Einköpfiges Ferkelkraut

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Einköpfiges Ferkelkraut
Hypochaeris uniflora a2.jpg

Einköpfiges Ferkelkraut (Hypochaeris uniflora)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Cichorioideae
Gattung: Ferkelkräuter (Hypochaeris)
Art: Einköpfiges Ferkelkraut
Wissenschaftlicher Name
Hypochaeris uniflora
Vill.

Das Einköpfige Ferkelkraut (Hypochaeris uniflora) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Ferkelkräuter (Hypochaeris) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der behaarte Stängel unterhalb des einzelnstehenden Blütenkörbchens ist verdickt.
Einköpfiges Ferkelkraut (Hypochaeris uniflora)

Das Einköpfige Ferkelkraut ist eine sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 50 cm erreicht. Der Stängel ist aufrecht. Die Stängelblätter sind steif und graufilzig behaart. Es wird eine grundständige Blattrosette aus zwei bis sieben Laubblättern gebildet, die zur Blütezeit stets vorhanden sind. Die Grundblätter sind ungestielt, lanzettlich bis schmal eiförmig, unregelmäßig und entfernt buchtig gezähnt, rau behaart und stets ungefleckt.

Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis September. Auf jedem unbeblätterten Stängel befindet sich nur ein endständiger körbchenförmiger Blütenstand. Das Stängelende ist unterhalb des Blütenkörbchens stark verdickt. Die schwärzlich kraus behaarten Hüllblätter sind bei einer Länge von 20 bis 25 mm lanzettlich und unregelmäßig gefranst. Auf dem Körbchenboden befinden sich lineal pfriemliche Spreublätter. Das Blütenkörbchen besitzt – mit den ausgebreiteten Blüten gemessen – einen Durchmesser von 3,5 bis 6 cm. Die Blütenkörbchen enthalten nur Zungenblüten, die zwittrig und hell goldgelb sind.

Die 1,5 cm langen Achänen enden in einem 3 bis 4 mm langen Schnabel. Der Pappus besteht aus einer Reihe gelblich-weißer, fedrige Borsten.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 10.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet des Einköpfigen Ferkelkrauts umfasst Frankreich, Italien, die Schweiz, Deutschland, Tschechien, Österreich, Liechtenstein, Slowenien, Polen, die Slowakei, die Ukraine und Rumänien.[2] Das Einköpfige Ferkelkraut tritt selten in den Sudeten auf. Im Alpenraum findet man es zerstreut, oft in individuenreichen, aber lockeren Beständen, bevorzugt in Höhenlagen zwischen 1500 und 2500 Meter. In den Allgäuer Alpen steigt es bis zu einer Höhenlage von etwa 2100 Metern auf.[3]

Das Einköpfige Ferkelkraut braucht kalkfreien, torfig-humosen, stickstoffarmen Lehmboden. Es besiedelt alpine Wiesen und Weiden sowie steinig-lückige, anmoorige Matten. Es ist eine Charakterart des Aveno-Nardetum aus dem Verband Nardion.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). 2. korrigierte und erweiterte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2007, ISBN 978-3-8001-4990-2.
  • Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas. 2. Auflage. Band 4: Nachtschattengewächse bis Korbblütengewächse. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-08048-X.
  • Einköpfiges Ferkelkraut. In: FloraWeb.de.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 977.
  2. Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). – In: W. Greuter & E. von Raab-Straube (ed.): Compositae. Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Hypochaeris uniflora In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
  3. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, Seite 656. IHW-Verlag, Eching bei München, 2004. ISBN 3-930167-61-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]