Einsteinkreuz

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Einsteinkreuz / Huchras Linse

Einstein cross.jpg

Beobachtungsdaten
ÄquinoktiumJ2000.0, Epoche: J2000.0
Sternbild Pegasus
Rektaszension 22h 40m 30,3s [1]
Deklination 2032131+3° 21′ 31″ [1]
Gravitationslinse: Huchras Linse
Typ Galaxie
Helligkeit (V-Band) 16,8 mag
Winkelausdehnung 0,87′ × 0,34′
Rotverschiebung 0,039
Entfernung 400 Mio. Lichtjahre[2]
Katalogbezeichnungen CGCG 2237+0305 • PGC 69457
Abgebildetes Objekt: Einsteinkreuz
Typ Quasar
Winkelausdehnung 1,6" x 1,6"[2]
Helligkeit (V-Band) (A) 17,4 mag; (B) 17,4 mag
(C) 18,4 mag; (D) 18,7 mag
Rotverschiebung 1,695
Entfernung ca. 8 Mrd. Lichtjahre[2]
Katalogbezeichnungen QSO B2237+030 • QSO B2237+0305 • QSO J2240+0321
Geschichte
Entdecker John Huchra
Entdeckung 1985

Das Einsteinkreuz, auch Q2237+030 oder QSO 2237+0305, ist ein Gravitationslinsensystem im Sternbild Pegasus. Der Quasar QSO 2237+0305 steht von der Erde aus gesehen genau hinter dem Kern einer etwa 400 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie, die als Gravitationslinse wirkt und als Huchras Linse bekannt ist (nach ihrem Entdecker John Huchra). Durch die Gravitationslinse entstehen vier ähnlich helle Bilder in Form eines Kreuzes mit dem Galaxienkern im Zentrum. Der abgebildete Quasar ist etwa acht Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt. Die gegenüberliegenden Bilder des Quasars im Einsteinkreuz haben einen scheinbaren Abstand (Einsteinradius) von 1,6 Winkelsekunden.[2]

Objekte dieser Art sind selten und ließen sich anfangs nur durch gezielte Beobachtung einzelner Objekte entdecken. Seit der Entdeckung dieses Objekts wurden ca. 50 weitere Objekte dieser Art gefunden. Am 7. April 2021 wurden zwölf weitere Objekte veröffentlicht, die durch die Gaia-Mission erkannt und durch weitere Beobachtungen mit Teleskopen bestätigt wurden. Mit den Katalogen ab Gaia DR3 soll es möglich sein, durch Anwendung von künstlicher Intelligenz aus den Informationen über die Spektren weitere hunderte von solchen Objekten zu finden. Anhand dieser Objekte verspricht man sich mehr Informationen über Dunkle Materie.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b SIMBAD (Memento vom 13. Januar 2019 im Internet Archive)
  2. a b c d NASA and ESA: The Gravitational Lens G2237 + 0305. In: HubbleSite. 13. September 1990. Abgerufen am 25. Juli 2006.
  3. ESA Science & Technology - 12 rare Einstein crosses discovered with Gaia. Abgerufen am 2. Oktober 2021.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]