Einwohnerentwicklung von Duisburg

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Dieser Artikel gibt die Einwohnerentwicklung von Duisburg tabellarisch und graphisch wieder.

Am 31. Dezember 2015 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Duisburg nach Fortschreibung des Landesbetriebes Information und Technik NRW (IT.NRW) 491.231 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung seit 1750

Bereits seit dem ersten nachchristlichen Jahrhundert ist von einer kontinuierlichen Besiedlung Duisburgs auszugehen. Im Mittelalter und am Beginn der Neuzeit kam die Stadt auf Grund der Rheinverlagerung und des Verlustes ihrer Bedeutung als Handelsstadt und später auf Grund von Kriegen, Seuchen und Hungersnöten nicht über eine Einwohnerzahl von 4000 hinaus. 1800 hatte die klevische Stadt etwa 4500 Einwohner, und damit weniger Einwohner als die klevischen Städte Wesel und Kleve mit 9000 bzw. 7000 Einwohner. Trotzdem war Duisburg zu jener Zeit für die damaligen Verhältnisse eine Stadt mittlerer Größe.

Später als in Industriestädten wie Krefeld, Barmen, Elberfeld und Düsseldorf setzte mit der Industrialisierung in Duisburg ein starkes Bevölkerungswachstum erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein. Eine lange Zeit war Duisburg die größte Stadt im Ruhrgebiet. 1903 überschritt die Stadt Duisburg die Grenze von 100.000 Einwohnern, was sie zur Großstadt machte.

Am 1. Oktober 1905 kam es zur ersten größeren Eingemeindung (Meiderich 33.690 Einwohner 1900 und Ruhrort 12.406 Einwohner 1900). Im Jahre 1929 hatte die Stadt fast 280.000 Einwohner.

Am 1. August 1929 wurde die Großstadt Hamborn (126.043 Einwohner im Jahre 1925, 132.547 Einwohner im Jahre 1929) und mehrere Orte aus dem Amt Angermund eingemeindet. Bis 1961 stieg die Einwohnerzahl auf 500.000.

Am 1. Januar 1975 erreichte die Bevölkerungszahl von Duisburg mit der Eingemeindung von Rheinhausen (67.610 Einwohner 1974), Walsum (47.433 Einwohner 1974), Homberg (36.140 Einwohner 1974), Rumeln-Kaldenhausen (14.493 Einwohner 1970) und dem Ortsteil Baerl der Gemeinde Rheinkamp ihren historischen Höchststand. Während das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW im Jahre 1975 als Höchstzahl 599.799 Personen angibt, sind es bei der Stadtverwaltung 608.158. Bis in die 1980er Jahre hinein stand sie an 10. Stelle der westdeutschen Städte vor Bremen und Hannover.

Ende 2011 stand die Stadt mit 488.005 Einwohnern unter den deutschen Großstädten an 15., innerhalb Nordrhein-Westfalens an 5. Stelle. Bis 2025 ist laut Prognose des Landesamtes mit einem Rückgang auf dann 449.700 Einwohner zu rechnen.

Im Jahr 1970 lebten auf dem Gebiet der heutigen Stadt Duisburg etwa 650.000 Menschen. Der Ausländeranteil betrug damals etwa 5 Prozent. Dieser ist bis 2016 auf 20,8 Prozent angestiegen.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1810 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der Stadtverwaltung (bis 1970) und des Statistischen Landesamtes (ab 1971). Die Angaben beziehen sich ab 1840 auf die „Zollabrechnungsbevölkerung“, ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1840 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Von 1714 bis 30. September 1905[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktplatz 1850

Die erste Volkszählung in Duisburg fand am 19. November 1714 statt unter dem Namen „Specification aller wohnhaften Haußwirhte und Incolen, auch derselben Familien und Domestiquen, ingleichen ihre Profession, Hanthierung und Gewerbe“.

Von den innerhalb der Stadtmauern lebenden 2983 Personen gehörten 170 der Universität an. In den Ratsdörfern und den Höfen außerhalb der Stadtmauern lebten 456 Personen, so dass die Gesamtstadt eine Einwohnerzahl von 3609 hatte. Von diesen waren 961 Männer, 1066 Frauen und 1582 Kinder.

Die stärkste Gewerbegruppe umfasste die Tuchmanufaktur mit 114 Personen. In der Stadt lebten 14 Mönche und 18 Nonnen, 46 Fuhrmänner, 41 Tuchweber, 38 Bäcker und Bierschenke, 37 Wollweber und Wollspinner, 27 Schneider, 24 Leineweber und 4 Tuchhändler. Es gab 173 Mägde, 94 Knechte und 92 Tagelöhner. Nur 23 Personen waren Rentiers. [2]

Die folgenden Angaben beziehen sich bis 1864 auf die Einwohner ohne die so genannten Ratsdörfer und die Feldmark Duisburgs (das heutige Hochfeld und das Dellviertel).

Unter Berücksichtigung der Ratsdörfer und der Feldmark wuchs die Bevölkerung der Stadt von 3609 Einwohner im Jahre 1714 über 11.856 Einwohner 1850 auf 18.496 Einwohner 1861 und 21.332 im Jahre 1864.

Jahr/Datum Einwohner
1714 2.983
1722 2.935
1740 2.793
1756 2.874
1763 2.678
1767 3.227
1770 3.134
1777 3.342
1784 3.531
1787 3.657
1798 4.530
1810 5.195
1. Dezember 1816 ¹ 4.508
1. Dezember 1818 ¹ 5.364
1. Dezember 1820 ¹ 5.936
Datum Einwohner
1. Dezember 1825 ¹ 6.408
1. Dezember 1828 ¹ 7.058
1. Dezember 1831 ¹ 7.005
3. Dezember 1840 ¹ 7.021
3. Dezember 1843 ¹ 7.506
3. Dezember 1846 ¹ 8.543
3. Dezember 1849 ¹ 8.948
3. Dezember 1852 ¹ 9.579
3. Dezember 1855 ¹ 11.629
3. Dezember 1858 ¹ 12.674
3. Dezember 1861 ¹ 13.422
3. Dezember 1864 ¹ 14.368
3. Dezember 1867 ¹ 25.757
1. Dezember 1871 ¹ 30.533
1. Dezember 1875 ¹ 36.580
Datum Einwohner
1. Dezember 1880 ¹ 41.249
1. Dezember 1885 ¹ 47.519
1. Dezember 1890 ¹ 59.285
2. Dezember 1895 ¹ 70.272
31. Dezember 1896 72.460
31. Dezember 1897 74.780
31. Dezember 1898 77.090
31. Dezember 1899 87.510
1. Dezember 1900 ¹ 92.729
31. Dezember 1901 93.320
31. Dezember 1902 96.620
31. Dezember 1903 100.050
31. Dezember 1904 106.770
30. September 1905 110.317

¹ Volkszählungsergebnis

Von 1905 bis 1928[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle zeigt die Einwohnerzahlen nach der Eingemeindung von Ruhrort und Meiderich am 1. Oktober 1905.

Mit der Eingemeindung der beiden Städte umfasste das Duisburger Stadtgebiet eine Fläche von 7.073 Hektar. Bei Reichsgründung 1871 hatten Alt-Duisburg, Ruhrort und Meiderich zusammen knapp 50.000 Einwohner. Bis Ende 1929 wuchs die Bevölkerung um das Fünfeinhalbfache. Bis zur Jahrhundertwende stammte der weitaus größte Teil der Zugewanderten aus dem Rheinland, Belgien und den Niederlanden. Dreiviertel der Bevölkerung hatte noch nicht das 40. Lebensjahr erreicht. Davon waren allerdings nur etwa 50 Prozent im arbeitsfähigen Alter.

Der Oberbürgermeister Karl Jarres bezeichnete den Zuwachs der Bevölkerungszahl als beängstigend, da nicht genügend Fläche für die Wohnbebauung zur Verfügung stand. Der Stadt standen nur etwa 300 Hektar zur Neubebauung zur Verfügung. Karl Jarres schlug deshalb vor, das Stadtgebiet unter Einbeziehung der linksrheinischen Städte Homberg und Rheinhausen sowie des nördlichen Teils des Landkreises Düsseldorf und der Stadt Hamborn zu erweitern.

Datum Einwohner
1. Dezember 1905 ¹ 192.346
31. Dezember 1906 200.392
31. Dezember 1907 207.819
31. Dezember 1908 215.246
31. Dezember 1909 222.673
1. Dezember 1910 ¹ 229.483
31. Dezember 1911 237.129
31. Dezember 1912 245.021
31. Dezember 1913 251.750
1. Dezember 1916 ¹ 225.545
5. Dezember 1917 ¹ 229.584
8. Oktober 1919 ¹ 244.302
Datum Einwohner
31. Dezember 1919 248.225
31. Dezember 1920 254.887
31. Dezember 1921 259.314
31. Dezember 1922 260.169
31. Dezember 1923 255.677
31. Dezember 1924 255.799
16. Juni 1925 ¹ 272.252
31. Dezember 1925 272.736
31. Dezember 1926 273.492
31. Dezember 1927 276.495
31. Dezember 1928 277.671

¹ Volkszählungsergebnis

Quelle: Stadt Duisburg

Von 1929 bis 1974[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach der Eingemeindung von Hamborn (1929 = 129.828 Einwohner) und Teilen des Amtes Angermund am 1. August 1929.

Der Plan, auch linksrheinische Gebiete einzugemeinden und das zwischen den Städten Düsseldorf und Duisburg zum Landkreis Düsseldorf gehörende Gebiet zu gleichen Teilen zwischen den beiden Städten aufzuteilen wurde ebenso verworfen wie der Plan einer Ruhrmündungsstadt.

Die neue Stadt erhielt als Zugeständnis an Hamborn zunächst den Namen Duisburg-Hamborn. Der Name wurde 1935 in Duisburg geändert.

Datum Einwohner
31. Dezember 1929 441.389
31. Dezember 1930 441.158
31. Dezember 1931 441.107
31. Dezember 1932 441.139
16. Juni 1933 ¹ 440.419
31. Dezember 1933 439.483
31. Dezember 1934 442.513
31. Dezember 1935 439.627
31. Dezember 1936 440.100
31. Dezember 1937 438.861
31. Dezember 1938 436.800
17. Mai 1939 ¹ 434.646
31. Dezember 1940 431.300
31. Dezember 1945 322.301
29. Oktober 1946 ¹ 356.408
31. Dezember 1947 378.289
13. September 1950 ¹ 410.783
31. Dezember 1951 426.853
31. Dezember 1952 437.616
Datum Einwohner
31. Dezember 1953 453.311
25. September 1956 ¹ 476.523
6. Juni 1961 ¹ 502.993
31. Dezember 1961 504.975
31. Dezember 1962 501.616
31. Dezember 1963 496.354
31. Dezember 1964 490.374
31. Dezember 1965 484.930
31. Dezember 1966 475.858
31. Dezember 1967 467.780
31. Dezember 1968 462.572
31. Dezember 1969 458.916
27. Mai 1970 ¹ 454.839
31. Dezember 1970 454.885
31. Dezember 1971 448.791
31. Dezember 1972 442.386
31. Dezember 1973 435.281
31. Dezember 1974 428.594

¹ Volkszählungsergebnis

Quellen: Stadt Duisburg (bis 1970), Landesbetrieb Information und Technik NRW (ab 1971)

Ab 1975[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Duisburg und Stadtteile ab 1975

Infolge des Ruhrgebiet-Gesetz wurden am 1. Januar 1975 die Städte und Gemeinden Walsum, Rheinhausen, Homberg, Rumeln-Kaldenhausen und Baerl im Zuge der kommunalen Neuordnung eingemeindet. Durch das Düsseldorf-Gesetz kommen noch Gebiete der Stadt Angermund und der Gemeinde Wittlaer zur Stadt Duisburg hinzu. Einige Gebiete der Stadt Rheinhausen und der Gemeinden Kapellen und Rumeln-Kaldenhausen werden bei dieser Gelegenheit nach Krefeld eingegliedert. Die Vergrößerung der Stadt Duisburg fiel weitaus schwächer aus, als sie eigentlich geplant war. Die Städte und Gemeinden Moers, Kamp-Lintfort, Rheinberg, Neukirchen-Vluyn und Kapellen, die die Einwohnerzahl der Stadt auf über 700.000 hinaufgetrieben hätte, konnten sich erfolgreich gegen eine gänzliche Eingemeindung wehren.

Duisburg zählte bis zur Mitte der 1980er Jahre zu den zehn größten Städten auf dem heutigen Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.

Innerhalb von zehn Jahren nach der Eingemeindung verlor die Stadt etwa zwölf Prozent ihrer Einwohner. Zwar erhöhte sich die Einwohnerzahl um das Jahr 1990 wieder, die Stadt verlor jedoch seit 1993 wieder an Einwohnern, allerdings in einem verlangsamten Tempo. Im Vergleich zu 1960 verlor die Stadt, bezogen auf ihr Gebiet vor der kommunalen Gebietsreform etwa 35 % ihrer Einwohner. Ohne Eingemeindungen hätte die Stadt heute nur noch 340.000 Einwohner. Keine Ruhrgebietsstadt hat einen so gewaltigen Rückgang ihrer Bevölkerungszahl zu verzeichnen. Die Gründe für die Abnahme liegen weniger am Geburtenrückgang, sondern in erster Linie an dem massiven Wegzug vieler Bevölkerungsteile.

Während die Stadt 1975 noch auf Platz zehn der größten deutschen Städte lag, ist sie bis 2011 auf Platz 15 hinter Dresden, Hannover, Leipzig und Nürnberg zurückgefallen.

Am 31. Dezember 2012 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Duisburg nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen auf Basis des Zensus 2011 486.816 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).

Datum Einwohner
31. Dezember 1975 591.635
31. Dezember 1976 581.971
31. Dezember 1977 572.101
31. Dezember 1978 563.088
31. Dezember 1979 559.066
31. Dezember 1980 558.089
31. Dezember 1981 554.377
31. Dezember 1982 546.566
31. Dezember 1983 536.402
31. Dezember 1984 522.829
31. Dezember 1985 518.260
31. Dezember 1986 514.628
25. Mai 1987 ¹ 525.378
31. Dezember 1987 524.502
31. Dezember 1988 527.447
31. Dezember 1989 532.152
31. Dezember 1990 535.447
31. Dezember 1991 537.441
31. Dezember 1992 539.094
Datum Einwohner
31. Dezember 1993 536.797
31. Dezember 1994 536.106
31. Dezember 1995 535.250
31. Dezember 1996 532.701
31. Dezember 1997 529.062
31. Dezember 1998 523.311
31. Dezember 1999 519.793
31. Dezember 2000 514.915
31. Dezember 2001 512.030
31. Dezember 2002 508.664
31. Dezember 2003 506.496
31. Dezember 2004 504.403
31. Dezember 2005 501.564
31. Dezember 2006 499.111
31. Dezember 2007 496.665
31. Dezember 2008 492.870
31. Dezember 2009 491.931
31. Dezember 2010 489.599
9. Mai 2011 ¹ 488.468
Datum Einwohner
31. Dezember 2011 487.470
31. Dezember 2012 486.816
31. Dezember 2013 486.855
31. Dezember 2014 485.465[3]
31. Dezember 2015 491.231[4]

¹ Volkszählungsergebnis

Quelle: Landesbetrieb Information und Technik NRW

Bevölkerungsprognose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihrem 2006 publizierten „Wegweiser Demographischer Wandel 2020“, in dem die Bertelsmann-Stiftung Daten zur Entwicklung der Einwohnerzahl von 2.959 Kommunen in Deutschland liefert, wird für Duisburg ein Rückgang der Bevölkerung zwischen 2003 und 2020 um 9,8 Prozent (49.449 Personen) vorausgesagt. Der prognostizierte Bevölkerungsrückgang bei den Großstädten des Ruhrgebiets ist bei Duisburg im Vergleich zu Essen und Dortmund ausgeprägter.

Bevölkerung 1996–2003 (%) | Duisburg −4,9 | Essen −3,6 | Dortmund −1,2 |
Bevölkerung 2003–2020 (%) | Duisburg −9,8 | Essen −6,3 | Dortmund −2,3 |

Absolute Bevölkerungsentwicklung 2003–2020 – Prognose für Duisburg:[5]

Datum Einwohner
31. Dezember 2003 506.496
31. Dezember 2005 500.342
31. Dezember 2010 485.574
31. Dezember 2015 471.694
31. Dezember 2020 457.047

Quelle: Bertelsmann-Stiftung

Absolute Bevölkerungsentwicklung 2009–2030 – Prognose für Duisburg (Hauptwohnsitze). In diesem Zeitraum wird von einem Rückgang der Bevölkerung um 33.140 Personen oder 6,7 % ausgegangen.[6]

Datum Einwohner
31. Dezember 2009 491.580
31. Dezember 2015 483.080
31. Dezember 2020 475.340
31. Dezember 2025 467.160
31. Dezember 2030 458.440

Quelle: Bertelsmann-Stiftung

Im März 2016 veröffentlichte die Deutsche Postbank AG eine unter Leitung von Michael Bräuninger, Professor an der Helmut-Schmidt-Universität, durchgeführte Studie unter dem Titel Wohnatlas 2016 - Leben in der Stadt, in der für 36 deutsche Großstädte auch eine Bevölkerungsprognose für das Jahr 2030 durchgeführt wird. Sie berücksichtigt auch explizit den Zuzug im Rahmen der Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015. Für Duisburg wird darin von 2015 bis 2030 trotz Flüchtlingszuzug ein Bevölkerungsrückgang von 6,00 % vorhergesagt.[7]

Bevölkerungsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die größten Gruppen der melderechtlich in Duisburg registrierten Ausländer kamen am 31. Dezember 2016 aus der Türkei (34.682), Rumänien (8.463), Bulgarien (8.816), Syrien (7.185), Polen (5.558), Italien (3.594), Serbien (2.541), Griechenland (2.311), Bosnien-Herzegowina (1.894) und Mazedonien (1.531).[8]

Ende Dezember 2013 betrug der Anteil der Bürger mit Migrationshintergrund 35,4 %. Das waren 173.075 Personen. 15,5 % der Duisburger Bevölkerung bzw. 75.837 Einwohner waren eingebürgerte Personen mit Migrationshintergrund. 16,8 % bzw. 82.287 Einwohner gehörten der Gruppe der Ausländer ohne deutschen Pass an.

Bevölkerung Stand 31. Dezember 2016
Einwohner mit Hauptwohnsitz 502.634
davon männlich 249.674
weiblich 252.960
Deutsche 398.217
davon männlich 193.265
weiblich 204.952
Ausländer 104.417
davon männlich 56.409
weiblich 48.008
Ausländeranteil in Prozent 20,8

Quelle: Stadt Duisburg

Einbürgerungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Einbürgerung ausländischer Personen. Diese erwarben im jeweiligen Jahr die deutsche Staatsangehörigkeit durch Aushändigen einer Einbürgerungsurkunde.

Jahr Einbürgerungen
2000 3363
2001 2765
2002 1979
2003 2019
2004 1591
2005 1183
2006 1306
2007 1468
2008 1172
2009 1044
2010 1156
2011 1319
2012 1304
2013 1206
2014 1235
2015 717

Quelle:[9]

Altersstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Übersicht zeigt die Altersstruktur vom 31. Dezember 2010 (Hauptwohnsitze).

Alter von ... bis Einwohnerzahl Anteil in Prozent
0 – 4 20.639 4,2
5 – 14 45.606 9,3
15 – 19 26.815 5,5
20 – 24 29.833 6,1
25 – 29 28.668 5,9
30 – 39 59.594 12,2
40 – 49 78.096 15,9
50 – 59 69.001 14,1
60 – 64 26.957 5,5
über 65 104.350 21,3
Gesamt 489.559 100,0

Quelle: Landesbetrieb Information und Technik NRW

Stadtbezirke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebietsstand der Stadt Duisburg vor der kommunalen Neuordnung, Stadtbezirke

Vor der kommunalen Neuordnung am 1. Januar 1975 bestand das Duisburger Stadtgebiet aus 6 Stadtbezirken mit insgesamt 33 Stadtteilen.

Bei der Volkszählung am 27. Mai 1970 lebten in der Stadt auf einer Fläche von 143,32 Quadratkilometern 454.839 Menschen. Die Anzahl der in Duisburg lebenden Ausländer betrug 25.135 (5,5 %).


Die Zahlen der folgenden Tabelle beziehen sich auf den 27. Mai 1970 (Hauptwohnsitze).[10]

Name Stadtteile Fläche
in km²
Einwohner-
zahl
Einwohner
je km²
Stadtbezirk I Altstadt, Dellviertel Neuenkamp-Kaßlerfeld, Duissern, Neudorf-Nord, Neudorf-Süd 26,20 101.342 3.868
Stadtbezirk II Hochfeld, Wanheimerort 8,77 53.302 6.078
Stadtbezirk III Bissingheim, Wedau, Rahm, Großenbaum, Buchholz, Huckingen, Ungelsheim,
Wanheim-Angerhausen, Hüttenheim, Ehingen, Serm, Mündelheim
49,65 80.995 1.631
Stadtbezirk IV Ruhrort, Laar, Beeckerwerth, Beeck 18,57 41.088 2.213
Stadtbezirk V Untermeiderich, Mittelmeiderich, Obermeiderich 15,17 65.166 4.296
Stadtbezirk VI Bruckhausen, Alt-Hamborn, Marxloh, Fahrn, Obermarxloh, Schmidthorst-Neumühl 24,96 112.946 4.525
Duisburg 143,32 454.839 3.174


Heutiger Gebietsstand der Stadt Duisburg

Seit dem 1. Januar 1975 besteht das Stadtgebiet aus sieben Stadtbezirken. Sie unterteilen sich in insgesamt 46 Stadtteile. Siehe Liste der Stadtteile und Stadtbezirke von Duisburg.

Die Einwohnerzahlen in der folgenden Tabelle beziehen sich auf den 31. Dezember 2011 (Hauptwohnsitze).[11]

Name Fläche
in km²
Einwohner-
zahl
Einwohner
je km²
Ausländer-
zahl
Ausländer
in %
Hamborn 20,84 70.862 3.400 14.800 20,9
Homberg/Ruhrort/Baerl 37,10 40.015 1.079 4.904 12,3
Meiderich/Beeck 30,28 71.391 2.358 14.422 20,2
Mitte 34,98 104.900 2.999 20.000 19,1
Rheinhausen 38,68 76.694 1.983 9.557 12,5
Süd 49,84 72.577 1.456 5.965 8,2
Walsum 21,10 50.399 2.389 5.960 11,8
Duisburg 232,82 486.838 2.091 75.608 15,5


Die Einwohnerzahlen in der folgenden Tabelle beziehen sich auf den 31. Dezember 2016 (Hauptwohnsitze).[12]

Name Fläche
in km²
Einwohner-
zahl
Einwohner
je km²
Ausländer-
zahl
Ausländer
in %
Hamborn 20,84 76.144 3.654 23.150 30,4
Homberg/Ruhrort/Baerl 37,10 40.444 1.090 6.446 15,9
Meiderich/Beeck 30,28 73.725 2.435 19.654 26,7
Mitte 34,98 110.831 3.168 28.038 25,3
Rheinhausen 38,68 77.681 2.008 12.759 16,4
Süd 49,84 73.041 1.466 7.201 9,9
Walsum 21,10 50.768 2.406 7.169 14,1
Duisburg 232,82 502.634 2.159 104.417 20,8

Quellen: Stadt Duisburg

Seit 2014 stieg die Anzahl der Einwohner in allen Bezirken. Der Anteil der Ausländer hat sich seit 2011 von 15,5 % auf einen Anteil von 20,8 % Ende des Jahres 2016 erhöht.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Friedrich Wilhelm Dieterici (Hrsg.): Mitteilungen des Statistischen Bureau's in Berlin, 1848–1861
  • Kaiserliches Statistisches Amt (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich, 1880–1918
  • Statistisches Reichsamt (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich, 1919–1941/42
  • Deutscher Städtetag (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch Deutscher Gemeinden, 1890 ff.
  • Ernst Ambrosius: Die Volksdichte am deutschen Niederrhein, Engelhorn, Stuttgart, 1891
  • Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland, 1952 ff.
  • Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Wegweiser Demographischer Wandel 2020. Analysen und Handlungskonzepte für Städte und Gemeinden. Verlag Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 2006, ISBN 3-89204-875-4

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb Information und Technik NRW: Amtliche Bevölkerungszahlen
  2. Hermann Waterkamp: Die Bevölkerung von Duisburg, Walter Bacmeisters Nationalverlag Essen, 1941
  3. 487.839 - Stadt Duisburg Einwohner nach Deutschen und Ausländern, nach Ortsteilen und Stadtbezirken am 31.12.2014. Abgerufen am 1. März 2015
  4. 494.445 - Stadt Duisburg: Einwohner nach Deutschen und Ausländern, nach Ortsteilen und Stadtbezirken am 31.12.2015. Abgerufen am 15. Februar 2016 (pdf).
  5. Bertelsmann-Stiftung: Bevölkerungsvorausberechnung 2003-2020
  6. Bertelsmann-Stiftung: Bevölkerungsprognose
  7. Presseinformation Deutsche Post AG: Postbank Studie "Wohnatlas 2016 - Leben in der Stadt": Wo Bevölkerungswachstum die Preise steigen lässt, veröffentlicht am 3. März 2016, abgerufen am 3. März 2016
  8. Stadt Duisburg: Duisburger Quartalszahlen (PDF), abgerufen am 26. Februar 2017
  9. IT.NRW - Publikationsservice: Erweiterte Suche. In: webshop.it.nrw.de. Abgerufen am 18. November 2016.
  10. Amt für Statistik und Wahlen der Stadt Duisburg: Duisburger Zahlenspiegel 005/71
  11. Duisburg.de: Einwohner nach Deutschen und Ausländern, nach Ortsteilen und Stadtbezirken am 31.12.2011 (PDF; 15 kB)
  12. Duisburg.de: Einwohner nach Deutschen und Ausländern, nach Ortsteilen und Stadtbezirken am 31.12.2016 (PDF; 15 kB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]