ein „überraschend wendungsreicher Krimi.“[6]

tvtoday.de lobte den Neuzugang von Lucas Reiber als Nils Makowski: „Mit seinem Charme und seiner ungezwungenen, lebenslustigen Art steht der junge IT-Ermittler im krassen Gegensatz zu den eher schluffigen alteingesessenen Kollegen. Der frische Wind tut der langwierigen Reihe, die nächstes Jahr ihre 100. Folge feiern wird, ausgesprochen gut. Manche Klischees (Makowski trinkt nur Latte mit Hafermilch) und den Generationenkrieg (Otto kennt Latte nur aus dem Baumarkt — hahaha) hätte man sich getrost sparen können.“[7]

Einzelnachweise

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  1. Ein starkes Team: Der tote Mörder (Drehdaten) bei crew united, abgerufen am 27. Januar 2025.
  2. Ute Wessels: «Ein starkes Team» bekommt Verstärkung. In: der-farang.com. 4. Januar 2025, abgerufen am 4. Januar 2025.
  3. Einschaltquote. In: quotenmeter.de. Abgerufen am 26. November 2025.
  4. Filmkritik. In: film-rezensionen.de. Abgerufen am 26. November 2025.
  5. Filmkritik. In: evangelisch.de. Abgerufen am 26. November 2025.
  6. Kritik zum Film. In: prisma.de. Abgerufen am 26. November 2025.
  7. Meinung der Redaktion. In: tvtoday.de. Abgerufen am 26. November 2025.