Einblütiges Hornkraut

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Einblütiges Hornkraut
Einblütiges Hornkraut (Cerastium uniflorum)

Einblütiges Hornkraut (Cerastium uniflorum)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Unterfamilie: Alsinoideae
Gattung: Hornkräuter (Cerastium)
Art: Einblütiges Hornkraut
Wissenschaftlicher Name
Cerastium uniflorum
Clairv.

Das Einblütige Hornkraut (Cerastium uniflorum) auch Einblüten-Hornkraut genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Hornkräuter (Cerastium) innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) gehört.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration
Laubblätter und Blüten von der Seite, gut zu erkennen sind die freien Kelchblätter

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Einblütige Hornkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 10 Zentimetern. Sie bildet dichte Polsterrasen mit vielen sterilen Trieben. Die gegenständigen Laubblätter sind spatelig bis eiförmig-lanzettlich und behaart.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die Blütenstiele sind behaart. Die zwittrigen Blüten bei einem Durchmesser von 2 bis 3 Zentimetern radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf freien Kelchblätter sind eiförmig. Die Kronblätter bis zu doppelt so lang wie die Kelchblätter. Die fünf weißen Kronblätter sind tief eingeschnitten.

Die Kapselfrucht ist gekrümmt und zehnzähnig.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.[1]

Einblütiges Hornkraut am Gornergrat mit Blick aufs Matterhorn

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Einblütiges Hornkraut ist in den Zentralalpen, Karpaten und im Balkan verbreitet. In Österreich kommt es mäßig häufig bis häufig vor und fehlt in den Bundesländern Wien, Burgenland sowie Niederösterreich.

Das Einblütiges Hornkraut gedeiht auf kalkarmen, steinigen Böden, Schutt, Fels, Pionierrasen am besten. Es kommt in Höhenlagen von 1900 bis 3400 m in den alpinen bis subnivalen Höhenstufen vor. Es wächst in Gesellschaften des Verbands Androsacion alpinae, kommt aber auch in anderen Gesellschaften der Klasse Thlaspietea rotundifolii vor.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 378.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Einblütiges Hornkraut (Cerastium uniflorum) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien