Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein

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Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein
DA-Eisenbahnmuseum-Kranichstein1.jpg
Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein
Daten
Ort Darmstadt-Kranichstein
Art Eisenbahnmuseum
Leitung Uwe Breitmeier
Website [1]
ISIL DE-MUS-033510

Das Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein ist das größte Eisenbahnmuseum in Hessen. Das ehemalige Bahnbetriebswerk liegt an der Rhein-Main-Bahn Darmstadt–Aschaffenburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurde 1898 von den Vereinigten Preußischen und Hessischen Staatseisenbahnen eingeweiht und nach Vermietung des Geländes von der Deutschen Bundesbahn an den Trägerverein Museumsbahn e. V. als Eisenbahnmuseum am 29. Mai 1976 eröffnet.

Museumsprojekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum ehemaligen Bahnbetriebswerk gehören ein Lokschuppen samt Drehscheibe, Bekohlungsanlagen und weitere Behandlungsanlagen für Lokomotiven. Angeschlossen ist ein Ausbesserungswerk, in dem auch größere Reparaturen ausgeführt werden können.

Ausstellung und Exponate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dampflokomotive 01 1056 und 38 3999 im Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein
Dampflok 41024 und Wismarer Schienenbus im Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein

In dem Museum ist eine große Sammlung von Fahrzeugen zu sehen, beispielsweise die betriebsfähigen Lokomotiven 23 042, 141 228-7, DME 184 vom Typ ELNA 6, diverse Kös, ein Wismarer Schienenbus und eine Motordraisine KLV 12-4973[1]. Nicht betriebsbereit: 01 1056, 41 024, 44 404, die aus der Türkei überführte Dampflokomotive 4981 „Mainz“ (eine Preußische G 8), die Zahnraddampflokomotive 97 210 der Erzbergbahn, die 103 101-2, die E 16 08, mehrere Diesellokomotiven der DB-Baureihe V 36 aber auch weitere Bahnfahrzeuge. Zum Beispiel Straßenroller von SEAG Typ: LR-40.0, LS-70.1., LS-160.1; WMD Typ: LR-40.5 und ein R40 nach Culemeyer-Bauart mit Zwischenbrücke.

Der große Wagenpark kann dort aber besichtigt werden. Gezeigt werden auch Exponate zum technischen Verständnis: Der aufgeschnittene Kessel der 50 1397 und der Führerstand der 50 1745; sowie eine signaltechnische Sammlung mit historischen Signalen und Stellwerkseinrichtungen. Daneben wird auch die Entwicklung der Fahrkarten von den manuell erstellten Exemplaren der Anfangszeit bis zu heutigen Computerausdrucken nebst zugehörigen Geräten gezeigt. Das Museum besitzt außerdem eine eigene Fahrkartendruckerei. Ferner gibt es ein Modell der alten Darmstädter Bahnhöfe, eine Oberbausammlung und eine Sammlung von Eisenbahneruniformen.[2]

Historische Technik im Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrfach im Jahr verkehren Sonderzüge mit Fahrzeugen des Museums zwischen Darmstadt Ost und Bessunger Forsthaus (ehemalige Strecke nach Groß-Zimmern). Einige Fahrzeuge, z. B. die 23 042 und die G8 4981 „Mainz“ bespannen Sonderzüge in ganz Deutschland. Die Fahrzeuge werden von der Deutschen Museums-Eisenbahn GmbH (DME) als Betriebsgesellschaft eingesetzt. Einmal jährlich ist das Dampflokfest inkl. Fahrten auf dem Betriebshof.

Modelleisenbahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine H0-Modelleisenbahnanlage zeigt den Bahnhof Darmstadt der Main-Neckar-Bahn zur Zeit der Streckeneröffnung. Daneben gibt es noch eine Spur 0-Anlage und eine Spur 1-Anlage.[3]

Für Demonstrations- und Bildungszwecke steht für Eisenbahnveranstaltungen bundesweit seit 1985 der „MoBaTrain“ (Mobiler-Bahn-Zug) zur Verfügung. Der Kern des Zugs besteht aus einem Pack- und einem Postwagen, in denen einen H0-Modellbahnanlage zu Demonstrations- und Bildungszwecken eingebaut ist. Der Zug führt weiterhin eine LGB-Bahn und eine Gartenbahn der Spur IIm mit.

Im Museum gibt es auch eine personenbefördernde Gartenbahn („Klein-Kranichsteiner Kreisbahn“) mit der Spurweite 127 mm (= 5 Zoll).[4]

Abbildungen von ausgestellten Lokomotiven[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Auswahl)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Uwe Breitmeier, Rückkehr aus dem Morgenland: die abenteuerliche Reise einer preußischen Dampflok, Transpress Verlag, Stuttgart 1997, ISBN 3-613-71065-X
  • Uwe Breitmeier, Das Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein, Eigenverlag
  • Mitteilungen – Journal des Hessischen Museumsverbandes 25 (2008), S. 44f.
  • Gerd Ohlhauser, Christoph Rau, Uwe Breitmeier: Eisenbahnmuseum Darmstadt – Kranichstein: 175 Jahre deutsche Eisenbahnen. Surface Book, Darmstadt 2010, ISBN 978-3-939855-17-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Darmstädter Echo, Montag, 18. August 2014, S. 10
  2. Darmstädter Echo, Mittwoch, 6. Mai 2015, S. 13
  3. Darmstädter Echo, 22. Dezember 2014, S. 11
  4. Darmstädter Echo, Mittwoch, 6. Mai 2015, S. 13

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 49° 54′ 28″ N, 8° 40′ 45″ O