Eisenkunstguss-Museum Büdelsdorf

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Eisenkunstgussmuseum
Das Eisenkunstgussmuseum in Büdelsdorf, Juni 2016.jpg
Das Eisenkunstgussmuseum in Büdelsdorf
Daten
Ort Büdelsdorf
Art Eisenkunstguss
Architekt Carl Storgård
Eröffnung 1963
Besucheranzahl (jährlich) 973 (2010)[1]
Betreiber Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf
Leitung Ulrike Ernemann[2]
Website http://www.schloss-gottorf.de/eisenkunstguss-museum
ISIL DE-MUS-029818
Das Museum bei Dunkelheit

Das Eisenkunstgussmuseum in Büdelsdorf ist ein gegenüber dem ehemaligen Industriegelände der Carlshütte gelegenes Gewerbemuseum, dass sich vor allem dem Gusseisen und Kunstguss des 19. Jahrhunderts und der damit verbundenen Geschichte und Kulturgeschichte widmet.

Stiftung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung des Museums geht auf die Unternehmerin Käte Ahlmann (1890–1963) zurück, die den Bau im Jahr 1961 zur Aufbewahrung ihrer umfangreichen Sammlung von gusseisernen Objekten in Auftrag gab. Heute ist das Museum Teil der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen und eine direkte Dependance des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf.

Nach einer Grundsanierung ist das Museum am 1. Juli 2016 neu eröffnet worden.

Geschichte des Hauses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich Ihres 70. Geburtstages initiierte Käte Ahlmann im Dezember 1960 den Bau eines Museums zur Aufbewahrung einer Sammlung von Gusseisen und Kunstguss, die sie über viele Jahre zusammengetragen hatte. Zu diesem Zeitpunkt leitete sie das Eisenwerk Carlshütte seit 30 Jahren. Der flache, um einen Innenhof angelegte Museumsbau wurde ab 1961 vom dänischen Architekten Carl Storgård errichtet,1963 nach dem Tod der Stifterin fertiggestellt und als Privatmuseum eröffnet. Als Bauplatz hatte man das Grundstück nördlich der Carlshütte bestimmt, das an eine kleine Parkanlage mit einem Denkmal für Marcus Hartwig Holler grenzte.

1981 erfolgte der Erwerb der Sammlung durch das Land Schleswig-Holstein. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde übernahm im selben Jahr das Museumsgebäude und -gelände. Ab diesen Zeitpunkt wurde das Museum als Dependance des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte betreut. Seit dem 1. April 2010 steht das Museum in der Trägerschaft der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf.[3]

Der im Jahr 2006 verstorbene Sohn Käte Ahlmanns, Josef-Severin Ahlmann, vermachte dem Eisenkunstgussmuseum sein privates Vermögen, aus dem die von 2011 bis 2016 vorgenommene Sanierung des Gebäudes und die Neukonzeption der Dauerausstellung finanziert wurde.

Sammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schleswig-Holstein-Wappen der Carlshütte (seit 1844)

Das Museum verfügt über eine umfassende Sammlung gusseiserner Objekte von der Renaissance bis in die Gegenwart aus Europa und Asien. Ein Sammlungsschwerpunkt sind die Produkte der Carlshütte. Weiterhin finden sich gusseiserne Objekte namhafter Hütten, wie Sayn, lIsenburg und Gleiwitz, sowie federführender Gestalten für den Eisenkunstguss, wie Karl Friedrich Schinkel, Johan Conrad Geiß oder Leonhard Posch.

Etwa 200 Objekte der Sammlung werden in der dauerhaften Ausstellung gezeigt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bericht der Landesregierung über die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf. In: 17. Schleswig-Holsteinischer Landtag, Drucksache 17/1945. 2. November 2011, abgerufen am 24. Januar 2017.
  2. Organisation. In: www.schloss-gottorf.de. Abgerufen am 24. Januar 2017.
  3. Beschreibung des Museums. Stadt Büdelsdorf, abgerufen am 24. Januar 2017.

Koordinaten: 54° 18′ 48,3″ N, 9° 40′ 1,6″ O