Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft

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Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft
(EVG)
EVG - Logo.svg
Gründung 30. November 2010
Sitz Frankfurt, Berlin
Vorläufer Verkehrsgewerkschaft GDBA,
Transnet
Schwerpunkt Gewerkschaft
Vorsitz vakant
Mitglieder 187.396 (2018)[1]
Website www.evg-online.org

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ist eine deutsche Gewerkschaft, die am 30. November 2010 durch die Fusion der Verkehrsgewerkschaft GDBA und Transnet entstand. Wie zuvor Transnet gehört die EVG dem DGB an.[2] Sie ist darüber hinaus Mitglied der Europäischen Transportarbeiter-Föderation und der Internationalen Transportarbeiter-Föderation.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Juristisch wurde die neue Gewerkschaft am 30. November 2010 nach den satzungsrechtlichen Beschlüssen der Vorgängergewerkschaften gebildet. Die politische Gründung erfolgte am 1. Dezember 2010.[3] Seit diesem Zeitpunkt wird die EVG von einem Geschäftsführenden Vorstand geführt, dieser fungiert ehrenamtlich.[4]

Bei ihrer Gründung hatte die Gewerkschaft rund 246.000 Mitglieder, davon 216.000 Mitglieder der Transnet und 30.000 der GDBA.[5] Im Jahr 2011 sank die Mitgliederzahl um etwa fünf Prozent.[6] Anfang 2012 zählte die Gewerkschaft rund 220.000,[5] Ende 2018 187.396 (146.737 männlich, 40.659 weiblich) Mitglieder.

Am 12. November 2019 löste Torsten Westphal nach neun Jahren Alexander Kirchner als Vorsitzenden der Gewerkschaft ab.[7] Am 22. April 2020 trat Westphal "aus persönlichen Gründen" vom Vorsitz zurück.

Logo der ersten Mitgliederzeitschrift EVG imtakt

Über die EVG[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die EVG ist als politische Organisation sowohl in Frankfurt als auch in Berlin vertreten. Den Mitgliedern stehen 32 regionale Geschäftsstellen und weitere Ortsverbände zu Verfügung.

Für die Mitglieder gibt die Gewerkschaft seit Dezember 2010 eine monatliche Mitgliederzeitschrift mit dem Titel EVG imtakt heraus.

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tarifrunde 2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 8. Dezember 2018 rief die EVG ihre Mitglieder zum Warnstreik am 10. Dezember auf. Bei der Deutschen Bahn wurde bundesweit zwischen 5 und 9 Uhr der gesamte Fernverkehr eingestellt. Der Warnstreik sorgte für zahlreiche Verspätungen im nationalen Bahnverkehr, vereinzelt auch über die Landesgrenzen hinaus. Die Deutsche Bahn rief die EVG zur Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen auf.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DGB: DGB Mitgliederzahlen 2018. In: www.dgb.de. 21. Januar 2019, abgerufen am 21. Januar 2019.
  2. Transnet + GDBA = EVG. Meldung vom 30. November 2010.
  3. Transnet und GDBA bilden neue Bahngewerkschaft, Welt online, 1. Dezember 2010.
  4. https://www.evg-online.org/ueber-uns/geschichte/unterseiten-geschichte/strukturen-aufgaben/
  5. a b Detlef Esslinger: In unserer Hand. In: SZ online, 30. Oktober 2012.
  6. Weniger Mitgliederverlust bei Gewerkschaften. handelsblatt.com, Meldung vom 21. Januar 2012, abgerufen am 22. Januar 2012.
  7. Torsten Westphal zum Bundesgeschäftsführer gewählt. In: reuters.com. Abgerufen am 13. November 2019.
  8. Streiks legen Zugverkehr in weiten Teilen lahm. In: welt.de. 10. Dezember 2018, abgerufen am 10. Dezember 2018.