Eisbären Bremerhaven

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Eisbären Bremerhaven
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Gegründet 2001
Halle Stadthalle Bremerhaven
(4100 Plätze)
Homepage www.dieeisbaeren.de
Geschäftsführer Jan Rathjen
Trainer Sebastian Machowski
Liga BBL Herren

2013/14: 12. Platz

  NBBL U 19

2012/13: 3. Platz

  JBBL U 16
Farben Blau-Blau / Weiß-Weiß

Die Eisbären Bremerhaven sind eine Basketballmannschaft aus Bremerhaven.

Vereinsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stamm-Spielgemeinschaft BSG Bremerhaven wurde 1991 aus den Basketballabteilungen des OSC Bremerhaven und des SFL Bremerhaven gebildet. Der OSC Bremerhaven spielte zuvor von der Saison 1981/1982 bis zur Saison 1985/1986 in der 2. Basketball-Bundesliga und konnte in der Saison 1985/1986 die Aufstiegsrunde der Nordstaffel der 2. Basketball-Bundesliga gewinnen. Weil die Finanzierung der Saison nicht sichergestellt werden konnte, verzichtete man jedoch auf den Start in der Basketball-Bundesliga und zog sich in die damalige Landesliga zurück.

2001 wurde der Litauer Šarūnas Sakalauskas als neuer Cheftrainer eingestellt, der die Mannschaft 2005 zum Aufstieg in die Basketball-Bundesliga führte.

2003 gliederte man die 1. Herrenmannschaft (die bereits seit 2001 unter dem Namen Eisbären spielt) der BSG Bremerhaven in die Eisbären Bremerhaven Marketing GmbH (EBM) aus, Jan Rathjen übernahm den Geschäftsführerposten.[1] Die Spielgemeinschaft BSG Bremerhaven kooperiert heute mit den Eisbären Bremerhaven im Jugendbereich.

Im ersten Spieljahr nach dem Bundesliga-Aufstieg (2005/06) mischten die Eisbären vorne mit und beendeten die Punktrunde als Vierter. In den folgenden Playoffs schieden sie im Halbfinale gegen Alba Berlin aus. Sakalauskas wurde von Medienvertretern und seinen Kollegen als „Trainer des Jahres“ der Saison 2005/06 ausgezeichnet.[2] Er hatte die Mannschaft auch ins Pokal-Halbfinale geführt.

In der Saison 2006/07 standen die Eisbären in der Abschlusstabelle der Bundesliga-Punktrunde abermals auf dem vierten Rang, in den Playoffs war diesmal im Viertelfinale gegen Köln Endstation. Fünf Partien waren nötig, um den Sieger der Serie zu ermitteln. Erneut stand man im Pokal unter den besten Vier.

2007/08 mussten sich die Bremerhavener erneut im Playoff-Viertelfinale beugen (0:3 Spiele gegen Alba Berlin), im Pokal verlor man das Halbfinale und sicherte sich den dritten Platz.

In der Saison 2008/2009 mussten die Eisbären schwere Zeiten durchmachen. 15 Bundesliga-Spiele wurden in Folge verloren, man fand sich auf dem letzten Platz wieder. Anfang des Jahres 2009 trat Sakalauskas als Trainer zurück, sein Assistent und Landsmann Algirdas Milonas übernahm das Amt.[3] Mit nur sieben Siegen und 27 Niederlagen landete man am Ende der Saison auf einem Abstiegsplatz. Doch aufgrund des Rückzugs der Giants Nördlingen und der Köln 99ers wurden zwei Wildcards von der BBL ausgeschrieben und die Eisbären erhielten den Zuschlag. Damit konnten die Eisbären auch in der Saison 2009/2010 in der obersten Deutschen Liga an den Start gehen.[4] Das taten sie unter der Leitung von Douglas Spradley, der Mitte Mai 2009 als neuer Cheftrainer verpflichtet worden war.[5]

Zur Saison 2013/2014 wurde der US-Amerikaner Calvin Oldham neuer Headcoach der Eisbären Bremerhaven. Er folgte auf Douglas Spradley, der zuvor von 2009 bis 2013 diesen Posten bekleidete und die Mannschaft 2010 ins Playoff-Halbfinale sowie ins Finalturnier des Pokalwettbewerbs und 2011 ins Playoff-Viertelfinale geführt hatte.[6] Unter Oldham konnten die Eisbären die Spielzeit 2013/2014 auf Rang zwölf beenden und hatten keine Chance auf das Erreichen der Play Offs.

Mit Beginn der Saison 2014/2015 wurde der Kader umgebaut, jedoch blieb der sportliche Erfolg erneut aus. Nach einer Reihe von Niederlagen und dem Abrutschen auf Platz 17 wurde Oldham im Februar 2015 von seinen Aufgaben entbunden.[7] Nachfolger wurde der Israeli Muli Katzurin, der zuvor schon Alba Berlin und die Skyliners Frankfurt in Deutschland trainierte. Katzurin wurde im November 2015 entlassen,[8] sein Assistent Chris Harris übernahm vorübergehend das Amt,[9] ehe im März 2016 Sebastian Machowski als neuer Cheftrainer verpflichtet wurde.[10] Die Eisbären schlossen die Saison 2015/16 wie in der Vorsaison als Tabellenfünfzehnter ab.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Aufstieg in die 2. Bundesliga
  • 2005: Aufstieg in die 1. Bundesliga
  • 2006: Einzug in das Playoff-Halbfinale (4. Platz nach der Hauptrunde)
  • 2007: Erreichen der Top 4 Pokalrunde in Hamburg (4. Platz)
  • 2007: Einzug in das Playoff-Viertelfinale (4. Platz nach der Hauptrunde)
  • 2008: Erreichen der Top 4 Pokalrunde in Hamburg (3. Platz)
  • 2008: Einzug in das Playoff-Viertelfinale (8. Platz nach der Hauptrunde)
  • 2010: Erreichen der Top 4 Pokalrunde in Frankfurt (3. Platz)
  • 2010: Einzug in das Playoff-Halbfinale (6. Platz nach der Hauptrunde)
  • 2011: Einzug in das Playoff-Viertelfinale (8. Platz nach der Hauptrunde)

Trainerchronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainerchronik
Amtszeit Trainer
1997-12/2000 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bernie Miller
01/2001-01/2009 LitauenLitauen Šarūnas Sakalauskas
01/2009-05/2009 LitauenLitauen Algirdas Milonas
2009–2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Douglas Spradley
05/2013-02/2015 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Calvin Oldham
02/2015-11/2015 IsraelIsrael Muli Katzurin
11/2015–03/2016 KanadaKanada Chris Harris
seit 03/2016 DeutschlandDeutschland Sebastian Machowski

Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader Eisbären Bremerhaven in der Saison 2016/2017
Spieler
Nr. Nat. Name Geburt Größe Info Letzter Verein
Guards (PG, SG)
3 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Karvel Anderson 03.06.1991 188 IsraelIsrael Maccabi Haifa
4 DeutschlandDeutschland Sebastian Schmitt 29.02.1996 184 FC Bayern München II
7 DeutschlandDeutschland Adrian Breitlauch 14.09.1993 193 SC Itzehoe Eagles
10 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jordan Hulls 26.09.1987 180 BelgienBelgien Limburg United
18 DeutschlandDeutschland Lars Wendt 05.10.1992 193 Science City Jena
Forwards (SF, PF)
9 DeutschlandDeutschland Fabian Bleck 19.03.1993 198 Phoenix Hagen
13 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Quincy Diggs 08.04.1990 198 OsterreichÖsterreich Oberwart Gunners
14 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ivan Elliott 03.11.1986 203 Phoenix Hagen
21 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Harper Kamp 03.09.1988 203 BG Göttingen
23 DeutschlandDeutschland Bo Meister 27.01.1999 201 NBBL eigene Jugend / BSG Bremerhaven
30 DeutschlandDeutschland/PolenPolen David Brembly 10.03.1993 197 Cruz Roja.svg ratiopharm Ulm
Center (C)
8 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Evan Smotrycz 02.08.1991 206 Zypern RepublikZypern Keravnos Strovolou
20 DeutschlandDeutschland/Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Waverly Austin 15.08.1989 211 USC Heidelberg
Trainer
Nat. Name Position
DeutschlandDeutschland Sebastian Machowski Headcoach
KanadaKanada Chris Harris Assistent-Coach
DeutschlandDeutschland Jan Rathjen Sportdirektor
Legende
Abk. Bedeutung
NBBL Doppellizenz
A-Nat Nationalspieler
Cruz Roja.svg längerfristig verletzt
Quellen
Teamhomepage
Ligahomepage
Stand: 15. Oktober 2016


Wechsel zur Saison 2016/2017

Zugänge: Karvel Anderson (Maccabi Haifa/ISR), Sebastian Schmitt (Bayern München II), Adrian Breitlauch (Itzehoe Eagles), Jordan Hulls (Limburg United/BEL), Lars Wendt (Science City Jena), Quincy Diggs (Oberwart Gunners/AUT), Ivan Elliott (Phoenix Hagen), Harper Kamp (BG Göttingen), Evan Smotrycz (Keravnos Strovolou/CYP), David Brembly (ratiopharm Ulm)

Abgänge: Jannik Freese (Löwen Braunschweig), Philip Zwiener (BAWE Oldenburger TB), Brandyn Curry (KK Helios Domžale/SVN), Tyrus Thomas (unbekannt), Larry Gordon (unbekannt), Jerry Smith (Samsunspor/TUR), Kyle Fogg (Unicaja Málaga/ESP), Sergio Kerusch (Mitteldeutscher BC), Moritz Hübner (Hamburg Towers), Lorenzo Williams (Lietkabelis Panevėžys/LTU)

Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Platz Sieg-Niederlagen Punkte Playoffs
1999/00 Regionalliga Aufstieg
2000/01 2. Basketball-Bundesliga 08/16 13-17 26:34
2001/02 2. Basketball-Bundesliga 06/16 16-12 32:24
2002/03 2. Basketball-Bundesliga 03/16 25-05 50:10
2003/04 2. Basketball-Bundesliga 02/16 26-04 52:08
2004/05 2. Basketball-Bundesliga 01/16 28-02 56:04 Aufstieg
2005/06 Basketball-Bundesliga 04/16 19-11 38:22 Halbfinale
2006/07 Basketball-Bundesliga 04/18 23-11 46:22 Viertelfinale
2007/08 Basketball-Bundesliga 08/18 19-15 38:30 Viertelfinale
2008/09 Basketball-Bundesliga 018/18 07-27 14:54
2009/10 Basketball-Bundesliga 06/18 21-13 55 Halbfinale
2010/11 Basketball-Bundesliga 06/18 18-16 52 Viertelfinale
2011/12 Basketball-Bundesliga 011/18 16-18 32:36
2012/13 Basketball-Bundesliga 011/18 15-19 30:38
2013/14 Basketball-Bundesliga 012/18 12-22 24:44
2014/15 Basketball-Bundesliga 015/18 10-24 20:48
2015/16 Basketball-Bundesliga 015/18 9-25 18:50

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eisbären spielen in der Stadthalle Bremerhaven, die für Basketballspiele eine Kapazität von 4.200 Plätzen hat. In der ersten BBL-Saison zogen die Bremerhavener für das Pokalspiel gegen ALBA Berlin in der Stadthalle Bremen, wo schließlich 5.320 Zuschauer Platz nahmen. In der Saison 2006/07 zogen sie erneut in die ca. 10.000 Plätze fassenden Stadthalle Bremen um, wo sie gegen die EWE Baskets Oldenburg spielten. Dabei wurde mit 9.330 Zuschauern ein Zuschauerrekord im Land Bremen aufgestellt, zugleich auch ein Zuschauerrekord der gesamten BBL-Saison. Am 10. Dezember 2011 verfolgten 9.780 Zuschauer in der Bremer Stadthalle das Spiel gegen Bayern München.

Cheerleader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Cheerleader-Team der Eisbären Bremerhaven gibt es seit der Saison 2003/04. Es besteht aus 21 jungen Frauen zwischen 17 und 21 Jahren.

Maskottchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Maskottchen der Eisbären ist ein Eisbär mit dem Namen "Dunky".

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 2003. Abgerufen am 26. März 2017 (de-de).
  2. Boris Butschkadoff: Sarunas Sakalauskas ist Coach of the Year. 19. April 2006, abgerufen am 28. Januar 2017.
  3. kicker online, Nürnberg, Germany: Nach 15 Niederlagen: Sarunas Sakalauskas tritt zurück. In: kicker online. (kicker.de [abgerufen am 28. Januar 2017]).
  4. Nordwest-Zeitung: BASKETBALL: Eisbären profitieren von Kölner Rückzug. In: NWZonline. (nwzonline.de [abgerufen am 28. Januar 2017]).
  5. Spradley neuer Coach der Eisbären Bremerhaven. In: BILD.de. (bild.de [abgerufen am 28. Januar 2017]).
  6. Eisbären Bremerhaven: Die Eisbären und Doug Spradley gehen getrennte Wege. In: Eisbären Bremerhaven. (dieeisbaeren.de [abgerufen am 28. Januar 2017]).
  7. Sport1.de: Die Eisbären Bremerhaven trennen sich von Trainer Calvin Oldham. In: Sport1.de. (sport1.de [abgerufen am 28. Januar 2017]).
  8. Basketball: "Unausweichlich": Eisbären Bremerhaven trennen sich von Trainer Katzurin. In: Die Zeit. ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 4. März 2016]).
  9. Sport1.de: Beko BBL: Eisbären Bremerhaven machen Chris Harris zum Cheftrainer. In: Sport1.de. Abgerufen am 4. März 2016 (de-de).
  10. Eisbären Bremerhaven: Sebastian Machowski übernimmt die Eisbären. In: Eisbären Bremerhaven. Abgerufen am 4. März 2016.