Ein starkes Team: Fast perfekte Morde
| Folge 99 der Reihe Ein starkes Team | |
| Titel | Fast perfekte Morde |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Länge | 89 Minuten |
| Produktionsunternehmen | UFA Fiction im Auftrag des ZDF |
| Regie | Martin Kinkel |
| Drehbuch | Leo P. Ard |
| Produktion | Simon Müller-Elmau |
| Musik | Patrick M. Schmitz |
| Kamera | Henning Jessel |
| Schnitt | Philipp Schmitt |
| Premiere | 15. März 2025 auf ZDF |
| Besetzung | |
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| → Episodenliste | |
Fast perfekte Morde ist ein deutscher Fernsehfilm von Martin Kinkel aus dem Jahr 2025. Es handelt sich um die 99. Folge der Krimiserie Ein starkes Team mit Florian Martens und Stefanie Stappenbeck in den Hauptrollen. Es ist der fünfunddreißigste Einsatz von Linett Wachow an der Seite von Otto Garber. Für Lucas Reiber als Kriminaloberkommissar und IT-Spezialist Nils Makowski ist es sein zweiter Auftritt. Die Erstausstrahlung der Episode erfolgte am 15. März 2025 im ZDF.
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Linett Wachow und Otto Garber ermitteln im Mordfall an Tobias Kaiser. Unterstützt werden sie von Nils Makowski, nachdem Kriminaloberkommissar Sebastian Klöckner das Team verlassen hat, um ins BKA zu wechseln. Kaiser war Chef eines Architekturbüros, der kaltblütig erschossen wurde, nachdem er mit seinen Kollegen einen neuen millionenschweren Auftrag gebührend gefeiert hatte. Besonders beliebt war Kaiser bei seinen Mitarbeitern allerdings nicht. Ins Visier der Ermittlungen gerät zunächst Kaisers Kollegin Leyla Günes, die dem Büro den Auftrag ans Land gezogen hat. Ebenso tatverdächtig ist der Vater der Praktikantin Hanna Beckmann, der eine handfeste Auseinandersetzung mit Tobias Kaiser hatte, nachdem seine Tochter aufgrund übermäßiger Arbeitsbelastung einen Kreislaufzusammenbruch erlitten hatte und noch immer im Krankenhaus liegt. Als kurz darauf ein weiterer Mord an dem Barkeeper Timo Feldkamp verübt wird, der eine Liaison mit Leyla Günes hatte, sehen Wachow und Garber einen Zusammenhang. Doch beide Männer wurden mit unterschiedlichen Waffen erschossen, was dann doch auf einen anderen Täter schließen lässt. Für dieses zweite Tötungsdelikt kommt ein eifersüchtiger Exsträfling in Betracht, der bei einer ersten Befragung sogleich ein Messer zückt und Makowski bedroht. Allerdings kann jener ein Alibi vorweisen und obwohl er sich damit selbst für einen Raubüberfall belastet, spricht ihn das vom Vorwurf des Mordes frei.
Wachows ist sich sicher, dass Günes ihnen so einiges verschweigt, denn obwohl sie angab die Ehefrau des Barkeepers, Katrin Lorenz, nicht näher zu kennen, kann sich Wachow vom Gegenteil überzeugen. Zudem sagt die Praktikantin Beckmann aus, dass Günes von Kaiser erpresst wurde, nachdem er herausgefunden hatte, dass sie bei ihre Masterarbeit nicht ganz regelkonform gearbeitet hat. Das verstärkt den Verdacht des sogenannten Stellvertretermordes. Um ein sicheres Alibi zu haben, könnte Katrin Lorenz für Günes Kaiser getötet haben, während sie im Gegenzug den untreuen und nazistischen Ehemann für Lorenz erschossen haben könnte. An den Handschuhen von Günes können auch Schmauchspuren nachgewiesen werden, sodass Günes diesbezüglich vernommen wird. Sie gibt an, dass Timo Feldkamp Kaiser erschossen hätte, nachdem sie ihm von dessen Schikanen erzählt hatte. Als Gegenleistung fordert er von ihr, dass sie seine Frau töten solle. Im Falle einer anstehende Scheidung würde er sonst mittellos dastehen. Sie hätte sich daraufhin Katrin Lorenz anvertraut und dann Feldkamp erschossen. Noch am selben Tag erscheint Katrin Lorenz auf dem Polizeirevier und gesteht ebenfalls den Mord an Feldkamp. Um herauszufinden wer von beiden die Wahrheit sagt, wird der Tathergang rekonstruiert, was aber keine Klarheit bringt. Erst in einem zweiten Verhör gibt Günes zu, dass beide geschossen hätten.
Nebenhandlungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sputnik, der als Running Gag der Krimireihe interagiert, kommt auf Idee, bei seiner Frühstücksversorgung der Polizeikollegen essbare Getränkebecher anzubieten. Aufgrund des hohen Preises und dem Geschmack, scheitert sein Vorhaben sehr schnell.
Gerichtsmedizinerin Dr. Gabriele Simkeit macht Otto Garber nach wie vor Avancen. Sie äußert sich nie ganz eindeutig, was Garber missversteht und ist fast erleichtert, als er bemerkt, dass er ihr nur beim Umzug helfen soll, wobei ihm seine Kollegen jedoch zur Seite stehen.
Produktionsnotizen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Dreharbeiten für Fast perfekte Morde erstreckten sich vom 13. November 2023 bis zum 14. Dezember 2023 und fanden in Berlin und Umgebung statt.[1] Für die Produktion zeichnete die UFA Fiction unter Federführung des Produzenten Simon Müller-Elmau verantwortlich.
In der ZDF Mediathek wurde der Film ab dem 8. März 2025 vorab zur Verfügung gestellt. Die Erstausstrahlung erfolgte am 15. März 2025 zur Hauptsendezeit im ZDF.
In der 59. Minute des Films teilt Kriminalrat Reddemann dem Team mit, dass Sebastian Klöckner (Matthi Faust) nicht von seiner Fortbildung zurückkehren, sondern eine Abteilungsleiterstelle beim BKA in Wiesbaden übernehmen wird. Dieser hatte bereits in Folge 97 Verzockt seinen letzten Auftritt. In der 77. Minute wird Nils Makowski, der zunächst nur von der IT-Abteilung ausgeliehen war, offiziell ins Team versetzt.
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einschaltquote
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Erstausstrahlung von Ein starkes Team: Fast perfekte Morde am 15. März 2025 im ZDF erreichte 7,22 Millionen Zuschauer und damit einen Marktanteil von 30,0 Prozent.[2]
Kritik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Oliver Armknecht von film-rezensionen.de meinte: „Die Ermittlung ist bei ‚Ein starkes Team: Fast perfekte Morde‘ ganz ordentlich. Zumindest hat man hier noch den Eindruck, dass da tatsächlich jemand arbeitet und die Auflösung nicht einfach vom Himmel fällt, wie man das zuweilen bei Fernsehkrimis sieht. Man kann hier auch nachvollziehen, warum da was geschehen ist.“„Das Problem ist jedoch, dass da relativ wenig dabei ist, an das man sich erinnern müsste. Falsch macht der Film zwar nichts. Aber eben auch nicht sehr viel, um die Folge zu etwas Besonderem zu machen.“[3]
Für Evangelisch.de schrieb Tilmann P. Gangloff: „Habgier, Hass, Eifersucht: Meist liefert das Motiv einen untrüglichen Hinweis darauf, wer einen Mord begangen hat. Nahezu unlösbar sind dagegen Taten, für die es anscheinend kein Motiv gibt.“ Aber wie sich am Ende alles „zuspitzt, ist ein großes Krimivergnügen; selbst wenn sich schließlich erahnen lässt, was sich zugetragen hat.“[4]
Maximilian Haase urteilte für Prisma.de und schrieb: „Der Fall scheint komplex und je weiter die Geschichte […] voranschreitet, umso verworrener wird es.“[5]
Bei tvtoday.de hieß es: „Man braucht kein kriminalistisches Gespür, um zu wissen, dass in Fernsehkrimis fast nie zeitgleich in zwei Straftaten ermittelt wird, ohne dass die letztendlich miteinander zu tun haben. Dementsprechend überraschungsarm, wenn auch ganz unterhaltsam verläuft die Handlung. Highlight ist unangefochten Lucas Reiber als Kommissar Nils Makowski, der hier seinen zweiten Auftritt hat. Mit frischer Energie, Motivation und optimistischem Lächeln bildet er ein angenehmes Gegenstück zum grummeligen Garber.“ „Der Neuzugang ist eine fast perfekte Bereicherung.“[6]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ein starkes Team: Fast perfekte Morde bei IMDb
- Ein starkes Team: Fast perfekte Morde bei crew united
- Ein starkes Team: Fast perfekte Morde bei Fernsehserien.de
- Ein starkes Team: Fast perfekte Morde beim ZDF
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Ein starkes Team: Fast perfekte Morde (Drehdaten) bei crew united, abgerufen am 24. Februar 2025.
- ↑ Einschaltquote. In: quotenmeter.de. Abgerufen am 19. November 2025.
- ↑ Filmkritik. In: film-rezensionen.de. Abgerufen am 19. November 2025.
- ↑ Filmkritik. In: evangelisch.de. Abgerufen am 19. November 2025.
- ↑ Kritik zum Film. In: prisma.de. Abgerufen am 19. November 2025.
- ↑ Meinung der Redaktion. In: tvtoday.de. Abgerufen am 19. November 2025.
