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Ein starkes Team: Tod einer Pflegerin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Folge 96 der Reihe Ein starkes Team
Titel Tod einer Pflegerin
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Länge 89 Minuten
Produktions­unternehmen UFA Fiction
im Auftrag des ZDF
Regie Johannes Grieser
Drehbuch Timo Berndt
Musik Jens Langbein,
Robert Schulte Hemming
Kamera Markus Selikovsky
Schnitt Katharina Schmidt
Premiere 8. Juni 2024 auf ZDF
Besetzung
Episodenliste

Tod einer Pflegerin ist ein deutscher Fernsehfilm von Johannes Grieser aus dem Jahr 2024. Es handelt sich um die 96. Folge der Krimiserie Ein starkes Team mit Florian Martens und Stefanie Stappenbeck in den Hauptrollen. Es ist der zweiunddreißigste Einsatz von Linett Wachow an der Seite von Otto Garber. Die Erstausstrahlung der Episode erfolgte am 8. Juni 2024 im ZDF.

Linett Wachow und Otto Garber ermitteln im Mordfall an der jungen Altenpflegerin Charlotte Been, die im Schwesternzimmer des Altenheims tot aufgefunden wurde. Been, die erst seit Kurzem begonnen hatte in der Einrichtung zu arbeiten, wurde offensichtlich ganz gezielt mit einem Schlag getötet. Doch weder Arbeitskollegen, noch der Lebensgefährte haben eine Erklärung. Ins Visier der Ermittlungen gerät zunächst der ominöse Heimbewohner Lars Schellhorn, der sich aktiv für die Rechte von älteren Menschen einsetzt und dafür den Verein „Silberrücken e.V.“ gegründet hat. Aber auch der Lebensgefährte Jan Marxen benimmt sich auffällig und gefundene Psychopharmaka bei den Sachen des Opfers deuten auf ein psychisches Problem und unverarbeitete Erlebnisse. Als Wachow und Gaber dem nachgehen, stoßen sie auf einen schwerwiegenden Vorfall auf Beens voriger Arbeitsstelle. Been fühlte sich schuldig und verantwortlich, als eine Heimbewohnerin, die aus gesundheitlichen Gründen Suizid begangen hatte. Nachforschungen ergeben, dass es sich dabei um die Ehefrau von Lars Schellhorn handelt und er nach diesem dramatischen Ereignis die Pflegeeinrichtung gewechselt hat. Linett Wachow sieht darin eine Absicht der Frau zu folgen, die seiner Meinung nach für den Suizid mitverantwortlich war. Schellhorn streitet dies zwar ab, aber da der Mord an Been genau am Todestag seiner Frau erfolgte, ist für sie dies schon ein Indiz. Daneben verdichten sich aber auch Hinweise auf die Heimleiterin Kyra Kempmann, die ihre eigenen Ideen hat, um für alte Menschen zu sorgen. Sie hält nichts von den strengen Regeln der vielen herzlosen Pflegesysteme und will niemanden „zu Tode pflegen“. Um finanziell besser klarzukommen erschleicht sie sich Lebensmittel, die eigentlich für Obdachlose bestimmt sind, für ihre Bewohner im Altenheim. Darauf angesprochen gibt sie zu, von Been deswegen auch erpresst worden zu sein. Aber sie hat für die Tatzeit ein Alibi und kommt damit als Täterin nicht in Betracht.

Garber und Wachow verfolgen eine Spur zu dem Pflegeunternehmen Heinssen, bei dem Been zuletzt gearbeitet hatte. Auffallend viele Heimbewohner hatten in der Vergangenheit ihr Testament zu Gunsten des Pflegeheims gemacht. Been hatte Beweise dafür gesammelt, dass dieses Testamente in betrügerischer Absicht entstanden waren. Offensichtlich musste Been deshalb sterben. Noch bevor die Ermittler das herausfinden, erkennt auch Beens Freund, wer hinter dem Mord steckt und will sich an der Eigentümerin Regine Heinssen rächen. Graber und Wachow können dies im letzten Moment verhindern und klar stellen, dass nicht Frau Heinssen, sondern ihr Ehemann der Täter war. Been hatte eine Affäre mit ihm begonnen, um so an die Unterlagen zu gelangen. Als er erkannte, dass er nur benutzt wurde, hatte er sie aus der Kränkung heraus erschlagen.

Sputnik, der wieder als universeller Dienstleister die Angestellten im Polizeirevier versorgt, möchte angeblich nachhaltiger arbeiten und erst die Bestellungen aufnehmen und danach liefern, um nichts wegwerfen zu müssen. In Wahrheit hat er finanzielle Probleme und als alter Freund sammelt Garber Geld für Sputnik, um ihm aus seiner Notlage zu helfen.

Produktionsnotizen

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Die Dreharbeiten für Tod einer Pflegerin erstreckten sich vom 24. Januar 2023 bis zum 22. Februar 2023 und fanden in Berlin und Umgebung statt.[1] In der ZDF Mediathek wurde der Film ab dem 1. Juni 2024 vorab zur Verfügung gestellt. Die Erstausstrahlung erfolgte zur Hauptsendezeit am 8. Juni 2024 im ZDF.

Die Erstausstrahlung von Ein starkes Team: Tod einer Pflegerin am 8. Juni 2024 im ZDF erreichte 6,10 Millionen Zuschauer und damit einen Marktanteil von 29,2 Prozent.[2]

Oliver Armknecht von film-rezensionen.de meinte: „Wenn in ‚Ein starkes Team: Tod einer Pflegerin‘ ein Altenheim zum Tatort wird, verbindet der Film einen klassischen Whodunit-Krimi mit gesellschaftlichen Themen, wenn es um Missstände in solchen Einrichtungen geht. Die Kombination funktioniert ganz gut, auch wenn die Auflösung etwas enttäuschend ist.“ „Zum einen wird als richtige Antwort mal wieder die uninteressanteste genommen, da sie gefühlt bei jedem zweiten Krimi verwendet wird. Außerdem ergibt dabei einiges keinen Sinn. Die Figuren verhalten sich […] teilweise schon sehr willkürlich. Im Großen und Ganzen kann man sich den Film aber ganz gut anschauen, im Segment des deutschen Fernsehkrimis ist das eines der besseren Beispiele der letzten Zeit.“[3]

Für Evangelisch.de kritisiert Tilmann P. Gangloff: Man sehe „eine Geschichte, die ebenso unspektakulär wie ihr Titel ist. Gleiches gilt für die Umsetzung.“ „Abgesehen von zwei nahezu identischen Thriller-Momenten zu Beginn und exakt zur Hälfte sowie zwei kurzen Szenen, in denen die gute Musik (Jens Langbein, Robert Schulte Hemming) für ein bisschen Action-Atmosphäre sorgt, kommt keinerlei Spannung auf.“ „Die Bildgestaltung ist allerdings bemerkenswert: Dank einer außerordentlichen Lichtarbeit hat Grieser verhindert, dass der größtenteils aus Innenaufnahmen bestehende und überdies sehr textlastige Krimi wie ein Kammerspiel wirkt.“[4]

Maximilian Haase urteilte für Prisma.de und schrieb: Auch diese Episode „bleibt sich […] mit der bekannten Kombination aus klassischer Tätersuche und menschelndem Mutterwitz treu – vom Running-Gag-Dauerflirt mit der Rechtsmedizinerin […] bis zu augenzwinkernden Zeitgeistanalysen […]. Kommen dann noch gesellschaftskritische Kommentare zu wichtigen Themen wie Senioreneinsamkeit und Pflegenotstand hinzu, ergibt sich ein reizvoller Mix, wie man ihn auch nach 30 Jahren wohl nur in der Berliner Krimireihe findet.“[5]

Bei Quotenmeter.de wertete Oliver Alexander: „...eine routinierte, aber wenig inspirierte Krimifolge […]. Die oberflächliche Betrachtung des Pflegenotstands ist eine bedauerlicherweise verpasste Gelegenheit, um ein wichtiges gesellschaftliches Thema tiefer zu beleuchten und dem Zuschauer die Dramatik und Dringlichkeit der damit verbundenen Gefahren näherzubringen.“[6]

Einzelnachweise

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  1. Ein starkes Team: Tod einer Pflegerin (Drehdaten) bei crew united, abgerufen am 27. Januar 2025.
  2. Felix Maier: Samstag, 8. Juni 2024. 9. Juni 2024, abgerufen am 27. November 2025.
  3. Filmkritik. In: film-rezensionen.de. Abgerufen am 27. November 2025.
  4. Filmkritik. In: evangelisch.de. Abgerufen am 27. November 2025.
  5. Filmkritik. In: prisma.de. Abgerufen am 27. November 2025.
  6. Filmkritik. In: quotenmeter.de. Abgerufen am 27. November 2025.