Eisenach (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Eisenach
Eisenach (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Eisenach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 51′ N, 6° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Südeifel
Höhe: 350 m ü. NHN
Fläche: 6,31 km2
Einwohner: 351 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54298
Vorwahl: 06506
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 218
Adresse der Verbandsverwaltung: Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Website: www.eisenach-eifel.de
Ortsbürgermeister: Martin Rau
Lage der Ortsgemeinde Eisenach im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild
Eisenach von Osten aus gesehen.
Isnach/Eisenach von Jean Bertels 1597

Eisenach ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Eisenach gehören auch die Wohnplätze Auf Mühlenbach und Waldburghof.[2]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenach liegt 21 km von Trier und 16 km von Bitburg entfernt im Bitburger Gutland, einer von mesozoischen Gesteinen geprägten Schichtstufenlandschaft. Die Ortslage befindet sich in der Talmulde eines rechtsseitigen Nebenbaches des Affelsbaches im Bereich des Oberen Muschelkalks.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Östlich des Ortes wird der Muschelkalk von den Schichten des Unteren Keupers überlagert. Das gesamte Profil der für Eisenach typischen Geologie ist im Steinbruch südwestlich des Ortes aufgeschlossen. Es reicht vom weißen Lingula-Dolomit des Mittleren Muschelkalkes über die Trochitenkalke und den Ton-Mergel-Dolomit des Oberen Muschelkalkes bis zu den bräunlichen Sandsteinen des Unteren Keupers.

Vegetation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die potentielle natürliche Vegetation, die sich ohne das Zutun des Menschen einstellen würde ist ein Waldmeister-Buchenwald. Der größte Teil der Gemarkung wird jedoch ackerbaulich genutzt. Auf den Lehmböden über Muschelkalk ist Weizenanbau verbreitet. Weideland und Laubwald befindet sich auf den tonigen Böden über dem Unteren Keuper. Im Meßbüsch, einem Wäldchen östlich des Ortes, dominiert die Rotbuche.

Hoftyp[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortslage wird geprägt von gebietstypischen Winkelhöfen und Quereinhäusern vom Trierer Typ, dem sogenannten Trierer Einhaus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Zeugen einer frühgeschichtlichen Besiedlung des Raumes um Eisenach können sowohl Hügelgräber im Meßbüsch östlich des Ortes angesehen werden, als auch eine Viereckschanze, die auf die späte Latènezeit datiert wird.

„Porcionem nostram de villa Hisnanca, Hisnanca in pago Bedinse“ (Unseren Teil der Villa Hisnanca, Hisnanca im Gau Bitburg) (Wampach[3] I 2 Nr. 47). Mit diesen Worten schenkten Godoin und sein Sohn Helmerich ihre Güter zu Eisenach an die Abtei Echternach, wie es die älteste Originalurkunde aus Echternach aus dem Jahr 762 bezeugt.

In einer weiteren Schenkungsurkunde aus dem Jahr 835 wird Eisenach dann als Hissenacha bezeichnet.

Außer der Abtei Echternach besaß auch das Domkapitel zu Trier in der Gemarkung landwirtschaftlich genutzte Flächen, die nach der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts zugunsten Frankreichs verkauft wurden. Der landwirtschaftlich geprägte Charakter des Ortes ist bis heute erhalten geblieben, die Bevölkerungszahl hat sich in den vergangenen zwei Jahrhunderten nur wenig geändert. Bis zum 7. November 1970 gehörte Eisenach zum Landkreis Trier-Saarburg und wurde in den mit gleichem Datum neu gebildeten Landkreis Bitburg-Prüm eingegliedert.[4]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Eisenach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]

Jahr Einwohner
1815 260
1835 398
1871 416
1905 433
1939 414
1950 404
Jahr Einwohner
1961 382
1970 388
1987 348
1997 327
2005 370
2017 351

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Eisenach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Eisenach
Blasonierung: „In Silber eine eingeschweifte rote Spitze, darin ein sechsstrahliger goldener Stern über einem goldenen Balken im Schildfuß, rechts eine rote Scharnierscheibenfibel mit rot-silbernem Bord in Form eines Kantenwürfels, darin ein goldenes Scheibchen in silbern-rotem Bord, links ein geschliffenes rotes (griechisches) Kreuz.“[7]
Wappenbegründung: Die Scharnierscheibenfibel aus dem frühen Mittelalter wurde in Eisenach gefunden und als Symbol ins Wappen aufgenommen worden. Auf den ehemaligen Klarissenstift Echternach weist ein in Stein gehauenes Bildnis einer Nonne mit Wappen an einer Bauernhofgiebelwand hin, welche die Symbole Stern und Balken ergaben. Bis 1803 gehörte Eisenach über fünfhundert Jahre zum Trierer Kurstaat, symbolisiert durch das rote Kurtrierische Kreuz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsmitte von Eisenach mit der St. Martins-Kirche, im Hintergrund mit Windkraftanlage.
Renoviertes Bauerngehöft vom Trierer Typ in Eisenach
  • Katholische Pfarrkirche St. Martin – eine Hallenkirche von 1898
  • Katholischer Pfarrhof von 1853
  • Über das Gemeindegebiet sind einige – teils sehr alte – Wegekreuze verteilt.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Eisenach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landwirtschaftliche Betriebe sind prägend für Eisenach. Südwestlich des Ortes ist ein Steinbruchbetrieb ansässig, der Dolomitschotter produziert. In der Windlücke südöstlich der Ortslage befindet sich ein Windrotorenpark.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Eisenach führt die Landesstraße 40 vom Abzweig der B 51 bei Helenenberg nach Irrel.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eisenach (Eifel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2017[Version 2019 liegt vor]. S. 64 (PDF; 1,9 MB).
  3. Camille Wampach: Urkunden und Quellenbuch zur Geschichte der altluxemburgischen Territorien bis zur Burgundischen Zeit. 10 Bände. Luxemburg 1935–1955.
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2017[Version 2019 liegt vor]. S. 64 (PDF; 1,9 MB).
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. ausführliche Wappenerklärung